Cynthia Lummis: 2013 Bitcoin gekauft, heute führende Krypto-Stimme | Warum sie Bitcoin unterstützt

Cynthia Lummis: 2013 Bitcoin gekauft, heute führende Krypto-Stimme | Warum sie Bitcoin unterstützt
Was haben Cynthia Lummis und Kryptowährungen gemeinsam?

​Cynthia Lummis kaufte 2013 ihren ersten Bitcoin. Mehr als ein Jahrzehnt später ist die Senatorin aus Wyoming eine der beharrlichsten Befürworterinnen von Bitcoin in Washington und eine zentrale Figur bei den Bemühungen um die Regulierung digitaler Vermögenswerte. Wie wurde eine Viehzüchterin zu einer der einflussreichsten Stimmen Washingtons in Sachen Krypto?

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Rückschlag für jahrelange Krypto-Arbeit

Eine der größten Initiativen von Lummis zur Neugestaltung der US-Krypto-Regulierung erlitt diese Woche einen Rückschlag, als der Senat den CLARITY Act nicht voranbrachte. Als Vorsitzende des Unterausschusses des Senats für digitale Vermögenswerte hatte sie monatelang an dem Gesetz gearbeitet. Es sollte eine umfassendere föderale Marktstruktur schaffen und die jeweiligen Zuständigkeiten von SEC und CFTC klären.

Die gescheiterte Abstimmung beendet die Initiative nicht zwangsläufig, fügt dem Gesetzesvorhaben, das Lummis seit Jahren verfolgt, aber ein weiteres Kapitel hinzu. Lange vor dem CLARITY Act arbeitete sie mit Abgeordneten beider Parteien an Regeln für digitale Vermögenswerte und setzte sich zugleich wie kaum jemand sonst im Kongress für Bitcoin selbst ein. Ihr Engagement für Kryptowährungen begann jedoch lange vor ihrem Einzug in den Senat.

Es begann mit einem Bitcoin im Wert von wenigen hundert Dollar

Lummis entdeckte Bitcoin nicht im Silicon Valley oder an der Wall Street. Ihr künftiger Schwiegersohn stellte ihn ihr 2013 vor, als ein Bitcoin nur wenige hundert Dollar kostete. Zunächst war sie skeptisch, erinnerte sich später jedoch daran, dass sie auch deshalb zum Kauf bewegt wurde, weil sie eine Verbindung zu dem Mann aufbauen wollte, der bald Teil ihrer Familie werden könnte. Sie kaufte in jenem Jahr einen Bitcoin und später weitere.

Die Investition passte überraschend gut zu den Ideen, die ihre Karriere bereits geprägt hatten. Vor ihrer Zeit im Kongress war Lummis acht Jahre lang Schatzmeisterin des Bundesstaates Wyoming und beaufsichtigte öffentliche Gelder und Investitionen. Später absolvierte sie vier Amtszeiten im Repräsentantenhaus, wo Staatsausgaben und Verschuldung immer wieder Anlass zur Sorge gaben. Dieselben Fragen zu Geld, Knappheit und Werterhalt sollten schließlich ihre Sicht auf Bitcoin prägen.

Warum sprach Bitcoin sie an?

Lummis hat ihre Unterstützung für Bitcoin wiederholt mit Bedenken hinsichtlich der Staatsverschuldung und der langfristigen Kaufkraft des US-Dollars begründet. Die maximale Menge von 21 Millionen Bitcoin bot etwas grundlegend anderes: einen Vermögenswert, dessen Ausgabe weder von einer Regierung noch von einer Zentralbank ausgeweitet werden konnte.

Ihre stärkste Überzeugung galt im Allgemeinen Bitcoin und nicht Kryptowährungen insgesamt. Das wurde insbesondere 2024 deutlich, als sie die Einrichtung einer strategischen US-Bitcoinreserve vorschlug. Ihr Gesetzentwurf sah vor, dass die Regierung bis zu 1M Bitcoin erwerben – etwa 5 % des Gesamtangebots der Kryptowährung – und die Vermögenswerte mindestens 20 Jahre lang halten sollte.

„Bitcoin verändert nicht nur unser Land, sondern die ganze Welt“, sagte Lummis und bezeichnete ihn als „Spartechnologie“.

Wyoming lieferte einen weiteren Teil der Antwort

Lummis' Begeisterung für digitale Vermögenswerte entwickelte sich auch parallel zu einem ungewöhnlichen Experiment in ihrem Heimatstaat. Wyoming gehörte zu den ersten US-Bundesstaaten, die spezielle rechtliche Strukturen für digitale Vermögenswerte und kryptofokussierte Finanzinstitute schufen. Damit sollten Unternehmen, die häufig am Rand des traditionellen Finanzwesens operiert hatten, in ein klar definiertes Regulierungssystem integriert werden.

Lummis schuf diese Regeln nicht, verwies jedoch wiederholt auf Wyomings Erfahrungen, wenn sie für eine Gesetzgebung auf Bundesebene argumentierte. Auch ihr allgemeiner politischer Kurs macht die Bezeichnung „kryptofreundlich“ etwas unvollständig. Sie hat sich im Allgemeinen nicht dafür ausgesprochen, die Branche einfach sich selbst zu überlassen. Stattdessen argumentierte sie, dass digitale Vermögenswerte klarere Regeln benötigen, wenn sie Teil des US-Finanzsystems werden sollen.

Von Bitcoin-Halterin zur Krypto-Gesetzgeberin

Als Lummis 2021 in den Senat einzog und damit die erste Frau wurde, die Wyoming in dieser Kammer vertrat, nahm sie ihr Interesse an digitalen Vermögenswerten mit. Ein Jahr später brachte sie gemeinsam mit der demokratischen Senatorin Kirsten Gillibrand den Responsible Financial Innovation Act ein – einen der ambitioniertesten frühen Versuche des Kongresses, einen umfassenden föderalen Rahmen für die Branche zu schaffen.

Der parteiübergreifende Vorschlag sollte klarere Definitionen für digitale Vermögenswerte schaffen, die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC aufteilen und Bereiche wie Stablecoins, Bankenwesen und Verbraucherschutz regeln. Viele dieser Fragen tauchten in späteren Gesetzesvorhaben, darunter CLARITY, erneut auf.

Eine ungewöhnlich frühe Wette

Die Politik kommt bei neuen Technologien oft spät. Lummis machte die ungewöhnliche Erfahrung, Bitcoin Jahre vor dem Kongress kennenzulernen, als dieser kaum Anlass hatte, sich ernsthaft damit zu befassen. Anschließend beobachtete sie, wie viele Fragen rund um die Kryptowährung aus Nischendebatten in die Mainstream-Finanzwelt und die Bundespolitik gelangten.

Diese lange Erfahrung erklärt nicht jede ihrer Positionen zu digitalen Vermögenswerten, hilft aber zu verstehen, warum Krypto für sie mehr als nur ein weiteres Gesetzgebungsthema geworden ist. Nur wenige Senatoren, die über die Zukunft der Branche debattieren, können sagen, dass sie Bitcoin kauften, als er nur wenige hundert Dollar wert war.

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