BlackRock führt Bitcoin-ETP in London ein, nachdem die britische Aufsichtsbehörde die Krypto-Beschränkungen aufgehoben hat

BlackRock führt Bitcoin-ETP in London ein, nachdem die britische Aufsichtsbehörde die Krypto-Beschränkungen aufgehoben hat
BlackRock lanciert Bitcoin-ETP in UK

BlackRock Inc., der weltweit größte Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von über 10 Billionen US-Dollar, hat ein börsengehandeltes Bitcoin-Produkt (ETP) an der Londoner Börse eingeführt.

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Dieser Schritt folgt auf einen bahnbrechenden Politikwechsel der britischen Financial Conduct Authority (FCA), die kürzlich ihr vierjähriges Verbot von Krypto-Investmentvehikeln gelockert hat.

Nach Angaben der Financial Times ist das iShares Bitcoin ETP als Bitcoin-unterstütztes Wertpapier strukturiert, das den Preis der Kryptowährung widerspiegelt und in einem regulierten Rahmen gehandelt wird. Das Produkt ermöglicht in Großbritannien ansässigen Anlegern ein Engagement in Bitcoin, ohne den Vermögenswert direkt zu besitzen oder zu lagern. Jede Einheit des ETPs kostet ca. 11 US-Dollar und ermöglicht einen Teilbesitz von Bitcoin über traditionelle Maklerkonten.

Die Lancierung ist ein bedeutender Schritt bei der Integration digitaler Vermögenswerte in das herkömmliche Finanzökosystem und bietet Privatanlegern und institutionellen Investoren einen sichereren und leichter zugänglichen Weg zum Bitcoin-Engagement.

FCA hebt vierjähriges Verbot für Krypto-Investmentprodukte auf

Das Debüt des ETPs erfolgt nur wenige Wochen nach der Entscheidung der FCA vom 9. Oktober, das für 2019 geltende Verbot von börsengehandelten Krypto-Notizen (ETNs) aufzuheben. Im Rahmen der aktualisierten Richtlinie können Anleger nun über von der FCA zugelassene britische Börsen auf Bitcoin und andere Krypto-Wertpapiere zugreifen.

David Geale, Executive Director of Payments and Digital Finance bei der FCA, sagte, dass sich die Haltung der Aufsichtsbehörde mit der Reifung der Kryptomärkte, der zunehmenden Verbreitung der Produkte und dem besseren Verständnis der Risiken durch die Anleger entwickelt habe. Die Regulierungsbehörde stellte jedoch klar, dass das Verbot von Krypto-Derivaten für Privatkunden - wie Futures und Optionen - vorerst bestehen bleibt.

Die FCA betonte auch die Rolle der regulierten Verwahrer bei der sicheren Verwahrung der Basiswerte dieser ETPs und ETNs.

BlackRock stärkt seine globale Krypto-Präsenz

BlackRock ist bereits ein wichtiger Akteur bei Bitcoin-gebundenen Produkten. Sein in den USA börsennotierter iShares Bitcoin ETF hat ein Nettovermögen von über 85 Mrd. USD und ist damit einer der erfolgreichsten Krypto-Investmentfonds weltweit.

Die Notierung in Großbritannien stärkt die Präsenz von BlackRock auf dem sich schnell entwickelnden europäischen Markt für digitale Anlagen, der von einer offeneren Regulierungspolitik profitiert. Branchenanalysten zufolge könnte der Schritt der FCA den Weg für eine breitere Einführung von Blockchain-basierten Finanzinstrumenten, einschließlich Token-Fonds, ebnen.

Mit Blick auf die Zukunft könnte die Kombination aus regulatorischer Klarheit und institutionellen Produkten eine neue Phase der Reife für den britischen Kryptomarkt signalisieren, die die Kluft zwischen traditionellen Finanzen und digitalen Vermögenswerten überbrückt.

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