Lufthansa-Piloten kündigen 48-Stunden-Streik an, Betrieb in Kernmarke, Cargo und Cityline betroffen
Im laufenden Tarifkonflikt bei der Lufthansa spitzt sich die Auseinandersetzung erneut zu: Laut Aufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sollen Piloten ab Donnerstag für 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Betroffen wären vor allem Abflüge aus Deutschland bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei Lufthansa Cargo und erstmals auch bei Lufthansa Cityline. Eurowings nimmt an dieser Streikwelle nicht teil, weil eine Urabstimmung dort noch läuft.
Höhepunkte
- Vereinigung Cockpit ruft über 5.000 Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und erstmals Lufthansa Cityline zu 48-Stunden-Streik am 12. und 13. März auf.
- Tarifkonflikt fokussiert auf höhere Arbeitgeberbeiträge zu Betriebs- und Übergangsrenten für rund 4.800 Cockpit-Beschäftigte; Management lehnt Forderung aus Kostengründen ab.
- Zweite Streikwelle nach eintägigem Streik am 12. Februar, bei dem mehr als 800 Flüge und etwa 100.000 Passagiere betroffen waren; Verhandlungen weiterhin ohne neues Angebot.
Streikumfang, Termine und Ausnahmen
Wie die Bild berichtet, hat die Vereinigung Cockpit (VC) nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik an Donnerstag und Freitag (12. und 13. März) aufgerufen. Gefährdet sind Starts aus Deutschland bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachttochter Lufthansa Cargo sowie erstmals bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline. Flüge in den arabischen Raum sollen laut Gewerkschaft nicht bestreikt werden, als ausgenommen nannte die VC unter anderem Ägypten, Israel, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Hintergrund ist, dass die Gewerkschaft in der vergangenen Woche wegen der angespannten Lage im Luftverkehr nach Nahost auf Streikmaßnahmen verzichtet hatte.Tarifkonflikt um Betriebsrenten und Vergütung
Offiziell richtet sich der Arbeitskampf auf höhere Arbeitgeberbeiträge zu Betriebs- und Übergangsrenten für rund 4.800 Cockpit-Beschäftigte. Das Airline-Management lehnt dies laut Bericht wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität der Premium-Fluglinie ab. In den drei bestreikten Flugbetrieben hatten sich die Piloten in Urabstimmungen für Arbeitskämpfe entschieden, bei Eurowings läuft eine entsprechende Abstimmung bis Montag (16. März). Bei Lufthansa Cityline geht es parallel um einen neuen Vergütungstarifvertrag, auch dort sieht die Gewerkschaft nach eigenen Angaben kein tragfähiges Angebot.Zweite Streikwelle und Verhandlungspositionen
Es ist die zweite Streikwelle in der aktuellen Tarifauseinandersetzung bei der Lufthansa-Kerngesellschaft. Bereits am 12. Februar hatten die Piloten für einen Tag die Arbeit niedergelegt, damals fielen nach Angaben im Text mehr als 800 Flüge mit rund 100.000 Passagieren aus. Die VC kritisiert, der Arbeitgeber habe auch nach diesem Streik kein Angebot vorgelegt und signalisiere nur Gesprächsbereitschaft ohne substanzielle Verbesserungen. VC-Präsident Andreas Pinheiro erklärte, es helfe nicht, wenn nicht über Verbesserungen der betrieblichen Altersversorgung gesprochen werde. Der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens, kündigte an, weiter verhandelt werde erst, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliege.Wir berichteten zuvor über das Insolvenzverfahren der Rackl-Gruppe und die Gespräche mit mehreren Interessenten über eine Übernahme der 35 Filialen. Im Fokus stand, dass gestiegene Rohstoff- und Energiekosten sowie verändertes Kaufverhalten den Betrieb belasten, während in der Eigenverwaltung um den Erhalt möglichst vieler der rund 470 Arbeitsplätze gerungen wird.
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