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Laut Ki Young Ju, Gründer und CEO des On-Chain-Analyseunternehmens CryptoQuant, deutet das aktuelle Preisverhalten von Bitcoin darauf hin, dass der Bullenzyklus vorbei sein könnte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
In seiner auf der X-Plattform veröffentlichten Analyse betont Ju, dass zwar immer noch Kapital in den Markt fließt, dieses aber nicht mehr denselben Einfluss auf den Preis hat - ein Indikator, der normalerweise den Beginn eines Abwärtstrends anzeigt. Seine Einschätzung basiert auf der Metrik Realized Cap, die das tatsächlich investierte Gesamtkapital auf der Grundlage von Blockchain-Transaktionen schätzt.
Im Gegensatz zur traditionellen Market Cap, die den Gesamtwert aller Coins auf der Grundlage des letzten Handelspreises widerspiegelt, wird die Realized Cap auf der Grundlage der durchschnittlichen Kostenbasis der in die Wallets eingehenden Mittel berechnet.
Ju warnt, dass die Market Cap irreführend sein kann, da sie nicht nur auf Kapitalzuflüsse, sondern auch auf die Handelsdynamik in den Orderbüchern der Börsen reagiert. Wenn der Verkaufsdruck gering ist, können selbst kleine Käufe die Preise deutlich in die Höhe treiben - so wie es bei MicroStrategy der Fall war, dessen Vermögenswert trotz relativ bescheidener Investitionen in die Höhe schoss.
Die Situation ändert sich dramatisch, wenn der Verkaufsdruck zunimmt. In solchen Fällen können selbst große Investitionen die Kurse nicht mehr bewegen. Ju führt das Beispiel des Versuchs von Bitcoin an, die 100.000 $-Marke zu durchbrechen - trotz massiver Handelsvolumina blieb der Preis unverändert, was auf eine überwältigende Verkaufsaktivität hindeutet. Derzeit wächst die realisierte Marktkapitalisierung weiter, was auf neue Kapitalzuflüsse hindeutet, aber die Marktkapitalisierung stagniert - ein klares Zeichen für ein Ungleichgewicht und nachlassende Dynamik.
Während einige Kritiker argumentieren, dass die realisierte Marktkapitalisierung nicht alle institutionellen Aktivitäten widerspiegelt, beharrt Ju darauf, dass die meisten großen Kapitalflüsse - einschließlich ETF-bezogener und verwahrter Wallet-Transaktionen - auf der Kette sichtbar sind. Seine Schlussfolgerung ist einfach: In einem Bullenmarkt können selbst kleine Zuflüsse die Preise in die Höhe treiben, aber in einem Bärenmarkt kann selbst erhebliches Kapital keine Dynamik erzeugen.
Historisch gesehen haben Marktumkehrungen unter solchen Bedingungen mindestens sechs Monate gedauert, was eine kurzfristige Erholung unwahrscheinlich macht. Im Moment stützen die Daten der Handelsketten einen vorsichtig bearishen Ausblick.
Gleichzeitig betrachten Analysten und Investoren in Zeiten eskalierender globaler Handelskonflikte den Bitcoin zunehmend als strategischen Vermögenswert in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, glaubt, dass Handelskriege die nationalen Währungen schwächen und die Voraussetzungen für eine Inflation schaffen - ein Szenario, in dem das begrenzte Angebot und die dezentrale Natur von Bitcoin besonders attraktiv werden.