OpenAI und Broadcom enthüllen ersten KI-Chip angesichts steigender Nachfrage
OpenAI und Broadcom haben den ersten maßgeschneiderten Chip für künstliche Intelligenz von OpenAI vorgestellt: einen Prozessor namens Jalapeño, der darauf ausgelegt ist, KI-Modelle effizienter zu betreiben. Dieser Schritt markiert eine neue Phase in den Bemühungen von OpenAI, mehr Kontrolle über die Infrastruktur hinter ChatGPT und seinen anderen Produkten zu gewinnen, während die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiter steigt.
Höhepunkte
- OpenAI hat seinen ersten maßgeschneiderten KI-Chip, Jalapeño, vorgestellt.
- Broadcom wird den Chip für OpenAI fertigen.
- OpenAI versucht, mehr Kontrolle über seine KI-Infrastruktur zu erlangen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
OpenAI steigt in die Halbleiterproduktion ein
Der Chip wird von Broadcom hergestellt und von OpenAI für die Inferenz genutzt – den Prozess, bei dem KI-Modelle den Nutzern nach dem Training bereitgestellt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass Jalapeño auf die kostspielige, volumenstarke Arbeit hinter ChatGPT-Antworten, Unternehmenstools und anderen Anwendungen abzielt, berichtet CNBC.
OpenAI-Präsident Greg Brockman erklärte, dass die interne Entwicklung eines größeren Teils des Technologie-Stacks dem Unternehmen helfen würde, mehr Intelligenz mit größerer Effizienz bereitzustellen und den Zugang zu fortschrittlicher KI zu erweitern. Die Unternehmen bezeichneten den neuen Prozessor als „Intelligence Processor“ und als den ersten KI-Beschleuniger innerhalb einer breiteren Plattform, die sie weiter ausbauen wollen.
Broadcom-Aktien stiegen nach der Ankündigung um etwa 2 %. Der Chiphersteller hat sich zu einem Hauptprofiteur des KI-Booms entwickelt, indem er großen Technologieunternehmen und führenden KI-Laboren hilft, maßgeschneiderte Halbleiter zu entwerfen.
Ein Vorstoß über Nvidia hinaus
OpenAI gehört zu den größten Käufern von Nvidia-GPUs, seit ChatGPT 2022 den Boom der generativen KI mit ausgelöst hat. Nvidia-Chips bleiben zentral für das Training und den Betrieb fortschrittlicher Modelle, aber hohe Preise und ein begrenztes Angebot haben große KI-Unternehmen dazu bewogen, zu diversifizieren.
OpenAI hat bereits Verträge mit Amazon Web Services für Trainium-Chips, Advanced Micro Devices und Cerebras Systems unterzeichnet. Die Partnerschaft mit Broadcom geht noch weiter, da sie OpenAI einen Chip bietet, der exakt auf die eigenen Workloads zugeschnitten ist.
Der Jalapeño-Chip ist ein ASIC, ein Prozessortyp, der für spezifische Aufgaben gebaut wurde. ASICs sind weniger flexibel als Allzweck-GPUs, können aber kostengünstiger und effizienter sein, wenn sie für einen eng gefassten Bereich von KI-Workloads konzipiert sind. Der Chip konzentriert sich zunächst auf die Inferenz statt auf das Training; der Einsatz für Kunden wird noch in diesem Jahr erwartet.
Das Rennen um die Infrastruktur verschärft sich
Das Chip-Debüt von OpenAI ist von Bedeutung, da es im KI-Wettbewerb nicht mehr nur um Modelle geht. Es geht auch um Chips, Energie, Rechenzentren und die Kosten für die Bearbeitung von Milliarden von KI-Anfragen.
Maßgeschneiderte Halbleiter könnten OpenAI helfen, die Abhängigkeit von Nvidia im Laufe der Zeit zu verringern, auch wenn sie GPUs nicht über Nacht ersetzen werden. Das Unternehmen baut eine breitere Lieferantenbasis auf und versucht gleichzeitig, die Inferenz billiger und zuverlässiger zu machen. Für Broadcom stärkt der Deal die Position als bevorzugter Partner für maßgeschneiderte Chips für KI-Unternehmen, die Hardware benötigen, die auf ihre eigenen Systeme zugeschnitten ist.
Wir berichteten auch, dass OpenAI eine der größten KI-Implementierungen im Bankensektor abgeschlossen hat.
- Forex
- Crypto