Chainalysis stärkt Südkoreas Kampf gegen nordkoreanische Hacker

Chainalysis stärkt Südkoreas Kampf gegen nordkoreanische Hacker
Chainalysis wird den Kampf gegen Hacker intensivieren.

Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis verstärkt seine Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Nationalpolizei. Die Initiative zielt darauf ab, Kryptokriminalität zu bekämpfen, einschließlich Angriffen mit Verbindungen zu Nordkorea.

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Chainalysis gab auf seiner Website bekannt, eine Absichtserklärung (MOU) mit der Korean National Police Agency (KNPA) unterzeichnet zu haben. Die Vereinbarung soll die Ermittlungskapazitäten der südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden im Bereich digitaler Vermögenswerte stärken.

Das Hauptproblem

Chainalysis merkte an, dass einer der Gründe für die Unterzeichnung der Vereinbarung die Notwendigkeit sei, Krypto-Angriffen mit Bezug zu Nordkorea effektiver entgegenzutreten. Die südkoreanische Polizei stehe „an vorderster Front“ im Kampf gegen diese Bedrohungen.

Im April überstieg das Volumen der gestohlenen Krypto-Assets mit Verbindungen zu Nordkorea 578 Millionen US-Dollar. Ein erheblicher Teil dieser Summe stammte aus Angriffen auf Kelp DAO und Drift Protocol. Laut CrowdStrike waren mit Nordkorea verbundene Hacker im Jahr 2025 für Krypto-Verluste in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar verantwortlich, was einem Anstieg von 51 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Rahmen der Vereinbarung erhält die KNPA Zugang zu personalisierten Schulungsmaterialien von Chainalysis, professionellen Zertifizierungsprogrammen und praktischen Trainingseinheiten.

Das Unternehmen unterstützt südkoreanische Ermittler bereits seit mehreren Jahren. Im September zerschlug die Polizei in Seoul eine internationale Hackergruppe, die rund 30 Millionen US-Dollar gestohlen hatte. Die Ermittlungen begannen in Südkorea, doch die Ermittler konnten die Verdächtigen später bis nach Thailand zurückverfolgen.

Das Memorandum wurde wenige Wochen nach dem Start einer speziellen behördenübergreifenden Task Force der südkoreanischen Polizei zur Bekämpfung von Geldwäsche durch Kryptowährungen unterzeichnet. Sie trägt den Namen Money Laundering Eradication Task Force und untersteht der Abteilung für Wirtschaftskriminalität.

Wie nordkoreanische Hacker operieren

Nordkoreanische Hacker greifen in der Regel nicht die Blockchain selbst an, sondern die Menschen und Unternehmen in ihrem Umfeld. Sie erstellen gefälschte Stellenangebote, geben sich als Recruiter, Investoren oder Entwickler aus, versenden bösartige Dateien, die als Testaufgaben getarnt sind, und versuchen, Zugriff auf Wallets, private Schlüssel sowie die internen Systeme von Börsen und DeFi-Projekten zu erlangen. In einigen Fällen treten Angreifer Krypto-Unternehmen als Remote-IT-Spezialisten bei, nutzen gefälschte Dokumente und arbeiten über Vermittler, um von innen heraus Zugriff auf die Infrastruktur zu erhalten.

Auch KI-Tools spielen zunehmend eine Rolle. Forschern zufolge nutzen mit Nordkorea verbundene Gruppen KI-generierte Fotos, Fake-Profile und Deepfakes, um Vorstellungsgespräche zu bestehen oder mit Opfern zu kommunizieren. KI hilft ihnen dabei, überzeugende Lebensläufe, E-Mails, Websites und Angreifer-Personas schneller zu erstellen. Nach einem Hack werden die Gelder meist über eine Kette von Wallets, Bridges, Mixern und Börsen bewegt, um die Herkunft der gestohlenen Kryptowährung zu verschleiern.

Zur Erinnerung: Chainalysis hat neue Tools zur Code-Untersuchung eingeführt.

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