SpaceX senkt das IPO-Bewertungsziel auf 1,8 Billionen US-Dollar, während der Börsengang näher rückt

SpaceX senkt das IPO-Bewertungsziel auf 1,8 Billionen US-Dollar, während der Börsengang näher rückt
SpaceX strebt eine IPO-Bewertung von 1,8 Billionen US-Dollar an

​SpaceX strebt nun bei seinem Börsengang eine Bewertung von mindestens 1,8 Billionen US-Dollar an, was unter dem früheren Ziel von mehr als 2 Billionen liegt, während Elon Musks Unternehmen die Anlegernachfrage für das möglicherweise größte IPO aller Zeiten testet. Das überarbeitete Ziel spiegelt das Feedback von Beratern und potenziellen Investoren wider, während das Unternehmen weiterhin den Börsengang an der Nasdaq vorbereitet, der in wenigen Wochen erfolgen könnte.

Höhepunkte

  • SpaceX strebt bei seinem Börsengang eine Bewertung von mindestens 1,8 Billionen US-Dollar an, was unter den bisherigen Erwartungen von über 2 Billionen liegt.
  • Das Unternehmen könnte versuchen, bis zu 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln, was den Börsengang zum größten IPO aller Zeiten machen würde.
  • Das offizielle Marketing könnte bereits am 4. Juni beginnen, mit einer möglichen Preisfestsetzung ab dem 11. Juni.
  • SpaceX meldete für 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar, verzeichnete jedoch einen Verlust von 4,94 Milliarden US-Dollar nach einem Gewinn von 791 Millionen im Vorjahr.

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Ein niedrigeres Ziel, aber dennoch ein historisches Angebot

Laut Bloomberg hat SpaceX nach Gesprächen mit Beratern und Investoren sein Bewertungsziel für das IPO gesenkt. Zuvor wurde berichtet, dass das Unternehmen eine Bewertung von über 2 Billionen US-Dollar anstrebt, das aktuelle Ziel liegt nun jedoch bei mindestens 1,8 Billionen.

Solche Anpassungen sind vor der Preisfestsetzung eines IPOs üblich, da Unternehmen die Größe und Bewertung eines Angebots anhand der Nachfrage während der Investoren-Gespräche verfeinern. SpaceX will weiterhin bis zu 75 Milliarden US-Dollar einnehmen – ein Betrag, der alle bisherigen IPOs übertreffen und öffentlichen Investoren Zugang zu einem der weltweit meistbeachteten Privatunternehmen verschaffen würde.

Das Unternehmen wird voraussichtlich ab dem 4. Juni mit dem offiziellen Marketing beginnen und könnte das Angebot bereits am 11. Juni bepreisen, wobei sich der Zeitplan um einige Tage verschieben kann. SpaceX plant eine Notierung an der Nasdaq und Nasdaq Texas unter dem Ticker SPCX. Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase führen das Angebot gemeinsam mit 18 weiteren Banken an.

Von Raketen zu KI-Infrastruktur

Die IPO-Anmeldung zeigt, wie SpaceX sich als mehr als nur ein Raketen- und Satelliten-Internet-Unternehmen präsentiert. Das Investorenpitch beschreibt ein Geschäft, das sich von wiederverwendbaren Trägersystemen und Starlink auf Dienstleistungen im Bereich künstliche Intelligenz, Infrastruktur und sogar orbitale Rechenzentren ausweitet, mit einem angegebenen adressierbaren Gesamtmarkt von 28,5 Billionen US-Dollar.

Dieser Ehrgeiz bringt finanziellen Druck mit sich. SpaceX meldete für 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar, nach 14 Milliarden im Vorjahr. Gleichzeitig wechselte das Unternehmen jedoch von einem Gewinn von 791 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 zu einem Verlust von 4,94 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

Im Februar gab das Unternehmen außerdem bekannt, dass es xAI übernommen hat, das von Musk kontrollierte KI-Unternehmen hinter Grok und der Social-Media-Plattform X. Die Transaktion bewertete SpaceX mit 1 Billion US-Dollar und xAI mit 250 Milliarden US-Dollar.

Ein Test für die öffentlichen Märkte

Der geplante Börsengang wird zeigen, ob Investoren bereit sind, SpaceX als kombiniertes Unternehmen für Raumfahrt, Kommunikation und KI-Infrastruktur zu bewerten – und nicht als klassisches Luft- und Raumfahrtunternehmen. Selbst bei 1,8 Billionen US-Dollar würde die Bewertung SpaceX vom ersten Handelstag an zu einem der wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt machen.

Die nächsten Signale kommen von der Roadshow, bei der die Anlegernachfrage entscheidet, ob SpaceX das niedrigere Bewertungsziel beibehält, es erneut anhebt oder den Zeitplan verschiebt. Mit einer möglichen Kapitalaufnahme von 75 Milliarden US-Dollar, 18,7 Milliarden Jahresumsatz und einem Verlust von 4,94 Milliarden US-Dollar wird das IPO als Gradmesser dafür gelten, wie weit die öffentlichen Märkte für KI-getriebenes Wachstum gehen wollen.

Zuvor wurde berichtet, dass SpaceX- und OpenAI-IPOs die Risiken im KI-Sektor erhöhen könnten.

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