MEXC veröffentlicht 129% BTC-Reservequote und bestätigt den normalen Betriebsstatus

MEXC veröffentlicht 129% BTC-Reservequote und bestätigt den normalen Betriebsstatus
MEXC dementiert Konkursgerüchte

Der Streit, der im Mittelpunkt der MEXC-Saga stand, ist beigelegt: Die Börse hat sich bei dem als "Weißer Wal" bekannten Händler entschuldigt und eingefrorene Gelder in Höhe von rund 3 Millionen US-Dollar freigegeben, was die unmittelbaren Bedenken zerstreut.

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Die Kernfunktionen der Plattform, einschließlich Ein- und Auszahlungen, funktionieren weiterhin; frühere Unterbrechungen in diesem Jahr waren eher auf einen kurzen Ausfall der Cloud eines Drittanbieters als auf Liquiditätsengpässe zurückzuführen. Die Gerüchte über eine drohende Zahlungsunfähigkeit wurden daher nicht durch überprüfbare Beweise gestützt.

Behauptungen, dass die Kryptobörse MEXC kurz vor dem Bankrott steht, kamen nach einem viel beachteten Streit mit einem pseudonymen Händler namens "White Whale" wieder auf, dessen Gelder in Höhe von 3,1 Millionen Dollar Anfang des Jahres eingefroren wurden.

Die Berichterstattung in englischsprachigen Krypto-Medien verstärkte die Kontroverse, da der Händler behauptete, dass die Börse um eine persönliche KYC-Prüfung in Malaysia bat, um eine Lösung zu beschleunigen. Die Episode löste auf sozialen Plattformen breitere Spekulationen über die finanzielle Gesundheit von MEXC aus, auch wenn bis zum 3. November 2025 keine formelle Insolvenzanmeldung oder ein Gerichtsverfahren angekündigt wurde. MEXC hat seinerseits erklärt, dass es Konten im Rahmen von Risikokontrollverfahren einschränkt und Nutzer davor gewarnt hat, unbestätigte Anschuldigungen zu verbreiten.

Auch die niederländische Marktaufsichtsbehörde machte im September mit einer Verbraucherwarnung auf die Plattform aufmerksam, die nichts mit der Insolvenz zu tun hatte, und heizte die ohnehin schon heikle Situation weiter an. Zusammen haben diese Entwicklungen die Online-Diskussionen angeheizt, die die Grenze zwischen einem Streit über den Kundenservice und Behauptungen über eine systemische Notlage verwischten.

Was die Daten und Offenlegungen zeigen

Jenseits des Rauschens gibt es konkrete Signale, die es zu beachten gilt. Ende August veröffentlichte MEXC ein Update mit "zweimonatlichen" Proof-of-Reserves-Zahlen, einschließlich eines angegebenen Bitcoin-Reserveverhältnisses von 129,85 % und Stablecoin-Guthaben im Wert von mehreren Milliarden Dollar - Zahlen, die, wenn sie korrekt sind, eher auf eine Übersicherung als auf ein Defizit hindeuten. Die CEX-Transparenzseite von DefiLlama zeigt MEXC mit mehreren Milliarden Dollar an Vermögenswerten, obwohl die Methoden und die Echtzeitgenauigkeit variieren können.

Aus jüngsten Berichten geht hervor, dass sich die Börse bei dem Händler, der im Mittelpunkt der Kontroverse stand, entschuldigt und erklärt hat, dass die umstrittenen Gelder wieder freigegeben wurden - ein Ergebnis, das nicht mit einem drohenden Konkurs in Einklang steht. Gleichzeitig überprüfen die Aufsichtsbehörden den Lizenzstatus der Plattform in Teilen Europas: Im September warnte die niederländische AFM die Verbraucher öffentlich, dass MEXC nicht über die erforderliche lokale Zulassung verfügt. In Erklärungen des Unternehmens wird behauptet, dass die Sperren auf "anormale Handelsbewertungen" und nicht auf gewinnorientierte Vergeltungsmaßnahmen zurückzuführen sind, und das Unternehmen bittet die Nutzer dringend, Behauptungen zu überprüfen, bevor sie sie weitergeben. Alles in allem deuten die verfügbaren Informationen eher auf Reputations- und Compliance-Druck als auf eine bestätigte Solvenzkrise hin.

Worauf ist zu achten und wie ist das Risiko einzuschätzen?

Proof-of-Reserves können helfen, die Deckung von Vermögenswerten zu beurteilen, aber sie sind keine Finanzprüfungen und geben keinen Aufschluss über außerbörsliche Verbindlichkeiten - Regulierungsbehörden und Audit-Watchdogs haben Anleger davor gewarnt, PoR als Solvenzgarantie zu betrachten. Für die Nutzer bleibt die praktische Due-Diligence-Checkliste dieselbe: Überwachen Sie die unabhängigen Dashboards auf wesentliche Änderungen in den Börsenbilanzen, achten Sie auf glaubwürdige regulatorische Maßnahmen und diversifizieren Sie die Verwahrung, um das Kontrahentenrisiko zu begrenzen.

Wenn MEXC weiterhin Rücklagenbescheinigungen veröffentlicht und Drittanbieter-Tracker stabile oder steigende Salden widerspiegeln, spricht dies gegen eine Insolvenz; starke, unerklärliche Vermögensrückgänge oder neue Durchsetzungsmaßnahmen würden das Gegenteil beweisen. In Anbetracht der AFM-Warnung zur Lizenzvergabe sollten europäische Nutzer genau auf die Aktualisierungen der lokalen Compliance achten, da Zugangsbeschränkungen ein operatives Risiko, wenn auch nicht unbedingt ein Solvenzrisiko, darstellen können. Was den Fall White Whale anbelangt, so verringert die gemeldete Aufhebung der Sperrung und die Entschuldigung das unmittelbare Risiko dieses Streits, aber die künftige Handhabung ähnlicher Fälle wird ein Zeichen für die Reife der Unternehmensführung sein.

Kürzlich schrieben wir, dass Nutzer von MEXC Official berichtet haben, dass Abhebungen in Höhe von 40 Millionen Dollar eingefroren wurden, weil sie fragwürdige USDT-Einsatzrenditen von 600 % erzielten.

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