US-Richterin weist xAI-Klage von Musk gegen OpenAI ab

US-Richterin weist xAI-Klage von Musk gegen OpenAI ab
Musk verliert weiteren OpenAI-Fall vor US-Gericht

​Elon Musks xAI erlitt einen weiteren rechtlichen Rückschlag im Kampf gegen OpenAI, nachdem eine Bundesrichterin die Klage wegen Geschäftsgeheimnissen gegen den ChatGPT-Entwickler abgewiesen hat. Das Urteil verengt eine Front in Musks breiterem Kampf gegen OpenAI und dessen CEO Sam Altman, während die beiden Unternehmen weiterhin in einem umfassenden Wettbewerb um Talente, Daten und die Kontrolle über den Markt für künstliche Intelligenz stehen.

Höhepunkte

  • Die Klage von xAI gegen OpenAI wegen Geschäftsgeheimnissen wurde endgültig abgewiesen.
  • Die Richterin erklärte, xAI habe nicht nachweisen können, dass OpenAI zum Diebstahl vertraulichen Materials angestiftet habe.
  • Das Urteil folgt auf Musks jüngste Niederlage in einem separaten OpenAI-Rechtsstreit.

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Richterin stellt fest, dass xAI kein Fehlverhalten von OpenAI nachweisen konnte

Laut CoinGape wies die US-Bezirksrichterin Rita Lin in San Francisco die Klage von xAI endgültig ab (dismissed with prejudice) und stellte fest, dass das Unternehmen nicht nachgewiesen habe, dass OpenAI unrechtmäßig vertrauliches Material im Zusammenhang mit Grok, dem Chatbot von xAI, erlangt habe. Der Fall drehte sich um den ehemaligen leitenden xAI-Ingenieur Xuechen Li und den Vorwurf, OpenAI habe ihn dazu verleitet, Geschäftsgeheimnisse preiszugeben, nachdem er Musks Unternehmen verlassen hatte.

Lin wies dieses Argument zurück und erklärte, xAI habe nicht genügend faktische Behauptungen vorgelegt, um den begründeten Rückschluss zuzulassen, dass OpenAI ehemalige xAI-Mitarbeiter dazu ermutigt habe, vertrauliche Informationen zu entwenden oder offenzulegen. Sie warnte zudem davor, dass die Einstufung gewöhnlicher Fragen zum bisherigen Werdegang eines Bewerbers als Beweis für den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen eine weitreichende Haftung für Arbeitgeber bei routinemäßigen Einstellungen schaffen würde.

Die Entscheidung folgte auf eine frühere Abweisung der Ansprüche von xAI im Februar, als das Gericht dem Unternehmen die Chance gab, seine Klage zu überarbeiten. Diesmal befand das Gericht, dass weitere Änderungen zwecklos wären, was die Abweisung zu einem entscheidenden Sieg für OpenAI macht.

Musks Rechtsstreit mit OpenAI spitzt sich weiter zu

Das Urteil ist Musks zweite große gerichtliche Niederlage gegen OpenAI in den letzten Wochen. Im vergangenen Monat wies eine Bundesjury seine Klage ab, in der er OpenAI, Altman und Mitbegründer Greg Brockman beschuldigte, die ursprüngliche gemeinnützige Mission des Unternehmens aufgegeben zu haben; die Jury befand, dass Musk zu lange gewartet habe, um die Ansprüche geltend zu machen.

Musk war Mitbegründer von OpenAI, verließ das Unternehmen jedoch 2018. Seitdem ist er zu einem seiner schärfsten Kritiker geworden, während er xAI als direkten Konkurrenten aufbaut. Die Fehde erstreckt sich nun auf den Produktwettbewerb, das Recruiting, Governance-Streitigkeiten und Vorwürfe über die Ausrichtung der Entwicklung fortgeschrittener KI.

Ein rechtlicher Verlust inmitten des Marktaufschwungs von SpaceX

Der Rückschlag erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Musks Geschäftsimperium erneut die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich zieht. Die Aktien von SpaceX stiegen nach einem Rekord-IPO sprunghaft an, was den Marktwert des Unternehmens auf rund 2,5 Billionen US-Dollar hob und Musks geschätztes Vermögen laut wichtigen Marktberichten über die Marke von 1 Billion US-Dollar trieb.

Dieser Markterfolg verleiht Musk finanziellen Schwung, doch die OpenAI-Urteile zeigen die Grenzen auf, Gerichte zu nutzen, um einen Rivalen auszubremsen. Für KI-Unternehmen ist die Entscheidung auch ein Signal: Die Einstellung von Mitarbeitern der Konkurrenz reicht nicht aus, um den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen zu beweisen, ohne dass klare Anschuldigungen vorliegen, dass der neue Arbeitgeber geschützte Informationen angefordert, erhalten oder verwendet hat. In einem Sektor, in dem Ingenieure schnell zwischen Konkurrenten wechseln, könnte diese Unterscheidung künftige Streitigkeiten über Talente und vertrauliche KI-Systeme prägen. 

Wir haben auch darüber berichtet, wie Musk sein Vermögen mit Elektroautos, Raumfahrt und KI aufgebaut hat.

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