Tether investiert in Bit2Me und erhält indirekten Zugang zur EU unter MiCA
Tether hat eine Minderheitsbeteiligung an Bit2Me, einer der größten spanischsprachigen Krypto-Plattformen, im Rahmen einer am 7. August angekündigten Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen Euro erworben.
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Der strategische Schritt unterstreicht die Ambitionen von Tether, seine Präsenz in Lateinamerika und der Europäischen Union auszubauen, berichtet Crypto News.
Bit2Me hat vor kurzem eine Lizenz als Crypto-Asset Service Provider in Spanien erhalten, die es dem Unternehmen erlaubt, in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten unter den MiCA-Bestimmungen legal zu operieren. Dies gibt Tether ein regulatorisches Standbein auf dem europäischen Markt, obwohl es selbst zögert, sich direkt an MiCA zu halten. Der CEO von Tether, Paolo Ardoino, betonte das Engagement von Bit2Me für eine gesetzeskonforme Infrastruktur als einen der Hauptgründe für die Investition.
Bit2Me will mit der Unterstützung von Tether in Argentinien und darüber hinaus expandieren
Bit2Me plant, die Mittel für die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in der EU und in Lateinamerika zu verwenden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Argentinien liegt. Die anhaltende Inflation und die Kapitalverkehrskontrollen des Landes haben Kryptolösungen für lokale Verbraucher und Unternehmen zunehmend attraktiv gemacht. Andrei Manuel, Mitbegründer und COO von Bit2Me, merkte an, dass die Unterstützung von Tether die Führung im dezentralen Finanzwesen in diesen Regionen beschleunigen würde.
Durch die Integration des Stablecoin-Ökosystems von Tether kann Bit2Me widerstandsfähigere Finanzdienstleistungen in Märkten mit hoher Volatilität anbieten. Der Schritt ermöglicht es Bit2Me außerdem, seine Börsen-, Wallet- und Bildungsangebote auf unterversorgte Regionen auszuweiten.
Tethers regulatorische Herausforderungen bleiben in Schlüsselmärkten bestehen
Trotz seiner internationalen Expansion sieht sich Tether sowohl in der EU als auch in den USA weiterhin mit regulatorischem Gegenwind konfrontiert. Das MiCA-Rahmenwerk der EU verlangt von Stablecoin-Emittenten die Einhaltung strenger Transparenzstandards, die Tether bisher abgelehnt hat, was seinen direkten Zugang zu den EU-Märkten effektiv einschränkt. In den USA führt der kürzlich verabschiedete GENIUS Act ähnliche Offenlegungspflichten ein, was Fragen über die zukünftige Positionierung von Tether aufwirft.
Dies macht die Investition in Bit2Me zu einer strategischen Umgehung: Marktzugang durch einen lizenzierten Partner. Allerdings wächst der Druck auf Tether, seine Compliance-Praktiken weiterzuentwickeln, da sich die weltweiten Stablecoin-Vorschriften verschärfen.
Kürzlich schrieben wir, dass Tether-CEO Paolo Ardoino erklärte, dass 40 % der über neun Blockchains - darunter Ethereum, Tron, TON, Polygon, Arbitrum, Solana, Avalanche, BSC und Aptos - eingenommenen Gebühren aus dem Versand von USDT stammen.
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