Traders Union-Studie: 41 % der Anleger nutzen Stablecoins zum Schutz vor Inflation
Traders Union hat eine neue Studie darüber veröffentlicht, wie Anleger Stablecoins über den Krypto-Handel hinaus nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Assets zunehmend zu einem Instrument für Ersparnisse, Zahlungen und internationale Überweisungen werden.
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Wie Anleger Stablecoins nutzen
Laut der Studie „Stablecoins: Digital Dollars or the Future of Money?“ werden Stablecoins zunehmend nicht nur als Werkzeug für den Kryptowährungshandel, sondern auch als digitales Äquivalent zum Dollar angesehen. 41 % der Befragten gaben an, Stablecoins primär zu nutzen, um ihre Ersparnisse vor Inflation zu schützen. Weitere 34 % nutzen sie hauptsächlich für den Krypto-Handel und das Portfoliomanagement.
Die Untersuchung zeigt, dass sich die Rolle von Stablecoins erheblich ausgeweitet hat. Ursprünglich wurden sie verwendet, um Gelder schnell zwischen Krypto-Börsen zu transferieren, ohne sie in Fiat-Währungen umrechnen zu müssen. Heute betrachten Anleger sie jedoch zunehmend als Instrument zur Erhaltung der Kaufkraft, für internationale Überweisungen, Online-Zahlungen und DeFi-Aktivitäten.
Die Autoren der Studie heben separat das Wachstum der Nutzung im Zahlungsverkehr hervor. 66 % der Umfrageteilnehmer gaben an, Stablecoins bereits für Zahlungen oder internationale Überweisungen zu nutzen. Davon tun dies 29 % häufig, während 37 % sie gelegentlich nutzen.
Warum Anleger Stablecoins vertrauen
Laut Traders Union nähert sich das Vertrauen in Stablecoins allmählich dem Vertrauen in traditionelle Banken an. 38 % der Befragten gaben an, Stablecoins mehr zu vertrauen als Banken, wenn es darum geht, einen Teil ihrer Ersparnisse zu halten. Weitere 33 % sagten, ihr Vertrauen hänge vom Emittenten und der Transparenz der Reserven ab.
Gleichzeitig bleiben zentralisierte Börsen der Hauptort für die Verwahrung solcher Assets. 46 % der Nutzer halten den Großteil ihrer Stablecoins auf zentralisierten Handelsplattformen. Weitere 24 % nutzen mobile Non-Custodial Wallets, 18 % verwenden Hardware-Wallets und 8 % lagern Gelder in DeFi-Protokollen.
Anleger sehen die Regulierung als das Hauptrisiko für eine breitere Akzeptanz von Stablecoins. 36 % der Umfrageteilnehmer nannten künftige staatliche Maßnahmen als ihre größte Sorge. Der Verlust der Bindung an die zugrunde liegende Währung wurde von 29 % angeführt, während die Insolvenz des Emittenten oder unzureichende Reserve-Risiken von 25 % genannt wurden.
Werden Stablecoins zu einem Mainstream-Finanzinstrument?
Die meisten Umfrageteilnehmer erwarten, dass Stablecoins sich weiter über den Krypto-Markt hinaus entwickeln werden. 54 % der Befragten glauben, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einem weit verbreiteten Finanzinstrument werden. Weitere 31 % halten ein solches Szenario für möglich.
Traders Union stellt fest, dass diese Ergebnisse mit einem breiteren institutionellen Trend übereinstimmen. Zahlungsunternehmen, Banken, Fintech-Plattformen und große Krypto-Marktteilnehmer betrachten Stablecoins zunehmend als Infrastruktur für Abrechnungen, grenzüberschreitende Überweisungen, Liquiditätsmanagement und tokenisierte Vermögenswerte.
Gleichzeitig betonen die Autoren der Studie, dass Preisstabilität nicht alle Risiken eliminiert. Für Anleger bleiben Reservetransparenz, die Zuverlässigkeit des Emittenten, die Verfügbarkeit der Rücklösung, die Sicherheit der Verwahrung und der rechtliche Status eines spezifischen Stablecoins wichtig.
Zur Erinnerung: Eine frühere Traders Union-Studie ergab, dass die meisten Trader sozialen Medien vertrauen.
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