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Starcloud, ein von NVIDIA unterstütztes Weltraum-Startup, kündigte Pläne an, Bitcoin in der Umlaufbahn mithilfe von Satelliten zu schürfen. Das Projekt zielt darauf ab, die kontinuierliche Sonnenenergie, die natürliche Kühlung im Orbit und die geringere Abhängigkeit von den Energienetzen auf der Erde zu nutzen. Experten weisen darauf hin, dass die Initiative noch experimentell ist und mit hohen Kosten und technischen Herausforderungen verbunden ist.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die ehrgeizigen Pläne von Starcloud wurden vom X-Account von Cointelegraph unter Berufung auf den CEO des Unternehmens, Philip Johnston, berichtet.
Das Startup will Weltraumressourcen und -technologien nutzen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit von Bitcoin-Mining-Operationen zu steigern. Den Entwicklern zufolge könnte die Verlagerung der Rechenleistung in den Orbit die Umweltauswirkungen reduzieren, die mit traditionellen erdgebundenen Mining-Farmen verbunden sind.
"Solarenergie ist unendlich, es gibt keine Grundstückskosten, keine Lärmbeschwerden und die Regierung kann den Betrieb nicht überfallen. Die Wirtschaftlichkeit scheint verrückt zu sein, bis man erkennt, dass die meisten Einschränkungen, die den Bergbau auf der Erde behindern, im Orbit einfach nicht existieren. Starcloud ist entweder zehn Jahre seiner Zeit voraus oder kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", kommentierte Johnston die Idee über die Krypto-Plattform Payzora.
Für diejenigen, die die Entwicklung von Starcloud verfolgen, scheint die jüngste Ankündigung zum Krypto-Mining eine logische Erweiterung der Unternehmensstrategie zu sein. Zuvor hatte das Startup ein Projekt für orbitale Datenzentren angekündigt und im Herbst mit Unterstützung von NVIDIA den Satelliten Starcloud-1 gestartet, der mit einer leistungsstarken Nvidia H100 GPU ausgestattet ist. Berichten zufolge hat das Unternehmen erfolgreich ein kleines KI-Modell direkt im Weltraum ausgeführt und trainiert.
Darüber hinaus hat das Unternehmen einen Antrag auf Errichtung einer Konstellation von bis zu 88 000 Satelliten gestellt, die eine vollwertige Weltrauminfrastruktur für Cloud Computing bilden würde. Innerhalb dieser Architektur könnte ein Teil der Rechenkapazität auch für das Krypto-Mining genutzt werden.
Die Idee weltraumgestützter Rechenzentren wird auf dem Markt rege diskutiert, da die KI-Branche immer mehr Energie verbraucht und Technologieunternehmen nach neuen Quellen für Rechenleistung suchen.
Analysten berichten, dass große KI-Rechenzentren heute Hunderte von Megawatt bis zu mehreren Gigawatt Strom verbrauchen können - vergleichbar mit dem Energieverbrauch von Kleinstädten. Vor diesem Hintergrund wird die Verlagerung eines Teils der Rechenleistung in den Orbit als Möglichkeit gesehen, den Druck auf die terrestrischen Stromnetze zu verringern.
Im Weltraum werden Satelliten nahezu kontinuierlich mit Sonnenenergie versorgt, während die Umgebungstemperatur von etwa -270 °C eine effiziente Wärmeabfuhr ermöglicht. Dies macht den Orbit für den Betrieb von ASIC-Minern und GPUs, die auf der Erde komplexe Kühlsysteme benötigen, potenziell attraktiv.
Außerdem breiten sich Signale im Vakuum schneller aus als in Glasfaserkabeln, was theoretisch die Übertragung von Blöcken im Bitcoin-Netzwerk beschleunigen und die Wahrscheinlichkeit sogenannter "verwaister Blöcke" verringern könnte.
Dennoch steht die Entwicklung der Weltrauminfrastruktur vor großen Herausforderungen. Dazu gehören die hohen Kosten für den Start von Geräten in die Umlaufbahn, die Notwendigkeit, Elektronik vor kosmischer Strahlung zu schützen, und die Schwierigkeit, Satelliten zu reparieren und aufzurüsten. Jede Wartung solcher Systeme würde den Start neuer Einheiten oder robotische Serviceeinsätze erfordern.
Trotz der technologischen Herausforderungen erforschen bereits mehrere Unternehmen die Möglichkeiten der Datenverarbeitung im Orbit. Zu ihnen gehören die in den USA ansässigen Unternehmen Axiom Space, Starcloud und Lonestar Data Holdings, die den Weltraum als potenzielle Plattform für Cloud-Dienste, Datenspeicherung und Hochleistungscomputer betrachten.
Zur gleichen Zeit werden in China ähnliche Technologien erforscht. Mehrere chinesische Projekte untersuchen das Konzept von Space Solar Power + Orbital Computing, bei dem Satelliten gleichzeitig Solarenergie erzeugen, Berechnungen durchführen und die Ergebnisse zurück zur Erde übertragen.
Angesichts des rasanten Tempos von Chinas Raumfahrtprogramm schließen einige Analysten nicht aus, dass dort das erste voll funktionsfähige orbitale Datenzentrum entstehen könnte.
Ein weiterer Faktor, der die Entwicklung der orbitalen Datenverarbeitung beschleunigen könnte, ist der schnell wachsende Energieverbrauch der digitalen Wirtschaft. Forschungsunternehmen sagen voraus, dass sich die weltweite Nachfrage nach KI-Rechenleistung bis zum Ende des Jahrzehnts vervielfachen könnte, was zu einer erheblichen Belastung der Energieinfrastruktur führen würde.
In diesem Zusammenhang werden weltraumgestützte Rechenzentren als Teil der entstehenden Weltraumwirtschaft betrachtet, in der die orbitale Infrastruktur nicht nur für die Kommunikation und die Erdbeobachtung, sondern auch für die Datenverarbeitung, die Informationsspeicherung und die Unterstützung verteilter Netze, einschließlich Blockchain, genutzt wird.
Wie wir berichteten, arbeitet Starcloud mit RKLB zusammen, um NVDA H100s in die Umlaufbahn zu bringen