Bitcoin steht heute bei jungen britischen Anlegern an erster Stelle, was das Finanzwissen angeht
Eine Studie des Coinbase Institute hat ergeben, dass junge Menschen in Großbritannien mit Kryptowährungen besser vertraut sind als mit traditionellen Bankprodukten. Für viele von ihnen sind digitale Vermögenswerte zu einem Ausgangspunkt für das Verständnis von Geld, Risiko und finanziellen Möglichkeiten geworden.
Höhepunkte
- Britische Jugend ist mit Kryptowährungen vertrauter als mit traditionellen Finanzprodukten
- Bitcoin führt als bekanntestes Finanzprodukt unter jungen Briten
- Krypto-Politik beeinflusst zunehmend politisches Vertrauen und Wählerverhalten
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Bitcoin - das bekannteste Finanzprodukt
Laut einer vom Coinbase Institute und JL Partners durchgeführten Umfrage kennen nur 43 % der befragten Briten im Alter von 16 bis 25 Jahren individuelle Sparkonten (ISAs) für Investitionen in Aktien und Wertpapiere, während 20 % über den Help to Buy ISA Bescheid wissen. Allerdings sind 65 % der jungen Briten mit Bitcoin vertraut, womit es das bekannteste Finanzprodukt in dieser Gruppe ist.
Diese Ergebnisse spiegeln wider, was der Bericht als eine Verschiebung des Finanzwissens hin zu einer "Krypto-first, traditional finance second"-Mentalität beschreibt, die sich derzeit bei den jüngeren Generationen abzeichnet.
Die Umfrage ergab auch, dass etwa zwei Drittel der jungen Leute wollen, dass die Regierung Finanzwissen über Kryptowährungen vermittelt, während 43 % angaben, dass sie einer politischen Partei mehr vertrauen würden, wenn diese neue Technologien wie Kryptowährungen unterstützt. Diese Zahl steigt auf 58 % bei Reformwählern und 46 % bei Labour-Wählern.
Der politische Einfluss von Krypto wächst mit jungen Wählern
Der Coinbase-Bericht kommt kurz nach der Ankündigung des Vereinigten Königreichs, ein Moratorium für politische Spenden in Kryptowährung einzuführen. Dieser Schritt scheint im Widerspruch zu den Plänen der Regierung zu stehen, das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen, wodurch möglicherweise 1,3 Millionen neue Wähler hinzukommen.
Vor diesem Hintergrund erklärte Tom Duff Gordon, Vizepräsident für internationale Politik bei Coinbase , dass Kryptowährung zu einem Thema wird, das die politischen Parteien in ihre Agenda aufnehmen müssen. Die derzeitige Krypto-Politik und das vorgeschlagene Spendenverbot bergen jedoch das Risiko, "die negative Wahrnehmung von Krypto zu verstärken und einen angemesseneren Regulierungsansatz zu verzögern".
Gleichzeitig wies Gordon darauf hin, dass die britische Financial Conduct Authority(FCA) bereits ein Registrierungssystem für Kryptounternehmen betreibt, um die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CTF) sicherzustellen. Er schlug vor, politische Krypto-Spenden über FCA-registrierte Unternehmen unter denselben Einschränkungen und Zulassungsregeln zuzulassen, die auch für Bargeldspenden gelten.
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