SoftBank-Aktien fallen um 8 %, da Gespräche über OpenAI-besicherten Kredit stocken

SoftBank-Aktien fallen um 8 %, da Gespräche über OpenAI-besicherten Kredit stocken
SoftBank-Gespräche über OpenAI-Kredit stocken

SoftBanks Bemühungen, mindestens 6 Milliarden Dollar durch einen Margin-Kredit zu beschaffen, der durch seine OpenAI-Beteiligung besichert ist, sind ins Stocken geraten, was den Druck auf Masayoshi Sons risikoreiche KI-Strategie erhöht. Die Unterbrechung erfolgt Wochen, nachdem der japanische Mischkonzern das Kreditziel von 10 Milliarden Dollar gesenkt hatte, und ließ die SoftBank-Aktien am Mittwoch um mehr als 8 % einbrechen.

Höhepunkte

  • SoftBanks Gespräche über einen mit 6 Milliarden Dollar durch OpenAI besicherten Margin-Kredit sind ins Stocken geraten.
  • Das Kreditziel war nach Vorsicht der Kreditgeber bereits von 10 Milliarden Dollar gesenkt worden.
  • Die SoftBank-Aktien fielen am Mittwoch nach dem Bericht um mehr als 8 %.

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SoftBank prüft weiterhin verschiedene Finanzierungsoptionen und könnte später zum Margin-Kredit zurückkehren, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen hatte sich Unterstützung in Höhe von etwa 5 Milliarden Dollar gesichert, bevor die Gespräche ins Stocken gerieten, wobei unklar blieb, ob es sich dabei um formelle oder vorläufige Zusagen handelte.

OpenAI-Beteiligung erweist sich als schwierig für Beleihung

Der Kredit sollte SoftBank Liquidität verschaffen, ohne das Unternehmen zum Verkauf von Teilen seiner OpenAI-Anteile zu zwingen. Ein Margin-Kredit ermöglicht es einem Kreditnehmer, Geld gegen einen Vermögenswert aufzunehmen, aber OpenAI ist nach wie vor privat, was es für Kreditgeber schwieriger macht, sich auf eine verlässliche Bewertung zu einigen.

Einige Gläubiger waren bereits vorsichtig bei der Kreditvergabe gegen Anteile an einem nicht börsennotierten KI-Unternehmen, insbesondere nachdem SoftBank das ursprüngliche Ziel um 40 % von 10 Milliarden auf 6 Milliarden Dollar gesenkt hatte. Die geplante Finanzierung sah vielversprechender aus, nachdem OpenAI Schritte in Richtung eines Börsengangs unternommen hatte. OpenAI gab am Montag bekannt, dass es vertraulich einen Börsengang in den USA beantragt hat und mit Goldman Sachs und Morgan Stanley an einer möglichen Notierung bereits in diesem Herbst arbeitet.

Dennoch hat der IPO-Antrag die kurzfristige Finanzierungsfrage nicht gelöst. SoftBanks Engagement bei OpenAI ist zu einer der entscheidenden Wetten von Sons jüngster KI-Offensive geworden, hat aber auch die Prüfung verschärft, wie die Gruppe diese Ambitionen zu finanzieren gedenkt.

Schuldenfrist überschattet KI-Expansion

Der ins Stocken geratene Kredit ist von Bedeutung, da SoftBank bereits einen großen Rückzahlungsbedarf vor sich hat. Im März unterzeichnete das Unternehmen eine Brückenfinanzierung in Höhe von 40 Milliarden Dollar, die primär an Folgeinvestitionen in OpenAI gebunden ist, einschließlich einer Investitionszusage von 30 Milliarden Dollar. Diese Kredite müssen laut SoftBanks eigener Mitteilung im März 2027 zurückgezahlt werden.

SoftBank hat erklärt, dass es erwartet, die Brückenfinanzierung durch bestehende Vermögenswerte und andere Finanzierungsmaßnahmen zurückzuzahlen. Diese Optionen könnten den Verkauf von Vermögenswerten, die Ausgabe von Anleihen oder die Beleihung börsennotierter Beteiligungen wie Arm und Intel umfassen. Beide Aktien sind in diesem Jahr stark gestiegen, da die KI-Begeisterung Chip- und Infrastrukturwerte beflügelte, was SoftBank mehr Flexibilität gibt als während früherer Marktabschwünge.

Die Kosten einer größeren KI-Bilanz

SoftBank hat immer noch mehrere Möglichkeiten, Barmittel zu beschaffen, und seine Aktie liegt für das Jahr trotz des Rückgangs am Mittwoch weiterhin deutlich im Plus. Doch der Rückschlag zeigt, dass die Finanzierung des KI-Booms komplizierter wird. 

Sons OpenAI-Wette könnte sich letztlich auszahlen, wenn das Unternehmen erfolgreich an die Börse geht, doch bis dahin muss SoftBank die Lücke zwischen dem Optimismus des Privatmarktes und der strengeren Kalkulation der Kreditmärkte schließen.

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