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SBI Holdings hat Schritte unternommen, um die vollständige Kontrolle über Bitbank zu übernehmen und damit sein Engagement im regulierten japanischen Markt für digitale Assets zu vertiefen. Die Vereinbarung würde eine der etablierten Kryptobörsen des Landes in eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Finanzgruppe umwandeln.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Bitbank gab am 24. Juni bekannt, dass es eine Grundsatzvereinbarung und einen Aktienübertragungsvertrag mit SBI Holdings über den Erwerb aller Anteile unterzeichnet hat. Das Unternehmen beschrieb die Transaktion als Teil des geplanten Eintritts in die SBI Group.
Die Vereinbarung folgt auf frühere Gespräche zwischen SBI und Bitbank über eine Kapital- und Geschäftsallianz. Diese Gespräche deuteten bereits auf eine mögliche Aktienakquisition hin, die Bitbank in die Konzernstruktur von SBI integrieren würde. SBI erklärte im Mai, dass man interne Synergien nutzen wolle, um die eigene Position in Japans Krypto-Industrie zu stärken.
Bitbank betonte, dass der Deal keine Auswirkungen auf bestehende Dienste haben werde. Kunden können weiterhin wie gewohnt handeln und die Plattform nutzen, während der Akquisitionsprozess voranschreitet. Die Börse kündigte keine sofortigen Änderungen an ihrer Marke, dem Handelsbetrieb, dem Kontozugang oder den Kundenbedingungen an.
Diese Botschaft ist wichtig, da Übernahmen von Kryptobörsen oft Bedenken hinsichtlich der Verwahrung, Gebührenstrukturen, Handelspaare und Plattformmigration aufwerfen. Vorerst präsentiert Bitbank die Vereinbarung eher als Wechsel der Unternehmenseigentümerschaft denn als operativen Wandel.
Die geplante Übernahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Japans Kryptomarkt in eine Phase der Konsolidierung eintritt. SBI VC Trade hat Bitpoint Japan im April 2026 absorbiert, was es SBI ermöglichte, mehr Börsenressourcen zu bündeln und Überschneidungen in seinen Digital-Asset-Geschäften zu reduzieren.
Bitbank würde die Krypto-Präsenz von SBI um eine größere Börsenmarke ergänzen. Die Plattform ist seit Jahren im regulierten japanischen Markt tätig und bietet Dienstleistungen rund um Spot-Handel, Lending und krypto-basierte Zahlungen an.
Für SBI könnte die vollständige Eigentümerschaft an Bitbank eine breitere Produktstrategie in den Bereichen Börsenhandel, Rewards, Settlement, Stablecoins und tokenisierte Assets unterstützen. Die Gruppe verfügt bereits über bedeutende Geschäftsbereiche in den Sparten Banking, Wertpapiere, Versicherungen und digitale Assets, was ihr eine umfassendere Finanzinfrastruktur verleiht als den meisten eigenständigen Kryptoplattformen.
Der Deal zeigt, wie sich Japans Markt für digitale Assets in Richtung großer regulierter Finanzgruppen verschiebt. Während die Behörden prüfen, wie Krypto in Fonds, Anlageprodukte und Finanzmärkte passt, könnten kleinere eigenständige Plattformen mit steigenden Compliance- und Betriebskosten konfrontiert werden.
Die Strategie von SBI geht über das bloße Hinzufügen einer weiteren Börse hinaus. Die Gruppe hat den Kryptohandel mit Karten, Rewards und dem Vertrieb von Stablecoins verknüpft, einschließlich der Einführung von Ripples RLUSD in Japan über SBI VC Trade nach Genehmigung durch die Financial Services Agency.
Nach Abschluss würde die Bitbank-Übernahme SBI einen weiteren regulierten Weg eröffnen, um Kryptonutzer in Japan zu erreichen. Wie bereits berichtet, führt die SBI Group Japans ersten treuhandbasierten Yen-Stablecoin ein.