DCG legt SEC-Fall bei und zahlt 38 Millionen Dollar wegen angeblicher Fahrlässigkeit
Die Digital Currency Group (DCG), eine weltweit tätige Investmentfirma, hat sich bereit erklärt, 38 Millionen Dollar zu zahlen, um die von der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) erhobenen Vorwürfe beizulegen.
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Die SEC beschuldigte DCG, die Anleger in Bezug auf die finanzielle Gesundheit ihrer Tochtergesellschaft Genesis Global Capital in die Irre geführt zu haben, nachdem ein wichtiger Kreditnehmer, Three Arrows Capital (3AC), 2022 in Verzug geraten war, berichtet The Block.
Die SEC warf DCG vor, die Auswirkungen des Versäumnisses von 3AC, einer Nachschussforderung Mitte Juni 2022 nachzukommen, was die Geschäftstätigkeit von Genesis empfindlich gestört habe, fahrlässig heruntergespielt zu haben. In einer Erklärung stellte die SEC fest, dass die Führungskräfte von DCG und Genesis die mit dem Ausfall von 3AC verbundenen Risiken unterschätzten und ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Situation falsch darstellten. Der ehemalige CEO von Genesis, Soichiro "Michael" Moro, einigte sich ebenfalls mit der SEC und stimmte zu, 500.000 US-Dollar für seine Rolle bei der Veröffentlichung irreführender Aussagen in sozialen Medien zu zahlen.
Historie der behördlichen Kontrolle
DCG sieht sich immer wieder mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert, unter anderem mit einer Klage, die im Oktober 2024 vom Generalstaatsanwalt des Staates New York eingereicht wurde. In der Klage wurden DCG, Genesis und die Kryptobörse Gemini beschuldigt, über 29.000 New Yorker durch betrügerische Praktiken im Zusammenhang mit dem Krypto-Kreditprogramm von Gemini um mehr als 1 Milliarde US-Dollar betrogen zu haben.
Genesis meldete 2023 Konkurs an und offenbarte Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu 10 Milliarden Dollar gegenüber über 100.000 Gläubigern. Das Unternehmen schloss seine Umstrukturierung im August 2024 ab.
In ihrer Vergleichsankündigung betonte DCG ihr Engagement für Integrität und erklärte: "Wir freuen uns, diese Untersuchung abgeschlossen zu haben und konzentrieren uns weiterhin auf unser Wachstum."
Der Vergleich unterstreicht die verstärkte Prüfung der Kryptoindustrie durch die SEC, wobei der Schwerpunkt auf Transparenz und Anlegerschutz liegt. Während DCG versucht, seinen Ruf wiederherzustellen, unterstreicht der Fall den wachsenden regulatorischen Druck auf Kryptounternehmen, robuste Offenlegungspraktiken und Rechenschaftspflicht zu wahren.
Darüber hinaus könnte die SEC im Zuge der zunehmenden Regulierung der Kryptowirtschaft auch andere Fälle als Betrugsfälle einstellen.
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