Senatoren fordern Überprüfung der Beteiligung der VAE an WLFI unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit
Demokratische Senatoren drängen das US-Finanzministerium, festzustellen, ob eine ausländische Investition in die mit Trump verbundene Kryptofirma WLFI Risiken für die nationale Sicherheit birgt, und verstärken die Prüfung der Auslandsbeziehungen des Unternehmens.
Höhepunkte
- Die Senatoren Warren und Kim beantragten eine CFIUS-Prüfung einer von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 500 Mio. USD unterstützten Beteiligung an WLFI.
- Durch die Transaktion soll ein ausländisches Unternehmen 49 % der Anteile besitzen und im Vorstand vertreten sein.
- Die Bedenken konzentrieren sich auf den möglichen Zugang zu sensiblen finanziellen und persönlichen Nutzerdaten.
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Sens. Elizabeth Warren aus Massachusetts und Andy Kim aus New Jersey haben den Finanzminister Scott Bessent, der dem Ausschuss für ausländische Investitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS) vorsitzt, formell gebeten, zu prüfen, ob der gemeldete 500-Millionen-Dollar-Deal eine föderale Sicherheitsüberprüfung erfordert, berichtet Cointelegraph.
Gesetzgeber hinterfragen ausländischen Einfluss auf WLFI
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine gemeldete Transaktion, bei der ein von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstütztes Investmentvehikel einen 49%igen Anteil an World Liberty Financial (WLFI), einem mit der Familie Trump verbundenen Kryptounternehmen, erworben hat. Das Geschäft wurde angeblich nur wenige Tage vor der Amtseinführung von Präsident Donald Trump im Januar 2025 abgeschlossen.
Berichten zufolge, die im Schreiben der Senatoren zitiert werden, wurde die Investition von Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, dem nationalen Sicherheitsberater der VAE und einer Schlüsselfigur hinter dem Technologieunternehmen G42, unterstützt. Berichten zufolge flossen im Rahmen der Vereinbarung rund 187 Mio. USD an mit Trump verbundene Unternehmen, und Führungskräfte, die mit G42 in Verbindung stehen, erhielten einen Sitz im Aufsichtsrat.
Das CFIUS ist für die Prüfung von Auslandsinvestitionen zuständig, die Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit aufwerfen könnten, insbesondere wenn sensible Technologien oder personenbezogene Daten betroffen sind. Aus den Datenschutzerklärungen von WLFI geht hervor, dass das Unternehmen Nutzerdaten wie Brieftaschenadressen, IP-Adressen, Gerätekennungen und Standortdaten sammelt. Der Gesetzgeber warnte davor, dass ein solcher Zugang zu Schwachstellen führen könnte, wenn ausländische Unternehmen Einfluss auf das Unternehmen gewinnen.
Sie haben Bessent gebeten, zu bestätigen, ob die Transaktion geprüft wurde, ob sie für eine beschleunigte Bearbeitung in Frage kam und ob der Ausschuss Empfehlungen an den Präsidenten ausgesprochen hat. Die Senatoren baten um eine Antwort bis zum 5. März.
Größere Bedenken wegen Daten und Geopolitik
Die Prüfung geht über die Eigentümerstruktur hinaus. G42 hat bereits in der Vergangenheit überparteiliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil es Beziehungen zu chinesischen Firmen unterhielt, obwohl das Unternehmen erklärt hat, dass es sich Anfang 2024 von chinesischen Partnerschaften trennen wird.
WLFI, das im März 2025 seinen Stablecoin im Wert von 1 USD auf den Markt brachte und seither ein Umlaufvolumen von mehr als 5 Mrd. USD erreicht hat, strebt ebenfalls eine nationale Treuhandbank-Charta an. Dieser Schritt könnte das Volumen der von ihr kontrollierten Finanzdaten potenziell erweitern.
Präsident Trump hat sich öffentlich von der gemeldeten Investition distanziert, indem er sagte: "Meine Söhne kümmern sich darum - meine Familie kümmert sich darum", und hinzufügte: "Ich schätze, sie bekommen Investitionen von verschiedenen Leuten."
Warum es wichtig ist
Die WLFI-Transaktion unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Kryptowährungsgeschäften und der nationalen Sicherheitsaufsicht. Wenn CFIUS feststellt, dass das Geschäft eine Untersuchung rechtfertigt, könnte es einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie ausländisches Kapital in politisch verbundene Unternehmen für digitale Vermögenswerte fließt. Auf dem Spiel stehen Fragen der Datensicherheit, des ausländischen Einflusses und der sich entwickelnden Rolle von Kryptounternehmen innerhalb der US-Finanzinfrastruktur.
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