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Die Quantenbedrohung für Bitcoin ist erneut in den Fokus gerückt, nachdem ein Google-Bericht potenzielle Risiken für die Kryptographie skizziert hat. Vor diesem Hintergrund warnen einige Analysten, dass sich die Bedenken weniger auf den führenden digitalen Vermögenswert selbst als vielmehr auf das Lightning Network beziehen könnten.
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Die Diskussion begann, nachdem Google am 30. März einen Bericht veröffentlichte, der die Quantenbedrohung für Bitcoin untersuchte. Der Bericht legt nahe, dass ein Quantencomputer theoretisch die Kryptographie des Netzwerks mit weniger Ressourcen als bisher angenommen knacken könnte.
Der Forschungsleiter von Grayscale, Zach Pandl, argumentiert jedoch, dass die wirkliche Herausforderung für Bitcoin nicht rein technischer Natur ist, sondern ob die Gemeinschaft einen Konsens darüber erzielen kann, wie sie darauf reagieren soll, so die offizielle Website des Unternehmens.
Laut Pandl scheint Bitcoin aufgrund seines UTXO-Modells, des Proof-of-Work-Konsenses, des Fehlens nativer Smart Contracts und der Tatsache, dass einige Adresstypen nicht den Quantenrisiken ausgesetzt sind, weniger anfällig für Quantenbedrohungen zu sein als viele andere Kryptowährungen. Gleichzeitig muss die Community entscheiden, was mit den etwa 1,7 Millionen BTC geschehen soll, die sich in älteren Adressen befinden, darunter etwa 1 Million BTC, die vermutlich Satoshi Nakamoto gehören. Zu den möglichen Optionen gehören die Verbrennung dieser Münzen, die Einschränkung ihrer Umlaufgeschwindigkeit oder das Unterlassen jeglicher Maßnahmen.
Gleichzeitig warnen einige Marktteilnehmer davor, die Bedrohung überzubewerten. Ihrer Ansicht nach sind Quantencomputer noch weit von einer praktischen Anwendung gegen Bitcoin entfernt, und das Netzwerk selbst wird sich wahrscheinlich schneller anpassen als das traditionelle Finanzsystem.
Ein anderer Blickwinkel auf das Problem
Während der Markt über die Schwere der Quantenbedrohung für Bitcoin debattiert, hebt der Kryptoanalyst und Taproot-Entwickler Udi Wertheimer ein anderes Problem hervor - die Verwundbarkeit des Lightning Network in einem Post-Quantum-Szenario. Ihm zufolge ist dieses Risiko unmittelbarer, da öffentliche Schlüssel im normalen Betrieb von Lightning von Natur aus exponiert sind.
Im Basis-Bitcoin-Netzwerk können die Nutzer das Risiko verringern, indem sie die Wiederverwendung von Adressen vermeiden und die frühzeitige Offenlegung öffentlicher Schlüssel begrenzen. Dieser Ansatz gilt jedoch nicht für Lightning, wo die Teilnehmer öffentliche Schlüssel teilen müssen, um Zahlungskanäle zu öffnen und aufrechtzuerhalten. Infolgedessen können diese Schlüssel für Dritte zugänglich sein und könnten in Zukunft möglicherweise ausgenutzt werden, wenn kryptografisch relevante Quantencomputer auftauchen.
Wertheimer argumentiert, dass solche Angriffe keine Echtzeit-Transaktionsüberwachung erfordern würden. Stattdessen könnten die Angreifer offline mit bereits verfügbaren öffentlichen Schlüsseldaten arbeiten. Seiner Ansicht nach kann dieses Problem nicht allein auf der Lightning-Ebene gelöst werden, was bedeutet, dass ein sinnvoller Schutz Änderungen auf der Ebene des grundlegenden Bitcoin-Protokolls erfordern würde.
Es ist erwähnenswert, dass das Lightning Network kürzlich eine Rekordüberweisung von 1 Million Dollar in weniger als einer halben Sekunde abgewickelt hat.