VARA weist Krypto-Firmen in Dubai an, AML-Prüfungen zu verstärken

VARA weist Krypto-Firmen in Dubai an, AML-Prüfungen zu verstärken
VARA legt AML-Messlatte für Krypto-Firmen in Dubai höher

​Dubais Krypto-Regulierungsbehörde verschärft die Anforderungen zur Geldwäschebekämpfung für lizenzierte virtuelle Asset-Firmen und drängt sie dazu, Risikoprüfungen angesichts sich ändernder globaler Sanktionen und FATF-Watchlists aktuell zu halten. Dieser Schritt signalisiert einen Übergang vom Lizenzwachstum hin zu einer engeren Aufsicht in einem der weltweit geschäftigsten Krypto-Hubs.

Höhepunkte

  • VARA fordert Live-Daten-gestützte AML-Risikobewertungen.
  • FATF-Hochrisiko-Jurisdiktionen müssen schnell nachverfolgt werden.
  • Vorstände und Senior Manager stehen vor höheren Aufsichtserwartungen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

VARA geht über statische Compliance hinaus

Dubais Virtual Assets Regulatory Authority hat neue Leitlinien zur AML/CFT-Geschäftsrisikobewertung veröffentlicht, die klarere Erwartungen darüber formulieren, wie Virtual Asset Service Provider (VASPs) Finanzkriminalitätsrisiken bewerten sollten. VARAs offizielle News-Seite listet die Leitlinien zusammen mit jüngsten Bekanntmachungen zur Finanzierung der Proliferation, Travel-Rule-Anforderungen und verstärkten Maßnahmen für Hochrisiko-Jurisdiktionen auf.

Die Leitlinien verlangen von Unternehmen, Hochrisiko- und unter verstärkter Beobachtung stehende Jurisdiktionen der FATF in ihre Compliance-Arbeit einzubeziehen und Bewertungen bei Risikoänderungen zu aktualisieren. Dies umfasst Verschiebungen bei Kundenprofilen, Transaktionstypen, Produkten, Vertriebskanälen und geografischer Exposition.

Der praktische Effekt ist erheblich. Unternehmen können sich nicht mehr auf ein festes Compliance-Handbuch verlassen, das für die Lizenzierung erstellt wurde. Risikobewertungen müssen mindestens alle drei Monate überprüft und nach wesentlichen geschäftlichen Änderungen, neuen Produkten, Sanktionsaktualisierungen, Prüfungsergebnissen oder aufsichtsrechtlichen Mitteilungen früher aktualisiert werden.

Vorstände teilen nun das Risiko

VARA überträgt zudem mehr Verantwortung auf das Senior Management, Vorstände und Compliance-Beauftragte. Der Regulator erwartet von der Führungsebene, dass sie das Restrisiko-Rating eines Unternehmens versteht, die dahinterstehende Methodik hinterfragt und die Ergebnisse mit den täglichen Kontrollen verknüpft.

Das Regelwerk verlangt von VASPs bereits die Aufrechterhaltung effektiver AML/CFT-Systeme, einschließlich Distributed-Ledger-Analysen und anderer Tools zur Überwachung und Überprüfung von Transaktionen. VARA erklärt zudem, dass Firmen die Stärken und Schwächen dieser Tools dokumentieren sollten, da sich Wallet-Daten und Blockchain-Transaktionsmuster schnell ändern.

Die neuen Leitlinien weiten den Fokus über die traditionelle Geldwäsche hinaus aus. Von Firmen wird erwartet, dass sie zwischen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsrisiken unterscheiden. Sie müssen auch Risiken im Zusammenhang mit KI und maschinellem Lernen, anonymitätssteigernden Transaktionen, Unhosted Wallets, DeFi-Aktivitäten, Stablecoins und grenzüberschreitenden Überweisungen berücksichtigen.

Dubais Krypto-Hub erhält ein strengeres Regelwerk

Die Aktualisierung ist von Bedeutung, da Dubai zu einem wichtigen Standort für Börsen, Verwahrer und andere virtuelle Asset-Firmen geworden ist, die regulierten Marktzugang suchen. VARA ist der primäre Regulator für virtuelle Assets in Dubai (ausgenommen das Dubai International Financial Centre), und sein Regelwerk setzt den Betriebsstandard für im Emirat lizenzierte Firmen.

Der Druck ist zudem global. Die FATF hat gewarnt, dass die Umsetzung von Standards für virtuelle Assets ungleichmäßig bleibt, wobei 75 % der bewerteten Jurisdiktionen deren Anforderungen nur teilweise oder gar nicht erfüllen.

Für Unternehmen ist die Botschaft direkt: Eine Dubai-Lizenz ist nun mit schwereren Betriebspflichten verbunden. Einfaches Screening, generische Risikobewertungen und veraltete Richtlinien werden nicht ausreichen. Unternehmen benötigen Realdaten, Wallet-Analysen, Sanktionsüberwachung, eine stärkere Governance und den Nachweis, dass Risikoerkenntnisse die tatsächlichen Kontrollen verändern. 

Zuvor berichteten wir, dass VARA-Regeln den Krypto-Derivatemarkt in Dubai neu gestalten.

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