SpaceX- und OpenAI-Börsengänge könnten die Risiken im KI-Sektor erhöhen

SpaceX- und OpenAI-Börsengänge könnten die Risiken im KI-Sektor erhöhen
SpaceX- und OpenAI-Börsengänge erhöhen das Risiko einer KI-Blase

​Potenzielle Börsengänge von SpaceX und OpenAI könnten zu einer neuen Belastungsprobe für einen Markt werden, der bereits stark von einer kleinen Gruppe von Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz abhängig ist. Laut Schätzungen der Bank of America könnte die Notierung solcher Emittenten die Konzentration der KI-Marktführer an der US-Marktkapitalisierung auf ein Niveau treiben, das mit einigen der größten historischen Blasen vergleichbar ist.

Höhepunkte

  • Die Bank of America warnt, dass die Börsengänge von SpaceX und OpenAI die Marktkonzentration rund um KI erhöhen könnten.
  • Der Anteil führender KI-Unternehmen an der US-Marktkapitalisierung könnte von 40 % auf 48 % steigen.
  • Eine schnelle Aufnahme neuer Aktien in Indizes könnte zu Zwangskäufen durch passive Fonds führen.

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Der Markt wird noch enger

Wie Yahoo!Finance berichtet, warnte Michael Hartnett, Chefstratege der Bank of America, dass große Börsengänge von SpaceX und OpenAI den Anteil führender KI-Unternehmen an der gesamten US-Marktkapitalisierung von derzeit etwa 40 % auf 48 % erhöhen könnten. Das würde die Werte der Roaring Twenties, der Nifty-Fifty-Ära, der japanischen Blase der 1980er Jahre und der Dotcom-Blase übertreffen, läge aber noch unter der Konzentration der Eisenbahnaktien in den 1880er Jahren.

Das Problem ist nicht nur die Größe der potenziellen Börsengänge. Sollten solche Unternehmen schnell in wichtige Indizes aufgenommen werden, müssten passive Fonds deren Aktien unabhängig von der Bewertung kaufen, was die Nachfrage zusätzlich anheizen und das Gewicht des KI-Sektors in den Portfolios der Anleger erhöhen könnte. Die Financial Times berichtete zuvor, dass neue Nasdaq-Regeln es großen neuen Emittenten ermöglichen könnten, bereits 15 Tage nach dem Börsengang in den Nasdaq 100 aufgenommen zu werden, selbst bei geringem Streubesitz.

Renditen verändern den Preis künftigen Wachstums

Auch der Anleihemarkt erhöht die Verwundbarkeit dieser Entwicklung. SpaceX und OpenAI, wie andere schnell wachsende Technologieunternehmen, verlangen von Investoren, heute für Gewinne zu zahlen, die erst in einigen Jahren eintreffen könnten. Steigen die Renditen, wird dieses Modell weniger attraktiv, da künftige Cashflows mit einem höheren Satz abgezinst werden.

Auch das Inflationsumfeld bleibt ungünstig. Im April stieg der US-Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich um 3,8 %. Damit näherte sich die Inflation der 4 %-Marke, einem Niveau, das die Bank of America historisch als schwierig für Aktien einstuft. Laut Hartnett verlor der S&P 500 nach dem erstmaligen Überschreiten dieser Schwelle in früheren Zyklen im Schnitt etwa 4 % in den folgenden drei Monaten und fast 7 % innerhalb von sechs Monaten.

Konzentration wird zum Hauptrisiko

Potenzielle Börsengänge von SpaceX und OpenAI könnten den öffentlichen KI-Markt verbreitern, ihn aber auch noch abhängiger von einer kleinen Gruppe von Unternehmen machen. Für Anleger bedeutet das weniger Diversifikation innerhalb der Indizes und eine höhere Marktsensitivität gegenüber jeder Änderung der Erwartungen an künstliche Intelligenz.

Steigen die Renditen weiter und nähert sich der Verbraucherpreisindex der 4 %-Marke, könnte der Markt beginnen, strengere Bewertungsmaßstäbe an Unternehmen anzulegen, deren Gewinne erst weit in der Zukunft erwartet werden.

Wir berichteten außerdem, dass der SpaceX-Börsengang Millionen von Privatanlegern den Zugang eröffnen könnte.

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