NYDIG: Bitcoin bewegt sich parallel zu Technologieaktien, bleibt aber strukturell unabhängig
Bitcoin bewegte sich letzte Woche fast synchron mit den Aktien von US-Softwareunternehmen. Dies löste Diskussionen darüber aus, dass die Kryptowährung eine Art Ersatzwert für den Technologiesektor werden könnte.
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Analysten des Finanzunternehmens NYDIG glauben jedoch, dass diese Erklärung zu einfach ist, wie Cointelegraph berichtet.
Laut Greg Cipolaro, Leiter der Forschungsabteilung des Unternehmens, deutet die visuelle Ähnlichkeit der Preisdiagramme nicht unbedingt auf eine strukturelle Beziehung zwischen den Vermögenswerten hin. Er merkte an, dass die derzeitige Dynamik wahrscheinlich eher das breitere makroökonomische Umfeld widerspiegelt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde BTC bei rund 67.000 US-Dollar gehandelt. Analysten sind der Ansicht, dass die übereinstimmenden Bewegungen weitgehend durch die Reaktion der Märkte auf gemeinsame Liquiditätsfaktoren erklärt werden können.
Korrelation mit makroökonomischen Bedingungen
Laut Cipolaro lässt sich der synchrone Anstieg von BTC und Technologieaktien dadurch erklären, dass beide zur Kategorie der liquiditätssensiblen Risikoaktiva gehören. Wenn mehr Kapital auf den Markt kommt, neigen die Anleger dazu, Mittel in solche Instrumente zu investieren.
Dies kann die Korrelation zwischen verschiedenen Anlageklassen vorübergehend verstärken. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine grundlegende Verbindung zwischen Kryptowährungen und Technologieunternehmen besteht. Der Analyst wies auch darauf hin, dass eine ähnliche Dynamik nicht nur bei Software-Aktien zu beobachten ist. In den letzten Monaten ist die Korrelation von BTC mit den Indizes S&P 500 und Nasdaq ebenfalls gestiegen.
Die meisten Bewegungen von BTC sind unabhängig vom Aktienmarkt
Trotz der stärkeren Korrelation ist der Großteil der Kursbewegungen von BTC unabhängig vom Aktienmarkt. Laut NYDIG-Statistiken lassen sich nur etwa 25 % der Preisdynamik von BTC durch seine Beziehung zu Aktien erklären. Die restlichen 75 % werden von Faktoren bestimmt, die nichts mit den traditionellen Märkten zu tun haben.
Dazu können Netzwerkmetriken, die Dynamik der Blockchain-Nutzung, regulatorische Entwicklungen oder die institutionelle Nachfrage gehören. Solche Faktoren prägen oft die langfristigen Trends von Kryptowährungen. Daher kann BTC nicht nur durch die Linse von Aktienindizes analysiert werden. Seine Marktstruktur und wirtschaftliche Dynamik bleiben einzigartig.
BTC verhält sich noch nicht wie "digitales Gold"
Der Analyst merkte auch an, dass viele Anleger bisher davon ausgingen, dass sich BTC wie ein sicherer Hafen verhält. Die aktuelle Marktdynamik lässt jedoch das Gegenteil vermuten. Händler verteilen ihr Kapital häufig entlang der Risikokurve und kaufen BTC zusammen mit anderen Risikoanlagen.
Dies erklärt, warum die Kryptowährung nicht immer in gleicher Weise wie Gold auf makroökonomische Ereignisse reagiert. Nichtsdestotrotz unterscheiden sich BTC durch die einzigartige Marktstruktur und die zunehmende Nutzung des Netzwerks weiterhin von traditionellen Vermögenswerten. Nach Ansicht von NYDIG kann die Kryptowährung dadurch ihre Rolle als Portfoliodiversifizierer beibehalten. Selbst in Zeiten vorübergehender Korrelationen bleibt ihre langfristige Dynamik weitgehend unabhängig.
Kürzlich schrieben wir, dass die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen bei 2,33 Billionen Dollar liegt und in den letzten 24 Stunden um 1,15 % gestiegen ist, während der Fear & Greed Index bei 20 liegt, was immer noch eine vorsichtige Anlegerstimmung widerspiegelt.
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