BlackRock fordert mehr Flexibilität bei den Mindestreserveanforderungen für Stablecoins
BlackRock hat beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine ausführliche, 17-seitige Stellungnahme eingereicht, in der das Unternehmen die Aufsichtsbehörden dazu auffordert, die vorgeschlagene Obergrenze von 20 % für tokenisierte Vermögenswerte, die in Stablecoin-Reserven gehalten werden dürfen, aufzuheben. Der weltweit größte Vermögensverwalter argumentiert, dass diese Beschränkung unnötig sei und die Innovation in diesem Sektor bremsen könnte.
Höhepunkte
- BlackRock hat bei der OCC ein Schreiben eingereicht, in dem das Unternehmen die Aufhebung der Obergrenze von 20 % für tokenisierte Reserven fordert.
- Das Unternehmen argumentiert, dass das Risiko von der Qualität der Vermögenswerte abhängen sollte, nicht von der Tokenisierungstechnologie.
- Sein BUIDL-Fonds mit einem Vermögen von 2,6 Milliarden US-Dollar ist ein wichtiges Beispiel für tokenisierte Staatsanleihen, die in Stablecoin-Reserven verwendet werden.
- Der Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte beläuft sich derzeit auf 27,65 Milliarden US-Dollar und könnte bis 2030 16 Billionen US-Dollar erreichen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
BlackRocks Position zu den neuen Vorschriften
Die Stellungnahme erfolgte am letzten Tag einer 60-tägigen öffentlichen Konsultationsphase, die auf die Veröffentlichung des Regelungsentwurfs durch das OCC am 2. März 2026 folgte. Die vorgeschlagenen Vorschriften sind Teil des GENIUS Act, der im vergangenen Jahr von Präsident Trump unterzeichnet wurde, um einen bundesweiten Rahmen für Stablecoins zu schaffen.
BlackRock vertritt die Auffassung, dass das Risiko von Reservevermögen auf der Grundlage von Bonität, Liquidität und Laufzeit bewertet werden sollte – und nicht danach, ob sie in tokenisierter oder traditioneller Form gehalten werden. Das Unternehmen warnt davor, dass eine 20-Prozent-Obergrenze den Einsatz hochwertiger tokenisierter Instrumente unnötig einschränken würde, selbst wenn diese strenge Sicherheitsstandards erfüllen.
Fokus auf den BUIDL-Fonds und weitergehende Vorschläge
Im Mittelpunkt der Bedenken von BlackRock steht sein tokenisierter Treasury-Fonds BUIDL, der Vermögenswerte in Höhe von rund 2,6 Milliarden US-Dollar verwaltet und als Sicherheit für mehrere Stablecoins dient, darunter USDtb.
Das Unternehmen erklärt, die Obergrenze würde das Wachstum solcher Produkte trotz ihres soliden Risikoprofils behindern.Neben der Aufhebung der 20-Prozent-Beschränkung forderte BlackRock die Regulierungsbehörden auf, Treasury-orientierte ETFs als Reservevermögen zuzulassen und zweijährige US-Staatsanleihen mit variablem Zinssatz zu genehmigen.
Regulierung wird die Zukunft der Tokenisierung prägen
Das Eingreifen von BlackRock unterstreicht die wachsende Rolle traditioneller Finanzgiganten bei der Gestaltung von Regeln für Stablecoins und Blockchain-basierte Vermögenswerte. Die endgültige Entscheidung der OCC, die bis Januar 2027 erwartet wird, wird ein wichtiges Signal an die Branche senden.
Die Genehmigung größerer Flexibilität könnte die Integration der Tokenisierung in das Mainstream-Finanzwesen beschleunigen. Umgekehrt besteht bei strengen Beschränkungen die Gefahr, dass eines der vielversprechendsten Segmente des Marktes für digitale Vermögenswerte in einer entscheidenden frühen Phase gebremst wird.
Wir haben bereits zuvor darauf hingewiesen, dass BlackRock Fonds für Stablecoin-Emittenten im Rahmen des GENIUS Act anpasst.
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