Goldman Sachs steigt in den Markt für tokenisierte Immobilien ein

Goldman Sachs steigt in den Markt für tokenisierte Immobilien ein
Die neue Blockchain-Initiative von Goldman Sachs

Goldman Sachs hat sich einer Gruppe von Finanz- und Krypto-Unternehmen angeschlossen, die einen tokenisierten Immobilienfonds aufgelegt haben. Dies ist ein weiteres institutionelles Projekt im Segment der Tokenisierung von Real-World Assets, das im Bereich der Immobilieninvestitionen zunehmend an Dynamik gewinnt.

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Laut CoinDesk arbeitet Goldman Sachs gemeinsam mit der Apex Group, Archax, Ownera und dem Immobilien-Investmentmanager LRC Group an einem Blockchain-nativen Fonds. Das Projekt umfasst die Tokenisierung von Eigentumsanteilen an Immobilienwerten.

Wie das neue Projekt funktioniert

Die Initiative kombiniert eine traditionelle Investmentfondsstruktur mit der Blockchain-basierten Ausgabe von Vermögenswerten. Dies ermöglicht es, Fondsanteile On-Chain darzustellen, während sie gleichzeitig innerhalb bestehender Governance-Regeln und regulatorischer Anforderungen verbleiben.

Die Fondsanteile werden über GS DAP ausgegeben, der Digital-Asset-Plattform von Goldman Sachs. Die LRC Group fungiert als Fondsmanager, während Archax für die Verwahrung regulierter digitaler Wertpapiere verantwortlich ist und der erste Vertriebspartner geworden ist. Ownera vernetzt Marktteilnehmer und Vertriebskanäle.

Innerhalb dieser Struktur erbringt die Apex Group über Fundrock LIS Dienstleistungen als Verwalter alternativer Investmentfonds. Apex Fund Services Luxembourg ist zudem für die Fondsadministration und Depotdienstleistungen für Vermögenswerte zuständig, die keine Finanzinstrumente sind.

Mathew McDermott, Global Head of Digital Assets bei Goldman Sachs, erklärte, dass die Ausgabe von Fondsanteilen über GS DAP präzisere Investitionen in Immobilien ermöglicht und die Grundlage für eine einfachere Übertragung solcher Vermögenswerte in der Zukunft schafft.

Warum Immobilien-Tokenisierung notwendig ist

Die Idee hinter solchen Projekten ist es, Immobilien von einem teuren und illiquiden Vermögenswert in eine Reihe digitaler Anteile umzuwandeln, die besessen und potenziell einfacher übertragen werden können als eine traditionelle Beteiligung an einem Fonds oder einer Immobilie. In diesem Fall kauft ein Anleger nicht eine ganze Wohnung oder ein Gebäude, sondern einen tokenisierten Teil eines Vermögenswerts – zum Beispiel einen Anteil an einem Fonds, der Immobilien besitzt. Aus diesem Grund sind an solchen Initiativen nicht nur Blockchain-Unternehmen beteiligt, sondern auch Banken, Vermögensverwalter, Verwahrer und Fondsadministratoren: Sie müssen die vertraute rechtliche Struktur beibehalten und gleichzeitig die Buchführung und den Umlauf der Anteile technologischer gestalten.

Die Erträge in diesem Modell basieren auf zwei Quellen. Die erste ist das Einkommen aus der Immobilie selbst, wie etwa Mietzahlungen oder die Ausschüttung von Fondsgewinnen an die Anteilseigner. Die zweite ist die potenzielle Wertsteigerung der Immobilie und der tokenisierten Anteile, wenn die Immobilie an Wert gewinnt oder eine Nachfrage nach diesen Anteilen auf dem Sekundärmarkt entsteht. Für Anleger stellt dies eine Möglichkeit dar, mit einer kleineren Anlagesumme in den Immobilienmarkt einzusteigen, während es für Finanzunternehmen eine Chance ist, einen traditionellen Vermögenswert in ein flexibleres digitales Format zu verpacken.

Zur Erinnerung: SpaceX hat Goldman Sachs als Konsortialführer für seinen Börsengang ausgewählt.

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