Binance plant im Rahmen seiner Expansionsstrategie die Erlangung von fünf weiteren Lizenzen in Asien.

Binance plant im Rahmen seiner Expansionsstrategie die Erlangung von fünf weiteren Lizenzen in Asien.
Binance expandiert in Asien

Die Kryptowährungsbörse Binance plant, ihre Präsenz auf den asiatischen Märkten zu verstärken, indem sie fünf zusätzliche Lizenzen von lokalen Regulierungsbehörden erhält. Der Plan wurde vom Asien-Pazifik-Chef von Binance, SB Seker, in einem Interview mit Nikkei Asia während eines Besuchs in Tokio skizziert.

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Laut SB Seker befindet sich das Unternehmen in Gesprächen mit Finanzaufsichtsbehörden in mehreren Ländern der Region. Die Gespräche konzentrieren sich auf die Lizenzbedingungen und regulatorischen Anforderungen für den Betrieb von Kryptowährungsplattformen.

Ausweitung der Lizenzvergabe in der Region

"In diesem Jahr planen wir die Durchführung von fünf weiteren derartigen Initiativen in Asien", sagte Seker.

Die neuen Genehmigungen könnten die Anzahl der Jurisdiktionen, in denen Binance auf regulierter Basis tätig ist, auf mehr als 20 weltweit erhöhen. Die Börse verfügt bereits über Lizenzen oder behördliche Genehmigungen in Australien, Indien, Indonesien, Japan, Neuseeland und Thailand.

Das Unternehmen erwartet auch, dass es seine Position in Südkorea nach dem Abschluss der Übernahme der lokalen Kryptobörse Gopax stärken wird. Binance merkte an, dass sich einige Genehmigungsverfahren bereits in der Endphase befinden, während die Verhandlungen mit den Regulierungsbehörden in anderen Ländern noch andauern.

Das Unternehmen beschreibt diesen Ansatz als eine Strategie der "Hyperlokalisierung". Dazu gehört die Anpassung des Betriebs der Plattform an die Anforderungen der jeweiligen Gerichtsbarkeit - von Kundenverifizierungsverfahren (KYC) und Anti-Geldwäsche-Regeln (AML) bis hin zu Partnerschaften mit lokalen Banken und der Gründung regionaler juristischer Personen.

Asien bleibt ein wichtiger Treiber des Kryptomarktes

Die Ausweitung der Lizenzierung erfolgt inmitten eines raschen Wachstums der Kryptoaktivitäten in ganz Asien. Laut Chainalysis stieg das Gesamtvolumen der Kryptowährungstransaktionen in der asiatisch-pazifischen Region im vergangenen Jahr von 1,4 Billionen US-Dollar auf 2,36 Billionen US-Dollar - ein Anstieg von etwa 69 %.

In der weltweiten Rangliste der Kryptowährungsakzeptanz befinden sich sieben der zehn führenden Länder in Asien: Indien, Pakistan, die Philippinen, Indonesien, Vietnam, Südkorea und Japan. Die Verbreitung mobiler Finanzdienstleistungen und ein hoher Digitalisierungsgrad lassen die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten weiter ansteigen.

Gleichzeitig entwickeln viele Länder in der Region ihre eigenen regulatorischen Rahmenbedingungen für Kryptobörsen. Hongkong hat ein Lizenzierungssystem für Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte eingeführt, während sich in Japan die Unternehmen bei der Finanzdienstleistungsbehörde registrieren lassen müssen, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen können.

Warum Lizenzen für Krypto-Börsen so wichtig werden

Der Betrieb in regulierten Märkten wird für große Krypto-Plattformen zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor. Der Eintritt in neue Gerichtsbarkeiten erfordert von den Unternehmen, dass sie lokale Rechtspersönlichkeiten gründen, Kundenüberprüfungsverfahren einführen und Beziehungen zu Bankpartnern aufbauen.

Der Besitz einer Lizenz verschafft auch Zugang zu institutionellen Anlegern und ermöglicht es den Börsen, innerhalb eines klaren rechtlichen Rahmens zu operieren. Für große Plattformen verringert dies die operativen Risiken und erleichtert die Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzinstituten.

Asien bleibt eine der wichtigsten strategischen Regionen für Binance. Laut Chainalysis bilden Zentral- und Südasien sowie Ozeanien bereits einen der größten Kryptomärkte der Welt. Vor diesem Hintergrund wird sich der Wettbewerb um Lizenzen und lokale Partnerschaften zwischen den großen Börsen - darunter Coinbase, OKX und Bybit - in den kommenden Jahren wahrscheinlich verschärfen.

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