BlackRock: Tokenisierung wird traditionelle Finanzen und digitale Vermögenswerte vereinen
Der frühere Krypto-Skeptiker Larry Fink und der COO von BlackRock, Rob Goldstein, sagten, dass die Tokenisierung eine Brücke zwischen dem traditionellen Finanzwesen und der Industrie für digitale Vermögenswerte sein wird.
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In einem gemeinsamen Meinungsbeitrag, der am Montag in The Economist veröffentlicht wurde, argumentierten die Führungskräfte, dass die Tokenisierung das derzeitige Finanzsystem in absehbarer Zeit nicht ersetzen, sondern beide Welten miteinander verschmelzen wird.
Sie beschrieben den Prozess als zwei Seiten eines Flusses, die zusammenfließen - auf der einen Seite die traditionellen Institutionen, auf der anderen die digitalen Innovatoren wie Stablecoin-Emittenten, Fintech-Unternehmen und öffentliche Blockchains. Den beiden zufolge konkurrieren diese Gruppen "nicht so sehr miteinander, sondern lernen vielmehr, miteinander zu kooperieren". Sie sagen voraus, dass die Anleger ihre Portfolios nicht mehr in traditionelle Vermögenswerte und Kryptoanlagen aufteilen werden. Stattdessen könnten eines Tages alle Anlageklassen über eine einzige digitale Brieftasche gekauft, verkauft und gehalten werden.
Traditionelles Finanzwesen erkennt jetzt den wahren Wert der Tokenisierung
Fink und Goldstein räumten ein, dass die anfängliche Skepsis darauf zurückzuführen war, dass die Tokenisierung vom spekulativen Krypto-Boom mitgerissen wurde. Sie sagten jedoch, dass sich die Kerntechnologie als geeignet erwiesen hat, das investierbare Universum weit über börsennotierte Aktien und Anleihen hinaus zu erweitern. Sie betonten, dass Tokenisierung illiquide Vermögenswerte - wie Immobilien, Kreditinstrumente und private Fonds - weitaus zugänglicher machen kann.
BlackRock selbst betreibt bereits den weltweit größten tokenisierten Cash-Management-Fonds, den 2,8 Milliarden Dollar schweren BUIDL-Liquiditätsfonds, der im März 2024 aufgelegt wurde. Dieses Produkt ist ein Beispiel dafür, wie etablierte Institutionen die Blockchain-Infrastruktur zunehmend für reale Finanzgeschäfte nutzen. Die Führungskräfte sagten, dass die Branche jetzt sieht, was sich hinter dem Hype verbirgt", und wiesen auf das Potenzial der Tokenisierung hin, die Kapitalmärkte langfristig umzugestalten.
Regulierungsbehörden sollen Regeln für die Integration von Token-Märkten aufstellen
Fink und Goldstein betonten auch, dass sich die Tokenisierung innerhalb eines sicheren und konsistenten regulatorischen Rahmens entwickeln muss. Sie forderten die politischen Entscheidungsträger auf, die bestehenden Regeln zu modernisieren, damit traditionelle Märkte und tokenisierte Vermögenswerte nahtlos zusammenarbeiten können. Die beiden verglichen die Entwicklung der Tokenisierung mit der Entwicklung von Anleihen-ETFs, die händlergesteuerte Märkte für festverzinsliche Wertpapiere mit öffentlichen Börsen verbunden und die Liquidität verbessert haben.
Da Bitcoin-Spot-ETFs jetzt an traditionellen Börsen gehandelt werden, argumentieren sie, dass eine ähnliche Integration zwischen Kryptowährungen und dem Mainstream-Finanzwesen stattfindet. Ihre Kernaussage: Die Regulierungsbehörden sollten das Risiko auf der Grundlage des zugrunde liegenden Vermögenswerts bewerten, nicht auf der Grundlage der Technologie, mit der er verpackt wird. Eine Anleihe ist immer noch eine Anleihe, auch wenn sie auf einer Blockchain lebt", so die Autoren.
Kürzlich schrieben wir, dass X Money, die digitale Geldbörse und Finanzschicht von Elon Musks ehrgeiziger Super-App-Vision, einen technischen Leiter sucht, der bei der Entwicklung einer "neuen Zahlungsplattform" helfen soll, die mehr als 600 Millionen monatliche Nutzer bedienen soll.
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