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Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat eine aktualisierte Roadmap vorgestellt, in der er Pläne zur Beschleunigung der Transaktionsverarbeitung skizziert. Er schlug vor, die Blockzeiten schrittweise zu verkürzen und die für die endgültige Transaktionsbestätigung benötigte Zeit deutlich zu reduzieren. Heute dauert die endgültige Bestätigung auf Ethereum im Durchschnitt etwa 16 Minuten.
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"Wir werden die Blockzeit schrittweise reduzieren, wenn wir sicher sind, dass es sicher ist", schrieb Buterin. Derzeit wird etwa alle 12 Sekunden ein neuer Block erzeugt, aber dieses Intervall könnte in Zukunft auf 8, 6, 4 oder sogar 2 Sekunden sinken. Gleichzeitig erwägt das Team ein neues Bestätigungssystem, mit dem Transaktionen innerhalb von 6-16 Sekunden abgeschlossen werden könnten. "Slots und Finalität sollten getrennt voneinander betrachtet werden", erklärte er. Alle Änderungen werden nach einer Testphase Schritt für Schritt eingeführt.
Ein Schwerpunkt ist die Beschleunigung der Datenübertragung zwischen den Netzknoten. Die Entwickler testen eine Methode, bei der jeder Block in Teile aufgeteilt wird und nur ein Teil dieser Teile für die Rekonstruktion benötigt wird. Dieser Ansatz verringert Verzögerungen und macht die Datenübertragung widerstandsfähiger.
"Diese Architektur kann die Zeit für die Übertragung von Blöcken erheblich reduzieren", sagte Buterin. Eine schnellere Datenübertragung würde es Ethereum ermöglichen, die Blockintervalle sicher zu verkürzen. Das Team prüft auch die Reduzierung der Anzahl der Validierer, die jeden Block unterschreiben, um die Bestätigungen zu beschleunigen. Diese Änderung könnte die Verarbeitung vereinfachen und Verzögerungen reduzieren, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Größere Upgrades werden voraussichtlich mit Änderungen in der Kryptographie zusammenfallen. Das Netzwerk erforscht Signaturen, die gegen mögliche Quantenangriffe resistent sind. "Wir könnten in der Lage sein, Slots vor der Finalität quantenresistent zu machen", so Buterin.
Das bedeutet, dass das Netz auch dann noch funktionieren würde, wenn leistungsstarke Quantencomputer auftauchen. In einem solchen Szenario könnte die Garantie der endgültigen Bestätigung vorübergehend schwächer werden, aber die Blockchain selbst würde nicht aufhören. Mit diesem Ansatz sollen systemische Risiken für Nutzer und Unternehmen verringert werden.
Ethereum ist nach wie vor die größte Plattform für dezentrales Finanzwesen, in deren Ökosystem Dutzende von Milliarden Dollar gebunden sind. In Bezug auf die Bestätigungsgeschwindigkeit liegt es jedoch hinter einigen Konkurrenten zurück, bei denen Transaktionen innerhalb von Sekunden abgeschlossen werden. Eine Verkürzung der Bestätigungszeit auf 8-16 Sekunden würde Ethereum näher an dieses Leistungsniveau heranbringen, ohne dass das derzeitige Sicherheitsmodell aufgegeben werden müsste.
Schnellere Bestätigungen würden die Risiken beim Handel, bei der Arbitrage und bei Liquidationen verringern, wo es auf Sekunden ankommt. Dies ist besonders wichtig für Kreditprotokolle und Derivateplattformen. Gleichzeitig wird die Beschleunigung des Netzwerks die Infrastrukturanforderungen für Validierer erhöhen und die Entwicklung komplexer machen. Buterin betonte, dass die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit die Priorität bleibt.
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