Öffnet die Pforten: Warum die SEC den Weg für Krypto-ETFs freimachte

Öffnet die Pforten: Warum die SEC den Weg für Krypto-ETFs freimachte
SEC vereinfacht die Einführung von Krypto-ETFs

Die US-Regulierungsbehörde ändert die Regeln für Krypto-Spot-ETFs: Nun können solche Produkte schneller und einfacher aufgelegt werden, ohne mehrstufige Genehmigungen. Diese Entscheidung könnte die Zahl der auf Kryptowährungen basierenden Fonds in den kommenden Monaten stark erhöhen und erheblich diversifizieren.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ein Wendepunkt in der SEC-Politik

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat Änderungen genehmigt, die die Einführung von Kryptowährungs-Spot-ETFs vereinfachen. Börsen wie NYSE, Nasdaq und Cboe wurde das Recht eingeräumt, einheitliche Notierungsstandards für rohstoffbasierte Trust-Aktien anzuwenden. Mit anderen Worten: Wenn ein Produkt vorab genehmigte Kriterien erfüllt, kann es ohne separate, manuelle Genehmigung zum Handel zugelassen werden.

Für den Markt bedeutet dies eine Verkürzung des maximalen Genehmigungszyklus von 240 auf 75 Tage. Die Entscheidung trat am 17. September 2025 in Kraft und könnte ein wichtiger Schritt bei der Umgestaltung des Regulierungsansatzes sein.

Wie viele Anträge in der Warteschlange sind

Ende August 2025 hatte die SEC 92 aktive Anträge für die Auflegung von Kryptowährungs-ETFs. Dazu gehören nicht nur Bitcoin- und Ethereum-Fonds, die bereits in den USA gehandelt werden, sondern auch Dutzende von Produkten, die auf anderen Vermögenswerten basieren - von Solana und XRP bis zu Körben von Altcoins.

Bislang hat die Aufsichtsbehörde Entscheidungen über Monate, manchmal sogar Jahre, hinausgezögert. Jetzt können diese Anträge nach dem neuen Verfahren viel schneller bearbeitet werden - was Analysten als "Öffnung der Schleusen" bezeichnen.

Wer könnte der Erste sein

Der Markt erwartet, dass Solana- und XRP-ETFs die ersten sein werden, die nach den neuen Regeln aufgelegt werden. Die Anträge für diese Vermögenswerte wurden schon lange eingereicht, und die Infrastruktur ist bereits vorhanden: Verwahrungsdienste, Berechnungsprüfungen und Derivatehandel. Die ersten Fonds könnten bereits im Oktober auf den Markt kommen, sofern die Emittenten ihre Unterlagen rechtzeitig anpassen.

Was die Akteure der Branche sagen

Der Präsident von Bitwise Asset Management, Teddy Fusaro, bezeichnete die Entscheidung der SEC als "einen Wendepunkt, der ein Jahrzehnt des Widerstands überwindet" und erinnerte daran, dass der erste Bitcoin-ETF-Antrag bereits 2013 eingereicht wurde.

Nicht alle Kommentare sind jedoch positiv. Steve McClurg, CEO von Canary Capital, warnte:

"Die Tore sind offen, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns: Marketingpläne, rechtliche Einreichungen, Zusammenarbeit mit Anbietern - all das muss an die neue regulatorische Roadmap angepasst werden".

Warum das wichtig ist

Für die USA handelt es sich nicht nur um eine technische Reform, sondern um eine symbolische Veränderung. Wenn die Genehmigung der ersten Bitcoin-ETFs Anfang 2024 der "Einstiegspunkt" für institutionelle Anleger in den Kryptomarkt war, so setzt die aktuelle Entscheidung eine systemische Richtung: Jetzt geht es um das gesamte Spektrum der Krypto-ETFs, die möglicherweise Dutzende von Vermögenswerten abdecken. Dies verspricht nicht nur Diversifizierung für Investoren, sondern auch die Aufwertung von Kryptowährungen als eigenständige Anlageklasse.

Wo die Risiken liegen

Trotz der Begeisterung bleiben Risiken bestehen. Das beschleunigte Verfahren könnte dazu führen, dass Produkte mit unzureichender Infrastruktur oder schwachem Management auf den Markt kommen. Auf dem volatilen Kryptomarkt drohen dadurch Rechtsstreitigkeiten und Anschuldigungen gegenüber der SEC.

Darüber hinaus gibt es Filter: Ein Vermögenswert muss mindestens sechs Monate lang auf einer Plattform auf DCM-Niveau gehandelt worden sein und Transparenzstandards erfüllen. Viele Token erfüllen diese Bedingungen noch nicht.

Was kommt als Nächstes?

Die Branche erwartet die ersten Börsenzulassungen nach den neuen Regeln in diesem Herbst. Die SEC hat immer noch 92 aktive Anträge, und jetzt haben Börsen und Emittenten einen klaren Fahrplan.

Diese Entscheidung ist keine automatische Erfolgsgarantie für jedes Projekt, aber sie verändert die Dynamik des Marktes. Wenn in der Vergangenheit jeder Antrag ein separater Kampf war, haben Kryptowährungs-ETFs jetzt einen systemischen Weg zu den Anlegern.

Wie Fusaro sagte, "diese Entscheidung hebt ein Jahrzehnt des Widerstands auf". Aber ob sie den Beginn einer reifen Phase für die Branche markiert - oder eine neue Welle von Risiken - bleibt eine offene Frage.

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