SBI Group führt Japans ersten treuhandbasierten Yen-Stablecoin ein

SBI Group führt Japans ersten treuhandbasierten Yen-Stablecoin ein
Ein neuer Stablecoin wurde in Japan eingeführt

Der japanische Finanzkonglomerat SBI Group hat zusammen mit dem in Singapur ansässigen Fintech-Unternehmen Startale Group den JPYSC eingeführt, einen an den Yen gekoppelten Stablecoin. Der Vermögenswert wird von der SBI Shinsei Trust Bank ausgegeben, während der Vertrieb über die lizenzierte Krypto-Börse SBI VC Trade erfolgt.

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SBI gab an, dass JPYSC Japans erster Stablecoin auf Basis einer Treuhandstruktur ist, bei der die Reservevermögen von einer Treuhandbank verwaltet werden. Das Unternehmen betonte, dass JPYSC im Gegensatz zu Stablecoins vom Typ Geldtransfer nicht dem Transaktions- und Guthabenlimit von 1 Million Yen unterliegt, wie The Block berichtete.

Potenzielle Kunden

SBI erwartet, dass der neue Vermögenswert sowohl Privat- als auch Firmenkunden anzieht. Das Unternehmen verweist auf niedrigere Transaktionskosten und die Unterstützung großer Transaktionen als wesentliche Vorteile.

Darüber hinaus könnte JPYSC zu einem auf Yen lautenden Basiswert für Forex-Märkte, institutionelle Kreditvergabe und die Abwicklung von tokenisierten Real-World Assets werden.

Vorerst wird der Zugang zu JPYSC auf Konten bei SBI VC Trade beschränkt sein. Dies liegt daran, dass die regulatorische und steuerliche Behandlung des neuen Stablecoins noch geklärt werden muss. Die Börse plant zudem, in naher Zukunft einen JPYSC-Lending-Service einzuführen.

SBI beschreibt JPYSC als Japans ersten Yen-Stablecoin, der durch eine Treuhandbank gedeckt ist. Er ist zudem der erste Vermögenswert dieser Art, der unter dem Payment Services Act als elektronisches Zahlungsinstrument eingestuft wurde.

Das Unternehmen erklärte, dass JPYSC dazu beitragen soll, eine auf Yen lautende Abrechnungs- und Liquiditätsinfrastruktur für inländische und internationale Onchain-Finanzmärkte aufzubauen.

Neue Stablecoins erobern den Markt

Stablecoins bewegen sich zunehmend über den vertrauten Kryptomarkt hinaus. Sie werden nun von großen Finanzgruppen, Banken und Fintech-Unternehmen eingeführt oder vorbereitet. Jüngste Beispiele sind der RLUSD von Ripple, bankengeführte Abwicklungsprojekte und Unternehmenslösungen für tokenisierte Vermögenswerte.

Der japanische Markt ist besonders aussagekräftig. Im Jahr 2025 genehmigten die Behörden des Landes JPYC, den ersten rechtlich anerkannten, yen-gedeckten Stablecoin. Gleichzeitig arbeiten Japans drei größte Banken – MUFG, SMBC und Mizuho – an einem gemeinsamen Stablecoin-Projekt und planen, den kommerziellen Betrieb im Geschäftsjahr 2026 aufzunehmen.

Zur Erinnerung: SBI Holdings und die Startale Group kündigten JPYSC bereits Anfang dieses Jahres an.

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