Zama, Morpho und Steakhouse bringen vertrauliche USDC-Rendite auf Ethereum

Zama, Morpho und Steakhouse bringen vertrauliche USDC-Rendite auf Ethereum
Vertrauliche USDC-Rendite kommt zu Ethereum DeFi

Zama, Morpho und Steakhouse Financial führen einen DeFi-Vault ein, der es Inhabern von verschlüsseltem USDC ermöglichen soll, Renditen auf Ethereum zu erzielen, ohne ihre Guthaben oder Transaktionsgrößen öffentlich zu machen. Das Produkt markiert einen neuen Test für privatsphärenschonende Finanzen in einer Zeit, in der Institutionen die Vorteile von Onchain-Märkten gegen die Risiken der Offenlegung von Handels- und Treasury-Aktivitäten abwägen.

Höhepunkte

  • Zama, Morpho und Steakhouse führen einen vertraulichen USDC-Yield-Vault auf Ethereum ein.
  • Einzahlungen für den Steakhouse Confidential USDC Prime Vault werden voraussichtlich am 23. Juni geöffnet.
  • Zamas cUSDC nutzt Fully Homomorphic Encryption, um Guthaben und Transfers abzuschirmen.
  • Das Produkt richtet sich an Institutionen, die DeFi-Renditen erzielen wollen, ohne Onchain-Strategien offenzulegen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ein privater Weg zur USDC-Rendite

Laut The Block wird der Steakhouse Confidential USDC Prime Vault es Inhabern von Zamas cUSDC – einer verschlüsselten Version des USDC-Stablecoins von Circle – ermöglichen, in den bestehenden Steakhouse USDC Prime Vault von Morpho einzuzahlen. Die Einzahlungen sollen am 23. Juni über die Zama-App geöffnet werden.

Die Struktur soll die Hauptmerkmale öffentlicher Blockchains wie Auditierbarkeit und Compliance-Prüfung beibehalten, während Nutzerguthaben, Transferbeträge und Strategiedetails vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Das System von Zama nutzt Fully Homomorphic Encryption (FHE), eine Form der Kryptografie, die Berechnungen auf verschlüsselten Daten ermöglicht, um Standard-USDC direkt auf Ethereum umzuwandeln, ohne eine Bridge zu einer anderen Blockchain zu benötigen.

Sobald USDC als cUSDC abgeschirmt ist, können Nutzer es Morpho-Vaults zuweisen und weiterhin auf die Kreditinfrastruktur und das Kapitaleffizienzmodell von Morpho zugreifen. Der USDC Prime Vault von Steakhouse ist eines der älteren Morpho-Produkte und ist als liquide, risikobewusste Stablecoin-Strategie positioniert.

Institutionelles DeFi sucht eine Privatsphäre-Ebene

Die Einführung adressiert eine der deutlichsten Barrieren für die institutionelle Nutzung von DeFi: die öffentliche Sichtbarkeit. Onchain-Finanzen bieten eine schnelle Abwicklung und eine transparente Marktinfrastruktur, legen aber auch Positionen, Transfers und das Timing von Strategien gegenüber Wettbewerbern, Analysefirmen und potenziellen Front-Runnern offen.

Für Asset Manager, Unternehmensschatzämter und Handelsfirmen kann diese Sichtbarkeit abschreckend wirken. Vertrauliche Vaults könnten einen Mittelweg bieten, der es Institutionen ermöglicht, DeFi-Schienen zu nutzen und gleichzeitig sensible operative Daten privat zu halten.

Die Integration folgt zudem auf eine Phase reger Aktivität bei den drei Unternehmen. Morpho schloss diesen Monat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 175 Millionen US-Dollar ab, die von Paradigm, a16z crypto und Ribbit Capital angeführt wurde, wobei auch Apollo Funds, Circle Ventures und VanEck teilnahmen. Die Runde bewertete das Protokoll mit rund 2 Milliarden US-Dollar.

Zama hat zudem seinen Vorstoß in die institutionelle Infrastruktur ausgeweitet. Das Unternehmen übernahm im vergangenen Monat TokenOps, um verschlüsselte Token-Distributionen zu unterstützen, und ging im März eine Partnerschaft mit dem von der Apex Group unterstützten T-REX Network ein, um seine Verschlüsselungsebene auf tokenisierte Real-World Assets unter Verwendung des ERC-3.643-Standards anzuwenden.

Privatsphäre trifft auf Compliance-Druck

Das Produkt erscheint kurz nach einem juristischen Vorfall, der sowohl das Versprechen als auch die Grenzen vertraulicher Stablecoins aufzeigte. Ein Bundesrichter wies Circle im vergangenen Monat an, den cUSDC-Vertrag von Zama auf die schwarze Liste zu setzen, nachdem etwa 12,6 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit um Overnight Finance dorthin geflossen waren, wodurch Gelder innerhalb des Vertrags eingefroren wurden.

Dieser Fall unterstrich ein zentrales Spannungsfeld für vertrauliches DeFi. Privatsphäre-Tools können Nutzer vor Marktüberwachung schützen, aber Stablecoin-Wrapper operieren weiterhin innerhalb von Rechts- und Compliance-Systemen. Für den neuen Vault ist die kommerzielle Frage, ob Institutionen dieses Gleichgewicht eher als Stärke denn als Schwäche sehen: privat genug, um Strategien zu schützen, aber auditierbar genug, um Gegenparteien, Emittenten und Regulierungsbehörden zufriedenzustellen.

Wir berichteten auch, dass die Ethereum Foundation eine umfassende Privatsphäre-Roadmap mit einer neuen PSE-Mission vorstellt.

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