Mastercard baut seine Krypto-Strategie mit der Übernahme von BVNK für 1,8 Milliarden Dollar aus
Der Zahlungsriese Mastercard hat die Übernahme des Fintech-Unternehmens BVNK angekündigt, das sich auf Krypto-Infrastruktur spezialisiert hat. Der Deal könnte bis zu 1,8 Milliarden Dollar erreichen, einschließlich bis zu 300 Millionen Dollar an Earn-Out-Zahlungen.
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Die Transaktion soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, wie Bitcoin News berichtet.
Dieser Schritt ist Teil der Strategie von Mastercard, seine Präsenz im Bereich der digitalen Vermögenswerte auszubauen. Das Unternehmen hat diese Richtung bereits durch Initiativen wie das Crypto Partner Program entwickelt. Coinbase war zuvor auch an Gesprächen zur Übernahme von BVNK beteiligt. Der Deal signalisiert den zunehmenden Fokus von Mastercard auf die Integration von Blockchain in den Zahlungsverkehr.
Fokus auf Stablecoins und globale Überweisungen
Das primäre Ziel des Deals ist es, traditionelle Zahlungssysteme mit der Blockchain-Infrastruktur zu kombinieren. Mastercard plant, BVNK zu nutzen, um Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte in sein Netzwerk zu integrieren. Dies könnte grenzüberschreitende Überweisungen beschleunigen und deren Kosten senken.
Das Unternehmen stellt fest, dass der Markt für digitale Zahlungen im Jahr 2025 ein Volumen von 350 Milliarden US-Dollar erreicht. Das Wachstum wurde durch eine verbesserte Regulierung in verschiedenen Rechtsordnungen vorangetrieben. Die Integration von On-Chain-Zahlungen verbessert auch die Transaktionsgeschwindigkeit und die Programmierbarkeit. Mastercard hat sich zum Ziel gesetzt, ein universelles System für die Arbeit mit digitalen Währungen aufzubauen.
BVNK bietet Infrastruktur für globale Zahlungen
BVNK wurde 2021 gegründet und bietet Krypto-Zahlungslösungen für Unternehmen an. Seine Plattform unterstützt Operationen in mehr als 130 Ländern. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie Worldpay, Deel und Flywire. BVNK verarbeitet jährlich Milliarden von Dollar.
Die Technologie ermöglicht das Senden und Empfangen von Zahlungen über mehrere Blockchain-Netzwerke. Das Unternehmen verfolgt einen kettenunabhängigen Ansatz, das heißt, es ist nicht an ein einziges Ökosystem gebunden. Das macht es für internationale Operationen und Unternehmenskunden geeignet.
Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr verschärft sich
Die Übernahme spiegelt den wachsenden Wettbewerb im Bereich der digitalen Vermögenswerte wider. Traditionelle Finanzinstitute investieren aktiv in die Blockchain-Infrastruktur. Mastercard ist bereits in mehr als 200 Ländern tätig, und die Integration von BVNK wird seine Möglichkeiten erweitern.
Stablecoins entwickeln sich zu einem wichtigen Instrument für B2B-Zahlungen, grenzüberschreitende Überweisungen und das Liquiditätsmanagement. Vor diesem Hintergrund konkurrieren Unternehmen darum, sich eine Position in dem neuen Finanzökosystem zu sichern. Die Übernahme von BVNK stärkt die Position von Mastercard sowohl gegenüber traditionellen Zahlungsunternehmen als auch gegenüber Krypto-Native-Unternehmen.
Kürzlich schrieben wir, dass Coinbase und Mastercard in getrennten, fortgeschrittenen Verhandlungen über die Übernahme von BVNK stehen, einem in London ansässigen Stablecoin-Startup, das Insiderberichten zufolge zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden US-Dollar wert ist.
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