Der Tweet wurde vom Autor gelöscht.
Aber wir haben alles gespeichert 🙂.
Kevin Warsh ist der neue Vorsitzende der Federal Reserve geworden, und seine Ernennung könnte zu einem wichtigen Faktor für den Bitcoin-Kurs werden. Alles wird vom aktualisierten Kurs der Aufsichtsbehörde abhängen: Eine lockerere Fed-Politik stützt in der Regel Risikoanlagen, während hohe Zinssätze und eine verringerte Liquidität den Druck auf den Kryptomarkt erhöhen können.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Wie Kevin Warsh Fed-Vorsitzender wurde
Der Senat bestätigte die Nominierung von Kevin Warsh mit 54 zu 45 Stimmen – die knappste Mehrheit in der Geschichte der Abstimmungen für den Chef der US-Notenbank.
Warshs Ernennung erfolgte inmitten politischer Spannungen um die Fed. Demokraten befürchten, dass der neue Chef der Aufsichtsbehörde empfänglicher für Druck von Donald Trump sein könnte, der seit langem eine rasche Senkung der Zinssätze fordert.
Der einzige Demokrat, der Warsh unterstützte, war Senator John Fetterman. Im Vergleich dazu erhielten Kandidaten für den Fed-Vorsitz früher tendenziell eine breitere parteiübergreifende Unterstützung, während Alan Greenspan im Jahr 2000 sogar einstimmig wiedergewählt wurde.
Warsh übernimmt die Fed in einem schwierigen Moment. Die Inflation in den Vereinigten Staaten beschleunigt sich wieder, die Energiepreise steigen aufgrund des Konflikts im Nahen Osten, und die Anleger sind zunehmend unsicher, ob die Aufsichtsbehörde in der Lage sein wird, schnell zu Zinssenkungen überzugehen.
Kevin Warsh löste Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden ab. Powell hatte die US-Zentralbank seit 2018 geleitet. In dieser Zeit wurde er zu einer der bekanntesten Figuren im globalen Finanzsystem und prägte regelmäßig die Diskussionen über die Rolle der Regulierungsbehörden in der Wirtschaft.
In der Krypto-Branche wurde Powell als vorsichtiger, aber nicht radikal negativer Beamter wahrgenommen. Er betonte wiederholt, dass digitale Vermögenswerte klare Regeln benötigen, insbesondere wenn es um Stablecoins und Produkte für Privatanleger geht.
Gleichzeitig bezeichnete Powell Bitcoin nicht als direkte Bedrohung für den Dollar oder das US-Finanzsystem. Seine Position war eher, dass sich der Kryptomarkt in einem regulierten Umfeld entwickeln sollte, während die Behörden die Risiken in Bezug auf Verbraucher, Banken und die Zahlungsinfrastruktur kontrollieren sollten.
Die Fed reguliert Bitcoin nicht direkt, aber ihre Entscheidungen beeinflussen stark die Bedingungen, unter denen sich der Kryptomarkt bewegt. Die Hauptkanäle der Einflussnahme sind Zinssätze, Liquidität, der Dollarkurs und die Renditen von US-Staatsanleihen.
Wenn die Fed-Politik lockerer wird, wird Geld im Finanzsystem in der Regel billiger, und Investoren sind eher bereit, in Risikoanlagen zu investieren. In solchen Phasen kann das Interesse an Bitcoin wachsen, da ein Teil des Marktes BTC als Instrument für aggressivere Strategien betrachtet.
Wenn die Fed hingegen die Zinsen hoch hält oder die Liquidität verringert, ändert sich die Situation. Konservative Instrumente werden attraktiver, der Dollar kann stärker werden, und die Nachfrage nach Kryptowährungen und anderen Risikoanlagen sinkt oft.
Kevin Warsh wird normalerweise als Vertreter des traditionellen Finanzsystems gesehen, aber seine Offenlegung der Finanzen zeigt Interesse an technologischen und digitalen Vermögenswerten. Berichten zufolge umfassen seine Investitionen Beteiligungen an SpaceX, Polymarket und einer Reihe von Unternehmen aus den Bereichen KI, Fintech und Blockchain-Infrastruktur.
Für den Kryptomarkt sind die Vermögenswerte im Zusammenhang mit Polymarket, der Ethereum-Plattform Tenderly und dem Krypto-Finanzdienst Lemon Cash besonders bemerkenswert. Dies bedeutet nicht, dass Warsh bei der Fed eine „Krypto-Politik“ verfolgen wird, aber es zeigt, dass er mit digitalen Märkten nicht nur als Regulator, sondern auch als Investor vertraut ist.
Dieses Profil könnte beeinflussen, wie der Markt Warsh wahrnimmt. Anleger könnten erwarten, dass der neue Fed-Vorsitzende ein besseres Verständnis für digitale Finanzen, Tokenisierung, Stablecoins und Krypto-Dienstleistungen hat als viele Vertreter der alten Finanzschule.
Was für Bitcoin unter dem neuen Fed-Chef zu erwarten ist
Für Bitcoin schafft die Ernennung von Kevin Warsh eine gemischte, aber potenziell positive Ausgangslage. Der Markt wird genau beobachten, ob der neue Fed-Vorsitzende zu einer lockeren Politik übergehen kann oder aufgrund makroökonomischer Risiken gezwungen sein wird, einen vorsichtigen Kurs beizubehalten.
Wichtig ist auch, dass es Bitcoin selbst unter Jerome Powell, der nicht als krypto-freundlicher Fed-Vorsitzender bezeichnet werden konnte, gelang, ein neues Allzeithoch von 126.000 $ zu erreichen. Dies zeigt, dass eine strikte regulatorische Haltung das BTC-Wachstum nicht immer blockiert, wenn eine starke Marktnachfrage, Kapitalzuflüsse in ETFs und Erwartungen an eine künftige geldpolitische Lockerung bestehen.
Im Fall von Warsh wird die Intrige noch größer. Seine Offenlegung der Finanzen zeigt Interesse an technologischen und krypto-orientierten Vermögenswerten. Dies garantiert keine freundliche Fed-Politik gegenüber Kryptowährungen, könnte aber die Erwartung stützen, dass der neue Chef der Aufsichtsbehörde ein besseres Verständnis für den Sektor der digitalen Vermögenswerte hat.
Wenn Warsh einen freundlichen oder zumindest neutralen Ansatz gegenüber dem Kryptomarkt beibehält, könnte Bitcoin Raum für einen weiteren Aufwärtsschub haben. In einem solchen Szenario könnte BTC sich erneut seinen historischen Höchstständen nähern und versuchen, einen neuen Rekord aufzustellen, insbesondere wenn die institutionelle Nachfrage über ETFs stark bleibt und Anleger beginnen, eine lockerere Geldpolitik einzupreisen.