Die Ukraine kommt der Legalisierung von Kryptowährungen mit der Verabschiedung eines Gesetzentwurfs näher

Die Ukraine kommt der Legalisierung von Kryptowährungen mit der Verabschiedung eines Gesetzentwurfs näher
Ukraine legt langfristigen Steuersatz von 23% auf Krypto-Einkommen nach dem ersten Jahr fest

Am 3. September 2025 verabschiedete die Werchowna Rada in erster Lesung den Gesetzentwurf Nr. 10225-d, ein wichtiger Schritt zur Legalisierung des ukrainischen Marktes für virtuelle Vermögenswerte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Der von 246 Abgeordneten unterstützte Gesetzentwurf definiert Kryptowährungen als digitale Objekte, die mit Hilfe der Blockchain-Technologie geschaffen werden und nicht als Geld gelten, sondern zivilrechtlich als bewegliches Vermögen behandelt werden. Die vom Ausschuss für Finanz-, Steuer- und Zollpolitik ausgearbeitete Initiative zielt darauf ab, den ukrainischen Rechtsrahmen an internationale Standards anzugleichen und gleichzeitig mehr Markttransparenz und Anlegerschutz zu gewährleisten. Die Gesetzgeber betonen, dass es sich nur um die erste Phase handelt, die bis zur zweiten Lesung noch verfeinert werden soll.

Die Steuervorschriften sehen für das erste Jahr Vorzugssätze vor

Der Gesetzentwurf sieht einen stufenweisen Ansatz für die Besteuerung von Kryptowährungen vor. Im ersten Jahr nach der Umsetzung wird eine Vorzugssteuer von 10 % auf Einkommen aus der Umwandlung von Krypto-Vermögenswerten in Fiat-Währung erhoben. Danach steigt die Standardsteuerbelastung auf 18 % Einkommenssteuer plus 5 % Militärsteuer, insgesamt also auf 23 %. Wichtig ist, dass der Gesetzentwurf die Verrechnung von Verlusten aus der Vergangenheit bis zur vollständigen Deckung zulässt, wobei die Steuer nur auf den jährlichen Nettogewinn berechnet wird. Dieser Rahmen soll sowohl Anreize für eine frühzeitige Einhaltung der Vorschriften als auch für eine langfristige steuerliche Stabilität bieten und gleichzeitig den Bedenken hinsichtlich spekulativer Geschäfte und nicht gemeldeter Gewinne Rechnung tragen.

Ungelöste Fragen zur Regulierungsaufsicht

Während die Gesetzgebung den Grundstein für die Legalisierung und Besteuerung legt, bleibt eine entscheidende Frage ungeklärt: welche Behörde den Kryptomarkt regulieren wird. Zu den diskutierten Optionen gehören die Nationalbank der Ukraine (NBU), die Nationale Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (NSSMC) oder eine andere spezialisierte Behörde. Diese Entscheidung wird ausschlaggebend dafür sein, wie Aufsicht, Lizenzierung und Durchsetzung durchgeführt werden. Die Gesetzgeber sehen den Gesetzentwurf als Teil eines umfassenderen legislativen Fahrplans zur Förderung von Innovationen, zur Anziehung von Investitionen und zur Schaffung günstiger Bedingungen für Kryptounternehmen, die in der Ukraine offiziell tätig werden sollen. Es wird erwartet, dass die zweite Lesung die institutionellen Details vor der vollständigen Verabschiedung abschließen wird.

Kürzlich berichteten wir, dass die Japan Post Bank, die über 1,3 Billionen US-Dollar an Einlagen verwaltet, laut Nikkei Asia im Geschäftsjahr 2026 ihre eigene digitale Währung DCJPY einführen will.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.