Tesla-Aktie fällt um 6 % aufgrund der Verzögerung der Markteinführung des kostengünstigen Elektroautos bis 2026 und der Lieferverzögerung
Am 22. April wird die Tesla-Aktie bei 227,50 $ gehandelt, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung nach einer Reihe von enttäuschenden Updates zu Fahrzeugauslieferungen, Produktzeitplänen und der Anlegerstimmung um über 6 % gefallen ist.
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Tesla (NASDAQ: TSLA) hat seit Jahresbeginn mehr als 44 % seines Marktwerts verloren und damit sowohl den breiten Markt als auch seine Konkurrenten im EV-Sektor hinter sich gelassen. Die Aktie erreichte am 21. April ein Intraday-Tief von 222,79 $ und steht weiterhin unter starkem Abwärtsdruck.
Aus technischer Sicht handelt Tesla deutlich unter seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 241,37 $, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt höher bei 276,50 $ liegt. Beide Niveaus liegen deutlich über dem aktuellen Kursverlauf, was den allgemeinen Abwärtstrend verstärkt. Der Relative Strength Index (RSI) von Tesla liegt derzeit bei 35 und damit nahe der überverkauften Schwelle von 30. Obwohl dies auf eine mögliche technische Erholung hindeutet, bleibt das vorherrschende Momentum negativ.
Dynamik des TSLA-Aktienkurses (Februar 2025 - April 2025). Quelle: TradingView.
Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 220 $ - dem jüngsten Schwungtief - und ein Durchbruch unter dieses Niveau könnte die Tür zu 200 $ öffnen, einer runden psychologischen Zahl und historisch relevanten Preiszone. Auf der Oberseite würde eine Erholung auf den Widerstand bei 241 $, dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, treffen, gefolgt von 260 $, einem ehemaligen Unterstützungsniveau, das sich im letzten Monat in einen Widerstand verwandelte. Insgesamt deutet die Chartstruktur auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hin, sofern keine neuen Katalysatoren auftauchen.
Produktionsausfälle, Verzögerungen bei der EV-Roadmap und Musks Ablenkungen
Der jüngste Ausverkauf wurde durch den Bericht von Tesla über die Fahrzeugproduktion und -auslieferung im ersten Quartal 2025 ausgelöst. Das Unternehmen lieferte in diesem Quartal 336.681 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 13 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Erwartungen der Wall Street deutlich verfehlt. In der Zwischenzeit produzierte Tesla 362.615 Fahrzeuge, was auf einen anhaltenden Bestandsaufbau hinweist, der die nachlassende Nachfrage in den wichtigsten globalen Märkten widerspiegelt.
Einer der kritischsten Rückschläge war die angekündigte Verzögerung des mit Spannung erwarteten kostengünstigen Elektrofahrzeugs von Tesla, das ursprünglich für Ende 2025 erwartet wurde. Mit dem neuen Zeitplan für die Markteinführung wird die Produktion auf 2026 verschoben. Analysten sind der Ansicht, dass dieses kostengünstige Modell für Tesla unerlässlich ist, um das Volumenwachstum aufrechtzuerhalten und seine Wettbewerbsposition angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Autohersteller und ältere OEMs zu behaupten.
Das Vertrauen der Anleger wurde auch durch die wachsende Besorgnis über die Ausrichtung von Elon Musk erschüttert. Nach Ansicht des Wedbush-Analysten Dan Ives entwickelt sich Musks zunehmendes Engagement in politischen Unternehmungen und im Department of Government Efficiency (DOGE) zu einer "Code-Red-Situation" für Tesla. Der Eindruck, dass Musks Aufmerksamkeit vom Kerngeschäft von Tesla abgelenkt wird, beginnt die Marke und ihre Glaubwürdigkeit bei der Ausführung schwer zu belasten.
Abwärts gerichtete Risiken, sofern keine positiven Katalysatoren auftauchen
Die kurzfristigen Aussichten für TSLA sind nach wie vor deutlich rückläufig. Da das technische Momentum nach unten zeigt und die Fundamentaldaten unter Druck stehen, dürfte die Aktie in naher Zukunft erneut die Unterstützungsmarke von 220 $ testen. Sollte dieses Niveau nachgeben, ist ein Rückgang in Richtung 200 $ wahrscheinlich, insbesondere wenn sich die Stimmung der Anleger nach dem anstehenden Gewinnbericht verschlechtert.
Auf der anderen Seite könnten jegliche Anzeichen für eine Trendwende - wie z.B. besser als erwartete Gewinne im ersten Quartal, Klarheit über den Zeitplan für kostengünstige Fahrzeuge oder eine Verlagerung des öffentlichen Fokus von Musk zurück auf Tesla - eine technische Erholung in Richtung $241 oder sogar $260 auslösen. Solange solche Katalysatoren jedoch nicht eintreten, spricht das Risiko-Ertrags-Profil für eine weitere Schwäche.
Tesla steht sowohl unter makroökonomischem als auch unter Wettbewerbsdruck, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in wichtigen Märkten wie den USA und China nachlässt. Wiederholte Preissenkungen mit dem Ziel, die Verkäufe anzukurbeln, lassen die Gewinnspannen schrumpfen und belasten die finanzielle Leistung des Unternehmens.
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