China fordert strengere Aufsicht über Stablecoins angesichts wachsender Rolle im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr
Die People's Bank of China (PBOC) hat eine engere Überwachung des Stablecoin-Marktes gefordert und argumentiert, dass solche Assets eine zunehmend wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr spielen könnten.
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Die Äußerungen stammen von Wang Xin, dem Direktor des Forschungsbüros der People's Bank of China, wie The Paper berichtet. Er sagte, die Entwicklung von Stablecoins erfordere eine engere Zusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden in verschiedenen Rechtsordnungen.
Laut Wang sollte besonderes Augenmerk auf Aufsichtsrahmen und die Entwicklung gemeinsamer Regulierungsstandards für digitale Assets gelegt werden.
Stablecoin-Aufsicht und Fokus auf CBDC
Der Zentralbankvertreter warnte zudem vor Risiken, die sich aus der wachsenden Unsicherheit im globalen Finanzsystem und der potenziellen Nutzung von Zahlungsinfrastrukturen als Instrument für politischen Druck ergeben.Wang kündigte jedoch keine Änderungen an Chinas Politik gegenüber digitalen Assets an und äußerte keine Unterstützung für privat emittierte Stablecoins.
Zusätzlich zu Stablecoins plant die chinesische Aufsichtsbehörde, die Entwicklung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDC) genau zu beobachten. Wang argumentierte, dass die Nutzung solcher Instrumente im internationalen Zahlungsverkehr ebenfalls weitere regulatorische Arbeit erfordere.
Seine Kommentare erfolgten einige Monate, nachdem die People's Bank of China und sieben Regierungsbehörden die unbefugte Ausgabe von Stablecoins und tokenisierten Assets, die an den chinesischen Yuan gekoppelt sind, verboten hatten.
Die Regeln gelten sowohl für inländische als auch für ausländische Organisationen und verpflichten Emittenten, vor der Einführung solcher Instrumente eine offizielle Genehmigung einzuholen.
Stablecoin-Markt wächst weiter
Die wachsende Aufmerksamkeit der chinesischen Behörden für den Sektor erfolgt vor dem Hintergrund einer rasanten Expansion des Stablecoin-Marktes.Nach Branchenschätzungen stieg das Gesamtangebot an Stablecoins im ersten Quartal 2026 um etwa 8 Milliarden US-Dollar und erreichte einen Rekordwert von 315 Milliarden US-Dollar.
Im gleichen Zeitraum überstieg das Transaktionsvolumen von Stablecoins 28 Billionen US-Dollar. Analysten schätzen, dass Stablecoins etwa 75 % des gesamten Kryptowährungshandelsvolumens ausmachten.
Grenzüberschreitende Unternehmenszahlungen bleiben ein weiterer wichtiger Wachstumstreiber. Laut einer Prognose von Juniper Research könnte das Volumen grenzüberschreitender B2B-Zahlungen auf Stablecoin-Basis von 13,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 5 Billionen US-Dollar bis 2035 ansteigen.
Zuvor hatte eine parteiübergreifende Gruppe von US-Senatoren das Finanzministerium aufgefordert, die Zertifizierungsverfahren für Emittenten vor der Umsetzung des GENIUS Act zu klären.
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