Bundesregierung beziffert nicht obligatorisch abgesicherte Selbstständige in Deutschland auf rund 2,15 Millionen

Bundesregierung beziffert nicht obligatorisch abgesicherte Selbstständige in Deutschland auf rund 2,15 Millionen
2,15 Mio. Selbstständige ungeschützt

Die Altersabsicherung von Selbstständigen bleibt in Deutschland nur näherungsweise erfassbar. Für 2021 schätzt die Bundesregierung die Zahl der im Haupterwerb nicht obligatorisch abgesicherten Selbstständigen auf rund 2,15 Millionen und verweist zugleich auf ergänzende Daten aus einem Forschungsbericht des Arbeitsministeriums.

Höhepunkte

  • Die Bundesregierung schätzt die Zahl der nicht obligatorisch abgesicherten Selbstständigen im Haupterwerb für 2021 auf rund 2,15 Millionen.
  • Laut Bundestagsantwort sind 890.000 Selbstständige in Deutschland im Jahr 2021 obligatorisch altersabgesichert.
  • Die Antwort der Bundesregierung unterstreicht eine gravierende Vorsorgelücke für rund zwei Millionen Selbstständige und liefert Impulse für künftige Regulierungsdebatten.

Zahlen zur Alterssicherung aus Bundestagsantwort

Wie der Deutscher Bundestag mitteilt, nennt die Bundesregierung diese Schätzung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Demnach lässt sich die Gesamtzahl der nicht obligatorisch versicherten Selbstständigen nur näherungsweise bestimmen.

Für 2021 liegt die geschätzte Zahl der nicht obligatorisch abgesicherten Selbstständigen im Haupterwerb bei rund 2,15 Millionen. Zusätzlich beziffert die Bundesregierung die Zahl der Selbstständigen mit obligatorischer Alterssicherung in ihrer Antwort auf 890.000.

Bedeutung für Arbeitsmarkt und Vorsorgepolitik

Die Angaben verweisen auf eine weiterhin große Gruppe von Selbstständigen, deren Absicherung im Alter nicht verpflichtend geregelt ist. Für die sozialpolitische Debatte liefert die Antwort damit eine Grundlage für die Bewertung möglicher Vorsorgelücken und des Umfangs künftiger Regulierungsansätze.

Für detailliertere Informationen verweist die Bundesregierung auf den Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit dem Titel „Selbstständige Erwerbstätigkeit in Deutschland“. Die Daten beziehen sich ausdrücklich auf das Jahr 2021 und ordnen die Größenverhältnisse innerhalb der selbstständigen Erwerbstätigkeit in Deutschland ein.

Unser früherer Artikel zum Führungswechsel im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit beleuchtete die Wahl von Christina Ramb zur Vorsitzenden und Anja Piel zur Stellvertreterin. Dabei standen der Druck auf den BA-Haushalt, die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung sowie Prioritäten wie Vermittlungsprozesse, flächendeckende Service-Präsenz, Berufsberatung und Qualifizierung im Strukturwandel im Mittelpunkt.

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