Die Stablecoin-Reserven von Binance fallen auf den niedrigsten Stand seit Oktober

Die Stablecoin-Reserven von Binance fallen auf den niedrigsten Stand seit Oktober
Stablecoin-Marktkapitalisierung bleibt nach zweijährigem Wachstum bei 300 Milliarden Dollar stehen

Die Stablecoin-Reserven auf Binance sind auf den niedrigsten Stand seit Oktober gesunken und spiegeln damit die Verknappung der Liquidität auf den Kryptomärkten wider. Laut dem CryptoQuant-Analysten Darkfost sind die Reserven seit November um 18,6 % gesunken und haben sich um etwa 10 Mrd. USD von 50,9 Mrd. USD auf 41,4 Mrd. USD verringert.

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Die Stablecoin-Bestände an den Börsen dienen oft als Indikator für die Nachfrage der Anleger und die allgemeinen Liquiditätsbedingungen, berichtet Cointelegraph.

Wenn die Reserven schrumpfen, signalisiert dies in der Regel, dass Händler Gelder abziehen, anstatt Kapital für eine Umschichtung zu positionieren. Trotz des Rückgangs hält Binance immer noch etwa 64 % der gesamten Stablecoin-Reserven aller Börsen. Allerdings können Verschiebungen bei einer Plattform dieser Größenordnung breitere Marktimplikationen haben. Darkfost sagte, dass ein erneuter Zufluss von Stablecoins wahrscheinlich notwendig wäre, um die Bedingungen zu stabilisieren.

Liquiditätsverknappung belastet die Marktaktivität

Ein anhaltender Rückgang der an der Börse gehaltenen Stablecoins deutet darauf hin, dass Investoren digitale Vermögenswerte wieder in Fiat umwandeln, anstatt Kapital im Krypto-Ökosystem zu halten. Darkfost bezeichnete den Mangel an eingehender Liquidität als einen der wichtigsten Gegenwinde für den Markt. Aus einer breiteren marktübergreifenden Perspektive warnte er, dass sich die Liquiditätsbedingungen in naher Zukunft wahrscheinlich nicht verbessern werden. Daten von DeFiLlama zeigen, dass die Gesamtmarktkapitalisierung von Stablecoins seit Oktober bei knapp über 300 Mrd. US-Dollar stagniert.

Diese Pause folgt auf zwei Jahre der Expansion, in denen der Umlauf um etwa 150 % gestiegen ist. Der letzte größere Rückgang fand während des Bärenmarktes im Jahr 2022 nach dem Zusammenbruch von Terra/Luna statt. Die Marktkapitalisierung von Stablecoin erholte sich erst im November 2023, also etwa 18 Monate später, deutlich.

Zinsprognose erhöht den Druck weiter

Auch die makroökonomischen Bedingungen tragen zur Liquiditätsverknappung bei. Die US-Zinspolitik spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Kapitalströme in Risikoanlagen wie Kryptowährungen. Der Gouverneur der US-Notenbank, Christopher Waller, sagte am Montag, dass er eine Beibehaltung der Zinssätze im März befürworten würde, falls die Arbeitsmarktdaten sich als stabil erweisen. Die CME-Futures-Märkte rechnen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 95,5 %, dass die Zinssätze bei der bevorstehenden Sitzung unverändert bleiben werden.

Eine Pause bei den Zinssenkungen verringert die Wahrscheinlichkeit von kurzfristigen Liquiditätsspritzen für die Finanzmärkte. Ohne unterstützende makroökonomische Katalysatoren könnten die Kryptomärkte Schwierigkeiten haben, neues Kapital anzuziehen. Die Kombination aus schrumpfenden Stablecoin-Reserven und gleichbleibenden Zinssätzen unterstreicht die anhaltende Liquiditätsknappheit.

Kürzlich schrieben wir, dass der Kryptowährungsmarkt seine Korrektur ausweitete, wobei die Gesamtkapitalisierung auf etwa 2,18 Billionen US-Dollar fiel, nachdem eine weitere Welle von breit angelegtem Verkaufsdruck die Token mit großer Marktkapitalisierung tiefer in die wöchentlichen Drawdowns drückte.

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