Deepfakes könnten 2026 zu den größten Krypto-Hacks führen
Laut Natalie Newson, leitende Blockchain-Forscherin bei CertiK, werden Cyberangriffe mit Echtzeit-Deefakes, Phishing, Kompromittierungen der Lieferkette und kettenübergreifende Infrastrukturschwachstellen wahrscheinlich hinter einigen der größten Krypto-Hacks im Jahr 2026 stecken.
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Wie Cointelegraph berichtet, hat die Kryptoindustrie seit Anfang 2026 bereits über 600 Millionen Dollar durch Hacks verloren. Ein Großteil davon steht im Zusammenhang mit zwei Diebstählen, die nordkoreanischen Hackern im April zugeschrieben werden. Dazu gehören der 293-Millionen-Dollar-Kelp-DAO-Angriff, der am Samstag aufgrund eines Single-Point-of-Trust-Fehlers in der LayerZero-Cross-Chain-Protokollinfrastruktur erfolgte, sowie der 280-Millionen-Dollar-Hack des Drift-Protokolls.
Ein weiterer Angriff, der ebenfalls mit der DVRK in Verbindung gebracht wurde, betraf den Einsatz von KI für Social Engineering. Am 15. April enthüllte die Krypto-Wallet Zerion, dass nordkoreanische Hacker in einer langfristigen Social-Engineering-Kampagne KI eingesetzt haben, um rund 100.000 Dollar aus den Hot Wallets des Unternehmens zu stehlen.
Newson zufolge wird der rasante Fortschritt der KI in mancher Hinsicht die Risiken für den Kryptomarkt nur noch erhöhen. Sie empfiehlt daher, Krypto-Vermögenswerte in Cold Wallets zu speichern und die Authentizität von URLs und Smart Contracts stets zu überprüfen.
KI als defensives Werkzeug
Gleichzeitig kann KI nicht nur für Angriffe, sondern auch für die Verteidigung eingesetzt werden. Newson wies darauf hin, dass zunehmend überzeugende Deepfakes, autonome Angriffsagenten und agentenbasierte KI entstehen, die in der Lage sind, selbstständig Schwachstellen in Smart Contracts zu erkennen, Exploit-Code zu schreiben und Angriffe mit Maschinengeschwindigkeit auszuführen.
Wie Newson betonte, kann KI jedoch auch zu einem der mächtigsten Werkzeuge für die Verteidigung werden. Der zunehmende Einsatz von KI hat zu einem sprunghaften Anstieg von Bug Bounty-Einsendungen geführt - sowohl gültigen als auch ungültigen. Berichten zufolge wird das Claude-Mythos-Modell von Anthropic, das angeblich in der Lage ist, Schwachstellen in großen Betriebssystemen zu erkennen, bereits von einer begrenzten Anzahl von Technologieunternehmen zur Verteidigung eingesetzt.
Wann Deepfakes aufkamen
Video-Depfakes wurden Ende der 2010er Jahre bekannt, als die ersten auf neuronalen Netzwerken basierenden Algorithmen auftauchten, die Gesichter in Videos realistisch austauschen konnten. Zunächst wurde die Technologie als Unterhaltungsmedium betrachtet, wobei Videos mit veränderten Gesichtern von Schauspielern oder Politikern im Internet weite Verbreitung fanden. In den frühen 2020er Jahren waren Deepfakes jedoch nicht mehr nur ein Experiment: Die Qualität der Generierung verbesserte sich, die Einstiegshürden sanken und die Tools wurden allgemein zugänglich. Dadurch wurde die Technologie allmählich von einer Neuheit zu einem Werkzeug, das in betrügerischen Machenschaften eingesetzt werden konnte.
Heute sind Deepfakes zu einer mächtigen Waffe für Cyberkriminelle geworden. Während Videoanrufe früher als zuverlässige Methode zur Identitätsüberprüfung galten, garantieren sie heute keine Sicherheit mehr. Das Gesicht, die Stimme und das Verhalten einer Person können jetzt überzeugend in Echtzeit nachgeahmt werden. Angreifer nutzen dies für Social-Engineering-Methoden, bei denen sie sich als Bekannte, Kollegen oder Führungskräfte ausgeben, um ihre Opfer dazu zu bringen, bösartige Software zu installieren oder Zugriff auf sensible Daten zu gewähren.
Es ist erwähnenswert, dass nordkoreanische Hacker im Jahr 2025 Kryptowährungen im Wert von mindestens 2 Milliarden Dollar gestohlen haben.
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