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Der S&P 500 ist seit Langem der wichtigste Benchmark an der Wall Street. Der Kryptomarkt verfügt jedoch weiterhin über keinen vergleichbaren Index. Statt eines eindeutigen Benchmarks verlassen sich Trader auf mehrere Indikatoren – und diese zeichnen oft ein unterschiedliches Bild.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Der S&P 500 notiert derzeit nahe seinen Rekordhochs, doch unter der Oberfläche ist das Bild deutlich schwächer, berichtet CoinDesk. Rund 257 der 500 Unternehmen notieren unter ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt – einem der am weitesten verbreiteten Indikatoren für den langfristigen Preistrend.
Diese Kennzahl wird als Marktbreite bezeichnet. Sie zeigt, wie viele Unternehmen an der allgemeinen Bewegung teilnehmen. Notieren mehr als die Hälfte der Aktien unter ihren gleitenden 200-Tage-Durchschnitten, bedeutet dies, dass eine relativ kleine Gruppe von Unternehmen den Markt nach oben treibt.
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Bei den größten Kryptowährungen ist das Bild umgekehrt. Von den 100 Token mit der höchsten Marktkapitalisierung notieren 88 – darunter Bitcoin und Ethereum – über ihren gleitenden 200-Tage-Durchschnitten. Die meisten liegen zudem über ihren 50- und 100-Tage-Durchschnitten.
Ein Vergleich zwischen Krypto und Aktien ist nur bedingt möglich. Digital Assets verfügen weiterhin über keinen einzelnen Index, den der Markt ähnlich behandelt wie die Wall Street den S&P 500. Stattdessen gibt es mehrere konkurrierende Benchmarks, die den Markt jeweils unterschiedlich messen.
Eine der bekanntesten Optionen ist der CoinDesk 20. Er umfasst 20 große und liquide Digital Assets. Der Anteil der größten Kryptowährungen ist begrenzt, damit Bitcoin und Ethereum die Wertentwicklung des Index nicht nahezu im Alleingang bestimmen.
Auch S&P verfügt über eigene Kryptoindizes. Der S&P Cryptocurrency Broad Digital Asset Index umfasst fast 200 Assets und gewichtet sie nach Marktkapitalisierung. Der kompaktere S&P Cryptocurrency Top 30 Index bildet die 30 größten Kryptowährungen ab.
Eine weitere Option bieten Nasdaq und CME. Der Nasdaq CME Crypto Index bündelt einige der meistgehandelten Digital Assets in einem Korb und richtet sich in erster Linie an institutionelle Investoren.
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Die Ansätze unterscheiden sich erheblich. CoinDesk konzentriert sich auf einen begrenzten Korb großer und liquider Assets, S&P bietet eine breitere Marktabdeckung, während Nasdaq CME den Fokus auf stark gehandelte Kryptowährungen legt. Daher können diese Indizes selbst am selben Tag eine deutlich unterschiedliche Wertentwicklung zeigen.
In der Praxis verlassen sich Krypto-Trader meist auf mehrere Indikatoren statt auf einen einzelnen Index. Der offensichtlichste ist Bitcoin. Bitcoin bleibt das größte Asset des Marktes, weshalb seine Kursbewegung häufig die Richtung anderer Kryptowährungen vorgibt. Steigt BTC, während die meisten Altcoins seitwärts laufen oder fallen, lässt sich nur schwer von einer breit angelegten Marktrally sprechen.
Der zweite Indikator ist die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung. Sie zeigt den kombinierten Marktwert der Digital Assets und hilft zu verdeutlichen, ob der Gesamtmarkt wächst oder schrumpft. Trader betrachten häufig auch die Marktkapitalisierung ohne Bitcoin oder ohne BTC und Ethereum, um ein klareres Bild der Entwicklung bei den Altcoins zu erhalten.
Ein weiterer wichtiger Indikator ist die Bitcoin-Dominanz. Sie zeigt den Anteil von BTC an der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung. Steigt der Wert, nimmt Bitcoin einen größeren Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung ein. Fällt er, während der Markt steigt, entwickeln sich andere Kryptowährungen im Allgemeinen besser als BTC.
Der Kryptomarkt ist in mehreren wichtigen Punkten komplexer als der Aktienmarkt. Ein großer Teil der gesamten Marktkapitalisierung konzentriert sich auf Bitcoin und Ethereum. Bewegungen dieser beiden Assets können daher das Gesamtbild erheblich verändern, selbst wenn sich Dutzende anderer Token kaum bewegen.
Ein weiteres Problem ist, dass sich die Zusammensetzung des Marktes ständig verändert. Einige Projekte gewinnen rasch an Marktkapitalisierung und steigen in die Ränge der größten Assets auf, während andere an Liquidität verlieren und aus den oberen Ranglisten verschwinden. Auch die Zusammensetzung des S&P 500 verändert sich, doch solche Verschiebungen erfolgen im Kryptomarkt deutlich schneller.
Daher verfügen Krypto-Trader weiterhin über kein universelles Pendant zum S&P 500, das eine sofortige Momentaufnahme des gesamten Marktes liefern könnte. Vielleicht braucht Krypto einen solchen Index auch nicht: Ein Markt, in dem Bitcoin steigen kann, während die meisten Altcoins fallen, ist schlicht zu komplex, um sich in einer einzigen Zahl abzubilden.
Möchten Sie, dass ich die englische Version eher wie einen von Muttersprachlern verfassten Finanznachrichtenartikel klingen lasse oder sie näher an der ursprünglichen russischen Formulierung halte?