Gerichtsdokumente enthüllen 12 Taktiken von Bankman-Fried zur Beeinflussung der Medien, um eine Begnadigung zu erwirken.

Gerichtsdokumente enthüllen 12 Taktiken von Bankman-Fried zur Beeinflussung der Medien, um eine Begnadigung zu erwirken.
Bankman-Fried vertritt republikanische Position bei Begnadigungsantrag

Obwohl US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit einer Begnadigung des FTX-Gründers Sam Bankman-Fried bestritten hat, scheint dessen Informationsstrategie genau auf dieses Ergebnis zu setzen. Jüngste Nachrichten aus dem Gefängnis, die über einen Mittelsmann weitergeleitet wurden, zeigen, dass Bankman-Fried sich als Republikaner positioniert und den Ansatz der Regierung Biden zur Regulierung von Kryptowährungen und anderen politischen Themen kritisiert.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

In den Dokumenten, die im Rahmen der Urteilsverkündung veröffentlicht wurden, werden 12 Taktiken beschrieben, die Bankman-Fried in Erwägung zog, um eine positive Medienberichterstattung zu erreichen, nachdem er von den US-Behörden angeklagt, verhaftet, ausgeliefert und formell angeklagt wurde.

Zu den Vorschlägen gehörten:

  • Auftritte auf konservativen Medienplattformen wie Tucker Carlsons Show oder anderen rechtsgerichteten Kanälen, um sich mit Konservativen "anzufreunden".
  • Ankündigung eines politischen Wechsels zur republikanischen Partei oder Bekundung der Unterstützung eines konservativen Publikums.
  • Vermittlung eines Interviews mit dem prominenten Autor Michael Lewis auf Mainstream-Kanälen, um eine "positive Geschichte" über ihn zu präsentieren.
  • Teilnahme an öffentlichen Debatten mit Finanzkommentatoren (z. B. in einem Podcast oder einer Sendung mit Matt Levine), um seine Positionen zu "verteidigen".
  • Scharfe Kritik an einem Konkurrenten wie der Krypto-Börse Binance, um die Aufmerksamkeit abzulenken und sein Ansehen beim Krypto-Publikum zu stärken.
  • Abgabe von öffentlichkeitswirksamen Erklärungen, in denen er die Vorwürfe bestreitet, um die Ereignisse in einem günstigeren Licht darzustellen.
  • Unterstützung öffentlicher Erzählungen, die die Wahrnehmung seiner Handlungen mildern könnten, einschließlich der Betonung von "Fehlern, aber guten Absichten".

Zu den weiteren Taktiken gehörten Versuche, die Aufmerksamkeit der Medien zu manipulieren oder einzufangen, indem sie Argumente formulierten, die von den Hauptvorwürfen ablenken könnten - zum Beispiel, indem sie Debatten über regulatorische Ungerechtigkeit anregten oder Diskussionen über Kryptopolitik neu entfachten.

Viele Kritiker betrachten diese "Ideen" jedoch eher als Versuche, die öffentliche Meinung zu manipulieren, denn als professionelle PR-Strategien. Das Dokument wurde Berichten zufolge von der Staatsanwaltschaft verwendet, um eine härtere Strafe zu fordern - 25 Jahre Gefängnis in sieben Anklagepunkten.

Eine Begnadigung als einzige Option

Jüngste Gefängnisnachrichten deuten darauf hin, dass Bankman-Fried behauptet, er sei 2022 Republikaner geworden und habe seine Unterstützung für die Krypto-Politik des ehemaligen Präsidenten Donald Trump zum Ausdruck gebracht, während er den Ansatz der Biden-Administration zur Regulierung digitaler Vermögenswerte und allgemeiner politischer Fragen kritisiert habe.

Der Streaming-Kommentator Atrioc glaubt, dass diese Aussagen darauf abzielen, eine Begnadigung durch den Präsidenten zu erhalten, ähnlich wie bei anderen Persönlichkeiten in der Kryptowährungsbranche, darunter der Silk Road-Gründer Ross Ulbricht und der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao.

Rechtsexperten weisen unterdessen darauf hin, dass Bankman-Frieds Berufungen und Anträge auf Überprüfung des Falles nach den üblichen Berufungsverfahren wahrscheinlich keinen Erfolg haben werden. Das Federal Bureau of Prisons listet Bankman-Fried mit einem voraussichtlichen Entlassungsdatum in den 2040er Jahren auf. Daher bleibt eine Begnadigung durch den Präsidenten ein möglicher Weg für eine Strafmilderung, obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass ein solcher Schritt von Trump oder seinem Umfeld in Betracht gezogen wird.

Wie wir bereits berichteten, behauptet Sam Bankman-Fried, dass sein Bankrott von seinen Anwälten erzwungen wurde, und beruft sich dabei auf Gerichtsunterlagen

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