Tether baut Kontrolle über Twenty One nach SoftBanks Ausstieg aus
Tether stärkt seine Kontrolle über Twenty One Capital zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt für börsennotierte Bitcoin-Treasury-Unternehmen an Schwung verliert. Das Unternehmen hat den Anteil der SoftBank Group an Twenty One erworben und erhält damit mehr Einfluss auf ein Unternehmen, das mit Strike und dem Bitcoin-Miner Elektron Energy fusioniert werden soll.
Höhepunkte
- Tether hat SoftBanks Anteil an Twenty One Capital übernommen, aber der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.
- SoftBank hielt etwa 26 % der öffentlich gehandelten Anteile von Twenty One, ein Anteil im Wert von rund 679 Millionen US-Dollar.
- Twenty One wurde von Tether, SoftBank und einer Tochtergesellschaft von Cantor Fitzgerald gegründet.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Tether stärkt Kontrolle
Tether gab bekannt, dass es SoftBanks Anteil an Twenty One Capital übernommen hat, einem börsennotierten Unternehmen, das Bitcoin-Reserven verwaltet. Die gezahlte Summe wurde nicht veröffentlicht. Laut Bloomberg hielt SoftBank etwa 26 % der öffentlich gehandelten Anteile von Twenty One im Wert von rund 679 Millionen US-Dollar, während Tether vor dem Kauf etwa 45 % des Unternehmens kontrollierte.
Tether teilte außerdem mit, dass nach Abschluss der Transaktion die Vertreter von SoftBank gemäß Aktionärsvereinbarung aus dem Vorstand von Twenty One ausgeschieden sind. Das stärkt Tethers Position als Mehrheitsaktionär und erleichtert die Umsetzung strategischer Entscheidungen im Unternehmen.
Vom Bitcoin-Treasury zur umfassenden Plattform
Der Deal erfolgte kurz nachdem Tether vorgeschlagen hatte, Twenty One mit Strike, einer Plattform für Bitcoin-Zahlungen und Finanzdienstleistungen, und anschließend mit Elektron Energy, einem großen Bitcoin-Mining-Betreiber, zu fusionieren. Ziel ist es, Bitcoin-Treasury-Geschäft, Mining, Finanzdienstleistungen, Kreditvergabe und Kapitalmärkte unter einem börsennotierten Unternehmen zu vereinen.
Tether beschreibt die geplante Struktur als Wandel von einem reinen Bitcoin-Exposure hin zu einem Unternehmen mit operativem Geschäft, wiederkehrenden Einnahmequellen und langfristiger Fähigkeit zur BTC-Akkumulation. Strike würde Verbraucher- und Finanzprodukte beisteuern, während Elektron Energy Mining-Infrastruktur einbringt. Laut Tether betreibt Elektron etwa 50 EH/s, was rund 5 % der aktuellen Bitcoin-Netzwerk-Hashrate entspricht.
Treasury-Unternehmen stehen vor Markttest
Twenty One wurde im vergangenen April von Tether, SoftBank und einer Tochtergesellschaft von Cantor Fitzgerald gegründet. Zum Start verwaltete das Unternehmen rund 42.000 BTC bzw. etwa 3,9 Milliarden US-Dollar. Damals waren börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Reserven bei Investoren beliebt, nach dem Vorbild von Michael Saylors Strategie. Doch nach dem Preisrückgang von Bitcoin fielen die Aktien vieler Treasury-Unternehmen noch stärker als der Vermögenswert selbst.
Für Tether wirkt der Kauf von SoftBanks Anteil wie ein Konsolidierungsschritt in einer schwachen Phase der Branche. Sollten die Fusionen mit Strike und Elektron zustande kommen, könnte Twenty One mehr als nur ein Bitcoin-Halter werden und sich zu einer umfassenden börsennotierten Bitcoin-Gruppe entwickeln. Der Deal zeigt aber auch das Risiko des Modells: Das Investoreninteresse an solchen Unternehmen bleibt stark an den BTC-Preis und die Bereitschaft des Marktes gebunden, einen Aufschlag für Unternehmens-Bitcoin-Reserven zu zahlen.
Zuvor berichteten wir, dass Tether das USDT-Angebot mit einem 2-Milliarden-Dollar-Mint auf Ethereum erhöht hat.
Neueste Twenty One Capital Nachrichten
- Forex
- Crypto