Berufungsverfahren zwischen Ripple und der SEC wird für 60 Tage unterbrochen, um eine Einigung zu erzielen
Der U.S. Court of Appeals for the Second Circuit hat am 16. April einem gemeinsamen Antrag von Ripple Labs und der Wertpapieraufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) stattgegeben, ihre Berufung in der Durchsetzungsklage 2020 auszusetzen.
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Die Verfügung setzt den Rechtsstreit für 60 Tage aus, um beiden Seiten Zeit für Vergleichsgespräche zu geben. Die SEC muss bis zum 15. Juni einen Statusbericht vorlegen, und die endgültige Frist für die Wiederaufnahme des Berufungsverfahrens läuft bis Ende Oktober, berichtet Cointelegraph.
Fallgeschichte und Vergleichsgespräche
Ursprünglich im Dezember 2020 eingereicht, behauptete die SEC, dass der Verkauf von XRP-Tokens durch Ripple ein nicht registriertes Wertpapierangebot darstellt. Im August 2024 verurteilte ein Bundesrichter Ripple zur Zahlung von 125 Millionen US-Dollar, woraufhin beide Parteien gegenseitige Rechtsmittel einlegten. Ripple-CEO Brad Garlinghouse kündigte am 19. März an, dass die SEC ihre Berufung zurückziehen wolle, und Ripple stimmte zu, seine eigene Berufung zurückzuziehen, wodurch eine Rückerstattung von etwa 75 Millionen US-Dollar aus dem Urteil der unteren Instanz gesichert werden könnte. Trotz dieser Signale hielten ungelöste rechtliche Verwicklungen die Berufungen bis zur jüngsten Pause aufrecht.
Regulatorischer Wandel unter neuer Führung
Die Aussetzung des Berufungsverfahrens erfolgt inmitten einer umfassenderen Neuausrichtung der SEC nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler. Der amtierende Vorsitzende Mark Uyeda, der von der "Abteilung für Regierungseffizienz" der Trump-Administration unterstützt wird, hat mehrere aufsehenerregende Krypto-Durchsetzungsmaßnahmen zurückgeschraubt. Am 9. April wurde Paul Atkins, der als kryptofreundlich gilt, vom Senat als neuer SEC-Vorsitzender bestätigt. Aus den Finanzberichten geht hervor, dass Atkins Millionen von Vermögenswerten bei Kryptounternehmen wie Securitize und Pontoro hält, was Fragen zu potenziellen Konflikten aufwirft, während die Behörde ihren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte fertigstellt.
Während beide Seiten in Verhandlungen eintreten, werden die Marktteilnehmer genau auf eine Lösung achten, die einen Präzedenzfall für die künftige Durchsetzung von Kryptowährungen schaffen könnte. Angesichts der nachgebenden Haltung der SEC und der neuen Führung könnte das Ergebnis ein Signal dafür sein, wie aggressiv die Regulierungsbehörden die Märkte für digitale Vermögenswerte in Zukunft überwachen werden.
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