Pieper sichert Fortbestand nach Insolvenzverkauf, sieben Filialen schließen
Nach der Insolvenz in Eigenverwaltung steht die Parfümeriekette Pieper vor einem Neustart unter einem neuen Eigentümer. Von zuletzt 122 Filialen bleiben 115 bestehen, während rund 740 Arbeitsplätze erhalten werden und etwa 30 Stellen wegfallen.
Höhepunkte
- Pieper wird nach erfolgreichem Insolvenzverkauf an die französische Familie Konckier übergeben, wobei Gläubiger dem Sanierungsplan zustimmen.
- Sieben Filialen schließen im Rahmen der Restrukturierung; von ehemals 122 bleiben 115 Standorte erhalten, rund 30 Arbeitsplätze entfallen, 740 bleiben bestehen.
- Die Familie Konckier übernimmt Pieper über AIH Holding, während die bisherige Eigentümerfamilie aussteigt und der Kaufpreis vertraulich bleibt.
Verkauf über Insolvenzplan abgeschlossen
Wie BILD berichtet, haben sich Pieper und die französische Unternehmerfamilie Konckier darauf geeinigt, den Verkauf der Kette über den Insolvenzplan abzuwickeln. Nach Unternehmensangaben stimmen die Gläubiger dem Plan zu, damit gilt die Sanierung als erfolgreich abgeschlossen.Das 1931 in Bochum als Seifengeschäft gegründete Unternehmen hatte im vergangenen November Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die vor allem in Nordrhein-Westfalen gewachsene Kette betreibt auch Standorte in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
Im Zuge der Neuordnung werden sieben weitere Geschäfte geschlossen. Damit bleiben von den zu Jahresbeginn noch 122 Filialen insgesamt 115 erhalten.
Neuer Eigentümer und Folgen für den Markt
Neuer Eigentümer soll die Beteiligungsgesellschaft AIH Holding der Familie Konckier werden. Der Familie gehört auch die börsennotierte Groupe Bogart in Paris, die mit Düften handelt, Parfum produziert und nach Unternehmensdarstellung rund 450 Parfümerie- und Drogeriefilialen in Europa und im Nahen Osten unter mehreren Marken betreibt.Mario Lehmann, Marketingleiter der Stadt-Parfümerie Pieper GmbH, sagt zu BILD, im Zuge der Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens entfallen rund 30 Arbeitsplätze. Gleichzeitig können ihm zufolge etwa 740 Arbeitsplätze erhalten werden.
Zu den finanziellen Details der Transaktion machen die Beteiligten keine Angaben, der Kaufpreis bleibt vertraulich. Die bisherige Eigentümerfamilie zieht sich nach dem Verkauf aus der Geschäftsführung zurück, die Marke Pieper soll jedoch erhalten bleiben.
Der Fall verweist auch auf den Druck im deutschen Parfümeriehandel. Zuletzt meldet auch die Parfümerie Thiemann Insolvenz an, betroffen sind dort 13 Ladengeschäfte, vor allem in Ostdeutschland.
In unserem früheren Beitrag zu den neuen Initiativen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für Jugendbeschäftigung und Migrantenintegration haben wir erläutert, wie Ausbildung, Weiterbildung und Anreize für Unternehmen den Arbeitsmarktzugang verbessern sollen. Die Maßnahmen zielen auf Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe und zeigen, wie stark Beschäftigung und Arbeitsbedingungen in Deutschland derzeit im Fokus wirtschaftspolitischer Entscheidungen stehen.
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