Bundesregierung legt Forschungsprogramm „Wasser: N“ in Deutschland auf

Bundesregierung legt Forschungsprogramm „Wasser: N“ in Deutschland auf
Neues Wasser-Forschungsprogramm gestartet

Quelle: BMFTR (Home)

Höhepunkte

  • Die Bundesregierung startet das Forschungsprogramm „Wasser: N“ mit einem Budget von rund 350 Millionen Euro für sektorenübergreifende Wasserforschung und schnelle Anwendungsorientierung.
  • Das Programm verbindet acht Ministerien, unterstützt nationale Strategien und fördert mit Fokus auf sauberes Wasser, Wassermanagement und innovative Technologien Wachstum im deutschen Wassersektor.
  • Internationale Kooperationen wie Water4All und WASA werden ausgebaut, Forschungsergebnisse öffentlich im „Innovationsatlas Wasser“ bereitgestellt, um globale Wassersicherheit und Nachhaltigkeitsziele zu stärken.

Wasserknappheit, Übernutzung und Verschmutzung setzen Wasserressourcen zunehmend unter Druck, zugleich nehmen Extremereignisse wie Dürre und Starkregen durch den Klimawandel zu.

Vor diesem Hintergrund soll ein neues, praxisnah ausgerichtetes Forschungs- und Innovationsprogramm Lösungen schneller in die Anwendung bringen und damit auch die Nationale Wasserstrategie unterstützen.

Das Vorhaben ist zudem als Impuls für Wachstumschancen in der Wasserwirtschaft angelegt, da die Nachfrage nach Technologien und Dienstleistungen im Wassersektor national und international steigt.

Budget, Ziele und Themenschwerpunkte des Programms

Unter Federführung des BMFTR hat die Bundesregierung das Bundesprogramm „Wasser: N, Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit“ gestartet.

Für die sektorübergreifende Wasserforschung sind rund 350 Millionen Euro vorgesehen, mit einem Fokus auf anwendungsorientierte Ergebnisse.

Zu den Schwerpunkten zählen sauberes Wasser, intakte Ökosysteme, Wasserextremereignisse sowie ein optimiertes Wassermanagement, ergänzt um Themen wie ressourceneffiziente Wasserkreisläufe und eine „neue Wasserkultur“.

Ein zentrales Ziel ist der schnelle Transfer der entwickelten Technologien, Verfahren, Managementkonzepte und Software-Tools in die Praxis, damit messbare Umwelt- und Gesellschaftseffekte entstehen.

Beteiligte Ressorts und erwartete Wirkung für Wirtschaft und Nachhaltigkeit

Das Programm ist ressortübergreifend angelegt, neben dem BMFTR sind unter anderem Auswärtiges Amt sowie die Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Entwicklung beteiligt.

Damit soll die Umsetzung nationaler Initiativen wie der Nationalen Wasserstrategie sowie weiterer Strategien des Bundes unterstützt und mit Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen verzahnt werden.

Aus Sicht der Bundesregierung eröffnet die Wasserwirtschaft Wachstumschancen, weil innovative Technologien und Dienstleistungen deutscher Anbieter von steigender Nachfrage im In- und Ausland profitieren können.

Darüber hinaus werden Beiträge zu Gesundheitsvorsorge, Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung betont, da Wassersicherheit als Grundlage weiterer Nachhaltigkeitsziele gilt.

Internationale Kooperation und Zugang zu Forschungsergebnissen

Die Bundesregierung verweist darauf, dass Wasserkrisen geopolitische und soziale Risiken verstärken können, etwa Konflikte oder Migration.

Deshalb soll die internationale Vernetzung von Wissenschaft und Forschung ausgebaut werden, etwa durch Beteiligung an europäischen Partnerschaften wie Water4All und durch Kooperationen wie die deutsch-afrikanische Forschungszusammenarbeit zur Wassersicherheit in Afrika (WASA).

Auch innerhalb der EU wird Zusammenarbeit als notwendig beschrieben, um Schutz und Nutzung von Gewässern grenzüberschreitend zu koordinieren.

Ergebnisse aus geförderten Projekten sollen gebündelt und öffentlich zugänglich im „Innovationsatlas Wasser“ bereitgestellt werden, darunter Produkte, Verfahren und Bildungsmaterialien zum nachhaltigen Umgang mit Wasser.

Zuletzt berichteten wir über die Förderstrategie des BMFTR für Energie, Klima und Nachhaltigkeit, das jährlich mit mehr als 700 Millionen Euro Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützt. Im Fokus standen unter anderem Klimaanpassung, Biodiversität, neue Mobilitätskonzepte sowie die Rolle der Digitalisierung als Hebel für nachhaltigere Prozesse. Zentral war dabei das Ziel, Ergebnisse schneller in Anwendungen für Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft zu überführen.

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