IREN tritt mit Nostrum-Übernahme in den europäischen Markt ein

IREN tritt mit Nostrum-Übernahme in den europäischen Markt ein
IREN bereitet Expansion in Europa vor

Der Bitcoin-Miner IREN hat den spanischen Rechenzentrumsentwickler Nostrum Group übernommen. Der Deal markiert den Eintritt des Unternehmens in den europäischen Markt und ist Teil seiner Strategie zum Ausbau der KI-Cloud-Infrastruktur.

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Laut der Pressemitteilung von IREN erweitert die Übernahme die gesicherte, netzgebundene Stromkapazität in Spanien um etwa 490 MW. Zusammen mit diesen Vermögenswerten übernahm IREN auch eine Projektentwicklungspipeline und mehr als 50 Mitarbeiter in den Bereichen Engineering, Bau, Entwicklung und Betrieb.

Nach dem Deal wuchs das globale Stromportfolio von IREN auf etwa 5 GW an. Die spanische Kapazität macht rund 10 % dieser Gesamtsumme aus.

Warum IREN Spanien gewählt hat

IREN-Mitbegründer und Co-CEO Daniel Roberts sagte, Spanien kombiniere den Zugang zu erneuerbaren Energien mit einer starken Glasfaseranbindung. Ihm zufolge bietet dies dem Unternehmen eine Basis, um die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur in Europa zu bedienen.

„Europa ist einer der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für KI-Infrastruktur, und Spanien ist einer der attraktivsten Einstiegspunkte“, so Roberts.

Die Übernahme der Nostrum Group ist Teil der Neuausrichtung von IREN hin zu KI-Cloud-Diensten. Dieses Geschäft kann besser vorhersehbare, vertragsbasierte Einnahmen generieren, während das Bitcoin-Mining aufgrund steigender Netzwerkschwierigkeit und BTC-Preisvolatilität immer anspruchsvoller wird.

Der Deal passt auch in einen breiteren Trend unter Bitcoin-Minern, die KI-Infrastruktur in Europa aufbauen. HIVE Digital baut einen Teil seiner Anlage in Schweden für KI-Computing um, während Bitdeer KI-Rechenzentrumskapazitäten in Norwegen entwickelt.

Warum Miner auf KI setzen

Für Bitcoin-Miner ist die KI-Infrastruktur zu einem Weg geworden, die Abhängigkeit von BTC-Preisen und der Netzwerkschwierigkeit zu verringern. Beim Mining bewegen sich die Einnahmen mit dem Markt: Wenn Bitcoin fällt und der Wettbewerb um Blöcke zunimmt, geraten die Margen unter Druck. KI-Cloud-Dienste funktionieren anders: Unternehmen können Rechenkapazitäten im Rahmen von Verträgen vermieten und einen besser vorhersehbaren Cashflow generieren.

Miner verfügen bereits über viele der für Rechenzentren benötigten Ressourcen: Zugang zu Elektrizität, Standorte, Kühlsysteme und Erfahrung in der Verwaltung groß angelegter Recheninfrastruktur. Aus diesem Grund verlagern einige Unternehmen Kapazitäten vom Mining zum KI-Computing oder bauen neue Anlagen für diese Nachfrage. IREN, HIVE Digital und Bitdeer nutzen dieses Modell in Europa.

Zur Erinnerung: IREN hat einen 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Microsoft unterzeichnet.

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