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Kryptowährungsnutzer, die sich auf Hardware-Wallets verlassen, sehen sich mit einer neuen Welle immer raffinierterer Betrügereien konfrontiert, da Betrüger ihre Taktik vom Online-Phishing auf die physische Post verlagern.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Behörden und Cybersecurity-Forscher warnen, dass Besitzer von Ledger- und Trezor-Geräten Briefe an ihre Privatadressen erhalten, die sich als offizielle Unternehmenskommunikation ausgeben und versuchen, sie zur Herausgabe ihrer Wallet-Wiederherstellungsphrasen zu bewegen, berichtet Сryptopolitan.
Die betrügerischen Briefe, die Berichten zufolge auf gebrandetem Briefpapier gedruckt sind, geben vor, von den Sicherheits- oder Compliance-Abteilungen von Ledger und Trezor zu stammen. Den Empfängern wird mitgeteilt, dass sie obligatorische Authentifizierungs- oder Transaktionsprüfungen durchführen müssen, um den Zugang zu bestimmten Wallet-Funktionen nicht zu verlieren.
In einem vom Cybersecurity-Experten Dmitry Smilyanets überprüften Beispiel wurden Trezor-Benutzer angewiesen, bis zum 15. Februar eine "Authentifizierungsprüfung" durchzuführen, da sie sonst den Zugang zur Trezor Suite verlieren könnten. In dem Schreiben hieß es: "Hinweis: Auch wenn Sie die Benachrichtigung bereits auf Ihrem Trezor-Gerät erhalten und die Authentifizierungsprüfung aktiviert haben, müssen Sie diesen Vorgang noch abschließen, um die Funktion vollständig zu aktivieren und sicherzustellen, dass Ihr Gerät mit der vollen Funktionalität der Authentifizierungsprüfung synchronisiert ist."
In den Briefen werden die Opfer aufgefordert, QR-Codes zu scannen, die zu Phishing-Websites führen, die offiziellen Unternehmensdomains sehr ähnlich sehen. Diese Websites fordern dann unter dem Deckmantel der Geräteüberprüfung die Wiederherstellungsphrasen der Benutzer an.
Sobald die Opfer ihre Wiederherstellungsphrasen eingegeben haben, werden die Daten an die Angreifer übermittelt, die damit vollen Zugriff auf die zugehörigen Krypto-Brieftaschen erhalten. Eine Wiederherstellungsphrase ist praktisch eine von Menschen lesbare Darstellung des privaten Schlüssels, der die Geldbörse steuert. Jeder, der Zugang zu diesem Schlüssel hat, kann ohne Einschränkung Gelder verschieben.
Browser-Sicherheitstools haben mindestens eine der Phishing-Domänen als bösartig eingestuft. Eine in Chrome angezeigte Warnung weist die Nutzer darauf hin, dass Angreifer versuchen könnten, sie zur Preisgabe sensibler Informationen zu verleiten.
Es ist noch unklar, wie die Betrüger an die physischen Adressen der Nutzer gelangt sind. Sowohl bei Ledger als auch bei Trezor gab es in den vergangenen Jahren Datenschutzverletzungen, bei denen Kundeninformationen preisgegeben wurden, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass die Kampagne durch durchgesickerte Daten angeheizt werden könnte.
Die Hersteller von Hardware-Wallets haben wiederholt betont, dass sie unter keinen Umständen Wiederherstellungsphrasen anfordern werden. Solche Phrasen sollten immer nur direkt auf dem Hardware-Gerät selbst eingegeben werden, nicht auf einer Website oder an Dritte weitergegeben werden.
Die Verlagerung auf die physische Post unterstreicht die sich entwickelnde Taktik der Kryptokriminellen, die ihre Methoden immer weiter anpassen, da das Sicherheitsbewusstsein der digitalen Nutzer zunimmt.
Die Kampagne unterstreicht die anhaltenden Risiken, denen Krypto-Investoren ausgesetzt sind, selbst diejenigen, die Hardware-Wallets verwenden, die als eine der sichersten Speicheroptionen gelten. Physische Phishing-Versuche zeigen, dass Angreifer vergangene Datenlecks ausnutzen, um Opfer offline anzugreifen. Nutzer, die Wiederherstellungsphrasen preisgeben, riskieren den unwiderruflichen Verlust ihrer Gelder, was die Bedeutung strenger Sicherheitspraktiken für die Selbstverwahrung unterstreicht.
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