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Gegen die indische Kryptobörse CoinDCX wird wegen des Verdachts ermittelt, dass ihre Mitbegründer in einen Anlagebetrug verwickelt sein könnten. Der Fall hat inmitten eines landesweiten Anstiegs solcher Machenschaften schnell Aufmerksamkeit erregt.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe und führt die Situation auf Identitätsimitation und die Verwendung von gefälschten Websites zurück, über die Betrüger angeblich Gelder von Nutzern einsammelten, so die Economic Times.
Die Polizei in Thane leitete nach der Beschwerde eines Anlegers, der behauptete, rund 7,1 Millionen Rupien (ca. 75.000 $) verloren zu haben, eine Untersuchung ein. Laut der Beschwerde wurden die Gelder über eine Website investiert, die sich als CoinDCX-Plattform ausgab.
Im Rahmen des Falles wurden Sumit Gupta und Neeraj Khandelwal in Bengaluru festgenommen und einem Gericht in Thane vorgeführt, das sie bis Montag in Gewahrsam genommen hat. Das Unternehmen behauptet, dass die Polizeibeschwerde "falsch und als Teil einer Verschwörung eingereicht wurde".
CoinDCX betonte, dass die Angreifer sich als die Gründer ausgaben und Gelder auf Konten Dritter umleiteten. Das Unternehmen erklärte, dass es "voll und ganz mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden kooperiert" und das Bewusstsein der Nutzer für die Risiken stärkt.
Internen Daten zufolge wurden zwischen April 2024 und Januar 2026 mehr als 1.212 Websites identifiziert, die die Domain coindcx.com nachahmen, was das Ausmaß der Phishing-Bedrohungen für Krypto-Nutzer verdeutlicht.
Die Situation um CoinDCX ist Teil einer allgemeinen Zunahme der Finanzkriminalität in Indien. Nach Angaben des indischen Innenministeriums waren etwa 76 % aller finanziellen Verluste im Jahr 2025 mit Anlagebetrug verbunden.
Der Krypto-Sektor bleibt ein Hauptziel für solche Angriffe. Betrüger nutzen aktiv gefälschte Plattformen, Versprechen auf hohe Renditen und Social-Engineering-Taktiken, um Nutzer zu täuschen.
Gleichzeitig bestehen die systemischen Risiken im Web3 fort. Branchenschätzungen zufolge werden sich die weltweiten Verluste durch Hacks und Schwachstellen im Jahr 2025 auf etwa 3,95 Milliarden US-Dollar belaufen.
Neue Risiken für Nutzer und Plattformen
Der Fall CoinDCX zeigt, wie sich die Struktur der Risiken in der Kryptoindustrie entwickelt. Die Hauptbedrohung geht zunehmend nicht mehr von den Plattformen selbst, sondern von externen Angriffen aus - einschließlich gefälschter Websites, Schnittstellen und Konten.
Für die großen Akteure bedeutet dies, dass sie nicht nur in die Systemsicherheit, sondern auch in den Markenschutz investieren müssen. Die Unternehmen verstärken die Überwachung von Domains, implementieren Benutzerwarnungen und arbeiten enger mit den Aufsichtsbehörden zusammen.
CoinDCX ist eine der größten Krypto-Plattformen Indiens, die 2018 gegründet wurde. Nach einer Investition von Coinbase Ventures im Jahr 2025 erreichte die Bewertung des Unternehmens rund 2,45 Milliarden US-Dollar.
Für die Nutzer ist dies eine Erinnerung an grundlegende Sicherheitspraktiken. Selbst große Plattformen können nicht vor Betrug schützen, wenn Interaktionen über gefälschte Ressourcen erfolgen. Da solche Betrügereien zunehmen, wird Wachsamkeit zu einer wichtigen Verteidigungslinie.
Zuvor hatte CoinDCX auch sein Angebot für institutionelle Kunden erweitert, indem es einen verbesserten Over-the-Counter (OTC)-Schalter einführte. Der Service richtet sich an Händler mit hohem Handelsvolumen, die eine private Ausführung, persönlichen Support und bessere Preise wünschen, wobei der Schwerpunkt auf kontrollierten Preisen, nahtlosen Abwicklungen und sicheren Transaktionsprozessen liegt.