US-Aktien-Futures geben vor der Fed-Sitzung nach, da der Ölpreis über 100 Dollar bleibt

US-Aktien-Futures geben vor der Fed-Sitzung nach, da der Ölpreis über 100 Dollar bleibt
Öl drückt US-Futures vor Fed-Sitzung

Die US-Aktienindexfutures gaben am Dienstag nach, während sich der Ölpreis in der Nähe von 100 $ pro Barrel bewegte, was die Befürchtung verstärkte, dass ein Energieschock den Kampf gegen die Inflation erneut erschweren könnte. Der Rückschlag erfolgte nur wenige Stunden vor Beginn der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, bei der die Anleger weitgehend mit unveränderten Zinssätzen rechnen, aber angesichts der sich verschärfenden geopolitischen Spannungen auf einen restriktiveren Ton gefasst sind.

Höhepunkte

  • Steigende Ölpreise sind wieder zu einem großen Risiko für US-Aktien geworden.
  • Die Anleger erwarten, dass die Fed die Zinssätze konstant halten wird, signalisieren aber, dass sie die Inflation weiterhin im Auge behalten wird.
  • Nach einer von der Technologiebranche ausgelösten Erholung hat sich die Aufmerksamkeit der Märkte wieder auf die Makroökonomie und die Geopolitik verlagert.

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Öl und die Fed rücken wieder in den Mittelpunkt des Marktgeschehens

Laut Reuters ist der wichtigste Stimmungsmacher nach wie vor der Nahe Osten. Die Ölpreise sind in die Höhe geschnellt, da die Anleger das Risiko längerer Unterbrechungen in der Straße von Hormuz, einer wichtigen Route für den weltweiten Energietransport, einschätzen. Dieser erneute Druck auf dem Energiemarkt hat die Inflationssorgen wieder in den Vordergrund gerückt, während sich die Fed anschickt zu signalisieren, wie sie das Gleichgewicht zwischen Preisstabilität und Wirtschaftswachstum sieht.

Vor diesem Hintergrund bewerten die Anleger die Aussichten für die Geldpolitik neu. Es wird immer noch erwartet, dass die Zentralbank die Kreditkosten am Ende ihrer Sitzung am Mittwoch unverändert lässt. Doch der jüngste Anstieg der Ölpreise in Verbindung mit der anhaltenden Unsicherheit über die allgemeinen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts hat den Weg für Zinssenkungen unklarer gemacht. Der Markt rechnet jetzt nur noch mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende, während man vor der jüngsten Eskalation des Krieges mit etwa zwei Senkungen gerechnet hatte.

Tech-Erholung verliert an Schwung

Der Druck auf die Futures spiegelte auch eine Abkühlung des von der Technologiebranche ausgehenden Aufschwungs der vorangegangenen Sitzung wider. Am Montag verzeichnete der S&P 500 den größten Tagesgewinn seit mehr als einem Monat, was zum Teil auf die jährliche Entwicklerkonferenz von Nvidia und den neuen Optimismus im Bereich der künstlichen Intelligenz zurückzuführen war.

Nvidia erklärte, dass die Umsatzchancen für KI-Chips bis 2027 mindestens 1 Billion US-Dollar erreichen könnten, und skizzierte eine aggressivere Strategie auf dem schnell wachsenden Markt für Echtzeit-KI-Systeme. Am Dienstag war dieser Enthusiasmus jedoch in den Hintergrund getreten, da die Anleger ihre Aufmerksamkeit von den Wachstumsberichten der Unternehmen wieder auf Inflation, Öl und Zinsen richteten.

Aktien, die mit Reisen und der Sensibilität der Verbraucher für Treibstoffkosten zu tun haben, gerieten im vorbörslichen Handel unter Druck, während Energieunternehmen durch den Anstieg des Rohölpreises Unterstützung erhielten. Damit kehrte der Markt zu einem vertrauten Muster zurück: Höhere Ölpreise erhöhen das Inflationsrisiko und verringern gleichzeitig den Spielraum der Fed für eine schnelle Lockerung der Geldpolitik.

Die nächste Bewährungsprobe für Anleger

Die entscheidende Frage ist nun, wie lange der Ölpreis in der Nähe von 100 $ pro Barrel bleiben wird und ob die Fed den Schock als vorübergehend oder anhaltend betrachten wird. Da die Futures nach unten zeigen und die Volatilität nach wie vor hoch ist, signalisieren die Märkte, dass die Anleger auch nach einer starken Erholung der Aktienmärkte nicht bereit sind, das Risiko einer erneuten Inflationswelle auszuschließen.

Für die Wall Street bedeutet dies, dass die nächsten Tage nicht nur davon abhängen werden, was der Vorsitzende der US-Notenbank Jerome Powell sagt, sondern auch davon, ob der Ölpreis weiter steigt. Diese eine Variable ist wieder einmal zum zentralen Faktor geworden, wenn es darum geht, wie Anleger Wachstum, Zinsen und Unternehmensgewinne bewerten.

Wir haben auch berichtet, dass die Nvidia-Aktie nach der Vorstellung der Vera Rubin-Plattform mit sieben neuen KI-Chips um 1,7 % steigt.

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