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Der US-Spot-Bitcoin-ETF-Markt verzeichnete einen der größten Einzelverkäufe seit Einführung der Fonds. Ein unbekannter Investor verkaufte Anteile am iShares Bitcoin Trust von BlackRock im Wert von 1,29 Milliarden US-Dollar, der unter dem Ticker IBIT gehandelt wird, in einer einzigen Dark-Pool-Transaktion.
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Der Handel fand laut Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy, am Dienstag um 10:30 Uhr New Yorker Zeit statt. Er bezeichnete es als die größte Transaktion dieser Art, die er je gesehen habe.
Laut CoinDesk ermöglicht ein Dark Pool großen Marktteilnehmern, umfangreiche Transaktionen außerhalb des öffentlichen Orderbuchs der Börse durchzuführen. Dieses Format verringert das Risiko eines unmittelbaren Drucks auf den Spotpreis, aber das Ausmaß der Transaktion sendet dennoch ein wichtiges Signal an den Markt.
Der Verkauf von IBIT-Anteilen bedeutet nicht zwangsläufig einen vollständigen Ausstieg aus dem Fonds. Eine Partei könnte ihre Position reduziert haben, während andere Käufer einen Großteil des Volumens aufgenommen haben. Die Gesamtdaten zeigen jedoch, dass der Druck auf ETFs bestehen bleibt.
Am Dienstag beliefen sich die gesamten Nettoabflüsse aus den 11 US-Spot-Bitcoin-ETFs auf etwa 334 Millionen US-Dollar. Es war der siebte Tag in Folge mit Nettoabflüssen, die zweitlängste Serie seit Einführung der Fonds im Januar 2024. In diesem Zeitraum zogen Anleger 1,88 Milliarden US-Dollar aus den ETFs ab.
Die längste Abflussserie dauerte acht Handelstage und trat zweimal auf: Ende August und Anfang September 2024 mit insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar sowie erneut im Februar 2025 mit insgesamt 3,3 Milliarden US-Dollar. Laut SoSoValue verzeichnete IBIT allein am Dienstag Netto-Rückgaben in Höhe von 192,44 Millionen US-Dollar.
Der Druck zeigt sich auch im Bitcoin-Kurs. Die größte Kryptowährung fiel unter 76.000 US-Dollar, nachdem sie am 6. Mai noch über 82.000 US-Dollar gestiegen war. In den vergangenen zwei Wochen wurden insgesamt 2,26 Milliarden US-Dollar aus US-Spot-Bitcoin-ETFs abgezogen, was Zweifel an der Beständigkeit der institutionellen Nachfrage aufkommen lässt.
Ein großer Dark-Pool-Trade bedeutet nicht automatisch einen Ausverkauf am Markt: Solche Transaktionen werden oft gezielt genutzt, um einen starken Preiseinfluss zu vermeiden. Doch sie fiel mit einer anhaltenden Abflussserie zusammen, was das Signal verstärkt.
Für Bitcoin besteht das Hauptrisiko derzeit nicht im einzelnen IBIT-Verkauf, sondern in einer Änderung der ETF-Flussrichtung. Sollten Anleger weiterhin Gelder aus den Fonds abziehen, könnte der Preisdruck anhalten – insbesondere nachdem BTC bereits einen Teil seiner Mai-Gewinne abgegeben hat.
Wir berichteten außerdem, dass Bank of America Bitcoin-, Ethereum-, XRP- und Solana-ETF-Positionen offenlegt.