Morgan Stanley reicht Bitcoin-ETF-Antrag ein – inmitten globaler Marktturbulenzen

Morgan Stanley reicht Bitcoin-ETF-Antrag ein – inmitten globaler Marktturbulenzen
Bitcoin erhält institutionelle Unterstützung durch Morgan Stanley

Inmitten heftiger Marktturbulenzen hat Morgan Stanley einen Antrag auf einen Bitcoin-ETF gestellt. Dies geschieht zu einer Zeit, in der sich Rohöl der Sorte Brent der 120-Dollar-Marke nähert, Gold im Laufe der Woche um mehr als 12 % fällt und der S&P 500 seinen vierten wöchentlichen Rückgang in Folge verzeichnet.

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Für zusätzliche Spannungen sorgte Donald Trumps Ultimatum an den Iran. Trotz dieses Hintergrunds macht eine der größten Banken der Welt mit einem Vermögen von 5,5 Billionen Dollar einen strategischen Schritt in Richtung BTC. Dies ist nicht nur ein weiterer ETF, sondern ein Signal auf institutioneller Ebene. Morgan Stanley hat über 15.000 Finanzberater und direkten Zugang zu Großanlegern. Die Entscheidung der Bank verändert nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Struktur des Marktes. Die Frage ist nicht mehr, "wer BTC kaufen wird", sondern "wie viel und durch wen".

Hauptunterschied - starke Kapitalausschüttung

Formal ähnelt der MSBT-Antrag anderen ETFs, einschließlich des IBIT von BlackRock. Die Verwahrung wird von Coinbase und die Verwaltung von BNY Mellon übernommen. Der Hauptunterschied liegt jedoch im Geschäftsmodell von Morgan Stanley. Morgan Stanley ist eine Investmentbank, nicht nur ein Vermögensverwalter. Ihre Berater arbeiten direkt mit Pensionsfonds, Family Offices und Unternehmen zusammen.

Dieses Maß an Kapitalzugang schafft einen einzigartigen Vertriebskanal. Zum Vergleich: IBIT hat rund 70 Mrd. $ angezogen, allerdings durch institutionelle Verkäufe. Morgan Stanley ist näher an den tatsächlichen Entscheidungen zur Kapitalallokation dran. Dadurch hat Morgan Stanley potenziell einen größeren Einfluss auf den Markt. Aus diesem Grund wird dieser Schritt als die "größte Wette auf BTC" bezeichnet.

Die institutionelle Nachfrage ist bereits vorhanden

Die Einreichung fällt mit dem wachsenden Interesse von Institutionen an Kryptoanlagen zusammen. Laut einer Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon erwarten 74 % der Investoren ein Marktwachstum, und 73 % planen, ihre Investitionen innerhalb eines Jahres zu erhöhen. Inzwischen nutzen 83 % bereits Stablecoins oder ziehen sie in Betracht, und 63 % zeigen Interesse an tokenisierten Vermögenswerten.

Ein Schlüsselfaktor ist jedoch das Zugangsformat. Etwa 49 % der Anleger ziehen ETFs dem direkten Kauf von Kryptowährungen vor. Ausschlaggebend hierfür sind die Anforderungen an das Risikomanagement und die Liquidität. Die Nachfrage ist also bereits vorhanden, erfordert aber eine regulierte Hülle. ETFs werden zum Haupteinstiegsweg für institutionelle Anleger.

Bitcoin zeigt Widerstandsfähigkeit in der Krise

Vor dem Hintergrund des geopolitischen Drucks zeigt der BTC relative Stärke. Seit Ende Februar ist der Preis von 65.800 $ auf rund 71.000 $ gestiegen, was einem Plus von etwa 7,5 % entspricht. Dies geschieht in einer Zeit, in der die traditionellen Vermögenswerte rückläufig sind. Selbst nach einem Rückschlag auf 68.000 $ erholte sich der Markt schnell wieder. Wichtige Niveaus sind jetzt $72.000 als Erholungssignal und $67.000 als Unterstützung.

Im Falle einer Deeskalation ist eine Bewegung in Richtung 75.000 $ möglich. Sollten die Spannungen zunehmen, könnte der Druck steigen. Der Antrag von Morgan Stanley schafft jedoch einen neuen institutionellen "Boden". Eine Bank dieser Größenordnung baut keine Infrastruktur für kurzfristige Geschäfte auf. Es handelt sich um eine langfristige Kapitalumschichtung, die der Markt möglicherweise noch unterschätzt.

Kürzlich schrieben wir, dass BTC bei etwa 70.359 $ gehandelt wird und damit ein moderates tägliches Wachstum aufweist, aber immer noch etwa 5 % unter dem Niveau von vor einer Woche liegt, mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,40 Billionen $.

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