EUR/USD bleibt nach seinem jüngsten Rückgang in Richtung der Jahrestiefs unter Druck, obwohl das Momentum des Dollars leicht nachgelassen hat. Aktuellen Markt-Updates zufolge hält sich der Euro nahe 1,1390-1,1407, während der Dollar im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten schwächelt. Der Fokus liegt in dieser Woche auf den JOLTS, dem ADP-Bericht und den Nonfarm Payrolls am Donnerstag, den 2. Juli.
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Der EZB-Faktor
Die Unterstützung für den Euro ist durch vorsichtige Markterwartungen hinsichtlich der nächsten Schritte der EZB begrenzt. Auf dem Sintra-Forum bestätigte Christine Lagarde, dass die Zinserhöhung im Juni auf 2,25 % gerechtfertigt war, da die Inflation in der Eurozone im Mai bei fast 3,2 % verharrte. Gleichzeitig verfolgt die EZB weiterhin einen Ansatz von Sitzung zu Sitzung, sodass das Aufwärtspotenzial des Euro ohne stärkere Inflationsdaten begrenzt bleiben könnte.
Fed- und Dollar-Faktor
Der Dollar wird weiterhin von den Erwartungen einer straffen Haltung der Fed gestützt, doch sein Vormarsch ist weniger sicher geworden. Der Markt wartet auf eine Bestätigung der US-Wirtschaftsstärke: Für die Juni-Payrolls wird eine Verlangsamung auf etwa 107.000 nach 172.000 im Mai erwartet, während die Arbeitslosenquote auf 4,4 % steigen könnte. Sollten die Daten schwächer als erwartet ausfallen, könnte EUR/USD Raum für eine Erholung gewinnen.
Technisches Chartbild
Auf dem Stundenchart notiert das Paar nahe 1,1393 und bleibt unterhalb der markierten Zone von 1,1400-1,1470, die nun als Widerstand fungiert. Nach einem Abpraller aus dem Bereich von 1,1330-1,1340 gelang es den Käufern nicht, sich über 1,1430 zu etablieren, und der Preis rutschte zurück in Richtung der unteren Spannenbegrenzung. Die nächsten Niveaus sind Widerstände bei 1,1400, 1,1430 und 1,1465; Unterstützungen liegen bei 1,1380, 1,1360 und 1,1330.
Fazit
Das Basisszenario für die kommenden Sitzungen ist eine vorsichtige Konsolidierung mit dem Risiko eines weiteren Rückgangs, sofern sich EUR/USD nicht über 1,1400-1,1430 stabilisiert. Ein souveräner Ausbruch über 1,1465 würde die Aussichten für den Euro verbessern, aber ein Rutsch unter 1,1380 würde den Druck zurück in Richtung 1,1360 und dann zu den Tiefs nahe 1,1330 bringen. Insgesamt bleiben die Aussichten für das Paar, wie ich bereits im Artikel EUR/USD hält 1,1400 unter Druck durch starken Dollar anmerkte, negativ.
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